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29.11.2012, 18:36

Wolfsburg: Einsatz von Olic auf der Kippe

Neue Option für den fast vergessenen Träsch

Klaus Allofs kennt jetzt auch beim VfL Wolfsburg schon alles. Sieg in Hoffenheim (3:1), Unentschieden gegen den Ex-Klub aus Bremen (1:1), eine Niederlage in Gladbach (0:2). Es war eine unnötige Pleite der Wölfe. "Die bessere Mannschaft hat verloren", fasste ein enttäuschter Jan Polak zusammen und hatte zumindest für die ersten 45 Minuten Recht. Allerdings dürfte das gesamte Spiel auch wieder Rückschlüsse hinsichtlich des Personals geliefert haben.

Christian Träsch (re.), hier gegen Gladbachs Nordtveit, konnte sich mal wieder empfehlen.
Christian Träsch (re.), hier gegen Gladbachs Nordtveit, konnte sich mal wieder empfehlen.
© imagoZoomansicht

Unglücklicherweise lagen die Wolfsburger nach Ende der ordentlichen ersten Halbzeit schon mit 0:2 hinten. Beim ersten Gegentor ließ der Brasilianer Fagner dem für seinen guten Linksschuss bekannten Arango zu viel Platz und schon war der VfL auf der Verliererstraße. Auch am vergangenen Spieltag beim 1:1 gegen Bremen geriet die Mannschaft von Lorenz-Günther Köstner nach einem Angriff über die rechte VfL-Seite ins Hintertreffen. Zur Stunde scheint es, als wären die Wolfsburger auf dieser Position nicht optimal besetzt.

Oder doch? Immerhin durfte sich am Mittwochabend Christian Träsch mal wieder über einen Einsatz in der Startformation freuen. Der ziemlich in Vergessenheit geratene Ex-Kapitän vertrat im defensiven Mittelfeld den Gelb-gesperrten Josué. Für den früheren Stuttgarter, der im Sommer 2011 für neun Millionen in die VW-Stadt wechselte, war es in dieser Runde der fünfte Einsatz (drei Einwechslungen).

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Träsch: Einer für rechts hinten?

Dabei überraschte der 25-Jährige auf der Doppelsechs neben Polak mit selbstbewusstem Auftreten - seine Auswechslung in der 59. Minute hatte taktische Gründe. Beim Heimspiel gegen den Hamburger SV am Sonntagabend wird dann aber wohl wieder der 33-jährige Josué in seine Mittelfeldrolle rutschen - Köstner hat sich bisher nicht gerade als experimentierfreudig erwiesen. Ob Träsch, der unter dem neuen Coach zuvor völlig außen vor war, dann wieder auf die Bank muss? "Er ist ein Spieler, den wir sehr gut gebrauchen können", sagt Manager Allofs, der anfügt: "Wir müssen ihn zu alter Stärke bringen." Die sogenannte "alte Stärke" verhalf dem Defensiv-Allrounder immerhin zu zehn Länderspielen unter Jachim Löw.

"Wir müssen ihn zu alter Stärke bringen."VfL-Manager Klaus Allofs über Christian Träsch

Träschs Flexibilität könnte ihn auch zu einem ernsthaften Kandidaten für die rechte Abwehrseite machen, wo nicht nur gegen den HSV (Aogo, Jansen, Beister) schnelle und offensivstarke Gegenspieler erwartet werden.

Träsch bekam in Mönchengladbach seine Chance, andere und gar nicht wenige, finden sich im aufgeblähten VfL-Kader dagegen auf dem Abstellgleis. Emanuel Pogatetz, Ricardo Rodriguez, Robin Knoche oder Ferhan Hasani dürften kaum eine Perspektive in Wolfsburg haben, wo Allofs ohnehin mit dem Anspruch angetreten ist, den Kader deutlich zu verkleinern. Zwar macht Trainer Köstner den Dauerreservisten weiter Mut ("Sie sind jetzt als Teamplayer gefragt, sie müssen gegen Widerstände ankämpfen."), doch sein Manager sagt auch: "Jeder Spieler im Aufgebot soll wieder eine realistische Perspektive haben." Bei rund 40 Profis im Wolfsburger Kader sieht das nach größeren Aufräumarbeiten aus.

Einsatz von Olic gegen Hamburg fraglich

Ivica Olic gehört indes zum Stammpersonal. Beim Duell mit seinem Ex-Klub am Sonntag, dem Hamburger SV, droht er nun jedoch auszufallen. Der Kroate leidet an Rückenproblemen, er konnte am Donnerstag nicht am Auslaufen der Wolfsburger teilnehmen. Olic war in Gladbach wegen Schmerzen im Rücken ausgewechselt worden.

29.11.12
 

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