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28.11.2012, 11:55

Bayern kann heute zum 18.-mal Herbstmeister werden

Horror-Szenario: BVB braucht ein Teleskop

Es läuft wie gemalt für den FC Bayern. Am Dienstag saßen die Münchner auf der Couch und verfolgten die schwachen Vorstellungen der Konkurrenten Dortmund, Schalke und Frankfurt. Statt mit "nur" sechs Zählern Vorsprung vor dem Mittwoch-Spiel in Freiburg geht die Heynckes-Elf mit acht Zähler Abstand nach hinten die Aufgabe im Breisgau an. Es könnten danach elf Punkte auf den BVB sein und gar 14 nach dem Spitzenspiel gegen die Klopp-Elf am Samstag.

Halt, so weit ist es noch nicht ganz: Die Bayern können am Mittwochabend einen symbolischen Titel erringen.
Halt, so weit ist es noch nicht ganz: Die Bayern können am Mittwochabend einen symbolischen Titel erringen.
© imagoZoomansicht

Eigentlich sollte die Bundesliga-Saison jetzt erst so richtig losgehen. Das dachten sich vor allem die Anhänger und Verantwortlichen aus dem BVB-Lager. Mit drei Liga-Siegen in Folge sahen sich Klopp & Co. so richtig angekommen in der laufenden Spielzeit. Das Spitzenspiel in München konnte kommen, unschön nur, dass die DFL eine englische Woche dazwischengelegt hat mit der vermeintlichen Pflichtübung Düsseldorf. Diese missriet (Weidenfeller: "Zwei verlorene Punkte."), weil die ohne Hummels, Gündogan und Götze angetretenen Borussen nicht das abriefen, was der Trainer verlangte: "Gegenpressing ist kein Vorschlag, sondern Pflicht", fauchte der Klopp nach der Partie. Und auch Kapitän Kehl stellte ganz ernüchtert fest: "Heute sollte sich jeder fragen, ob er alles für den Sieg gegeben hat, auch von der Einstellung."

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Es scheint, als wäre die Bayern-Jagd, die in Dortmund freilich keiner explizit eröffnet hat, schon wieder beendet, auch wenn Weidenfeller am Dienstagabend richtigerweise darauf hinwies, dass "Ende November noch nie die Meisterschaft entschieden war". Rechnerisch mag der BVB-Schlussmann diesbezüglich Recht haben, de facto aber wären 14 Zähler Rückstand nach 15 Spieltagen mehr als nur eine Vorentscheidung. Ein "Fernrohr", wie es Bayern-Präsident Uli Hoeneß einmal als Hilfsmittel empfahl, um die Bayern in der Tabelle noch zu erspähen, müsste dann durch ein Teleskop ersetzt werden.

Damit die Münchner ihre komfortable Tabellensituation nicht leichtfertig aus der Hand geben, wird das Spiel in Freiburg extrem konzentriert angegangen. Hoeneß sprach trocken von einem "ganz wichtigen Spiel", Trainer Jupp Heynckes wischte über das Spiel am Mittwoch hinausgehende Fragen barsch zur Seite: "Nix Borussia Dortmund, sondern SC Freiburg. Das ist unser Highlight!"

Offensichtlich müssen die Bayern neben Dortmund auch nicht den zweiten großen Revierklub fürchten. Die Schalker verloren am Dienstag in Hamburg mit 1:3, für die Stevens-Elf war es die dritte Auswärtspleite in Serie. Auch die Königsblauen hatten beim HSV mit Obasi und Pukki zwei Kräfte aus der zweiten Reihe gebracht, die nicht den erhofften Offensivschwung erzeugen konnten.

Bliebe Bayer Leverkusen: Die Werkself könnte am Abend mit einem Sieg in Bremen auf 27 Zähler kommen und damit die Dortmunder von Platz zwei verdrängen. Zum FC Bayern, vorausgesetzt er gewinnt, würden dann aber immer noch zehn Zähler fehlen, so dass sich der deutsche Rekord-Titelträger schon nach 14 Spielen als Halbzeitmeister feiern lassen könnte. Für die Münchner wäre dies dann zum 18. Mal der Fall. Nach den bisher 17 Herbstmeisterschaften holten sie dann auch 14-mal die Schale.

Schön für die Bayern und ein kleines Horrorszenario für alle, die sich hinsichtlich des Titelkampfes eine halbwegs spannende Bundesliga-Saison gewünscht haben.

Video zum Thema
kicker.tv - Hintergrund- 28.11., 10:54 Uhr
FC Bayern: Herbst-Titel im Blick - Neuer mahnt
Der FC Bayern kann am Mittwochabend mit einem Sieg in Freiburg die Herbstmeisterschaft klarmachen. Dieser symbolische Titel brächte für das Duell mit Borussia Dortmund am Samstagabend eine besondere Würze. Doch Torwart Manuel Neuer warnt vor dem Spiel im Breisgau: "Dort haben wir uns auch schon letztes Jahr sehr schwer getan."
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