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28.11.2012, 22:36

Überblick: BVB remis, Schalke und Eintracht verlieren

Bayern ist Herbstmeister, Bayer der neue Verfolger

Durch die Patzer der Verfolger Dortmund, Schalke und Frankfurt am Dienstag hatte der FC Bayern München freie Bahn und bejubelte bereits nach dem 14. Spieltag die Herbstmeisterschaft. Dahinter hat sich Bayer Leverkusen durch einen deutlichen Erfolg in Bremen in Position gebracht. Im Mittelfeld der Tabelle feierten Stuttgart (gegen Augsburg) und Gladbach (gegen Wolfsburg) wichtige Erfolge. Hoffenheim kam auch in Nürnberg unter die Räder.

Tymoshchuk und Müller
Die Entscheidung: Tymoshchuk und Müller freuen sich über das 2:0.
© Getty Images

Der FC Bayern hatte in Freiburg einen Traumstart, musste dann aber doch lange warten, bis die Punkte für die Herbstmeisterschaft gesichert waren. Die erste Überraschung im Breisgau hatte zunächst Jupp Heynckes im Gepäck. Der Bayern-Coach strich Bastian Schweinsteiger aus dem Kader. Mit vier Gelben Karten vorbelastet, wollte man angesichts des Topspiels am Samstag gegen Borussia Dortmund beim Rekordmeister wohl kein Risiko eingehen. Bei Gomez sah es anders aus. Erstmals durfte der Angreifer nach seiner Sprunggelenks-Operation im Sommer von Beginn an ran. Doch es standen andere Akteure im Mittelpunkt. Müller durfte nach einem unglücklichen Freiburger Handspiel zum Elfmeter (sein erster in der Bundesliga) antreten und erzielte die frühe Führung. Wenig später war die Partie eigentlich schon gelaufen. Diagne zog gegen Shaqiri die Notbremse, musste vom Platz und der Sportclub war nur noch zu zehnt. München machte nun nicht mehr als nötig, für einen Lattentreffer von Dante reichte es trotzdem noch vor der Pause. Doch die Breisgauer gaben nicht auf, wehrten sich nach dem Wechsel lange, Kruse hatte sogar eine tolle Chance zum Ausgleich. Doch Tymoshchuk schloss einen Konter in der 79. Minute zum 2:0 ab. Das war's. Herbstmeisterschaft perfekt und zehn Punkte Vorsprung auf den nächsten Verfolger Leverkusen.

Castro mal zwei, macht Platz zwei

Klare Sache: Rolfes und Hosogai bejubeln das 3:1.
Klare Sache: Rolfes und Hosogai bejubeln das 3:1.

Bayer 04 hatte in Bremen durch die Patzer der Konkurrenz die Chance, Platz zwei zu erobern, und ließ sich von diesem Vorhaben auch nicht abbringen. Leverkusen trat mit viel Selbstbewusstsein bei Werder an und gab auch den ersten Schuss ab. Schürrle verzog mit seinem Versuch aus rund 18 Metern nur um wenige Zentimeter. Doch die Hausherren wurden zwischenzeitlich besser und es entwickelte sich zunächst wieder eine ausgeglichene Partie. Die Führung gelang nach einer halben Stunde trotzdem den Gästen. Castro war zur Stelle, nachdem Mielitz einen Schuss nach vorne abprallen lassen musste. Und Castro war es auch, der nach dem Wechsel das muntere Spielchen wieder eröffnete und die Werkself mit 2:0 in Front schoss. Doch diesmal hatte Werder eine schnelle Antwort parat. Petersen köpfte aus kurzer Distanz zum 1:2 ein. Dann ging es doch schnell. Bremen machte auf, Leverkusen schlug zu. Rolfes und Hegeler sorgten für den letztlich deutlichen 4:1-Erfolg.

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Ibisevic erledigt seinen Job

Im schwäbischen Duell zwischen Stuttgart und dem FC Augsburg war der VfB die dominierende Mannschaft in der Anfangsphase. Egal, welche Statistik man bemühte, die Hausherren waren besser und gingen folgerichtig in Führung. Ausgerechnet der Ex-Augsburger Traoré durfte jubeln, tat es gegen seine Ex-Kollegen dann aber nicht. Es war seit seinem Wechsel an den Neckar überhaupt erst sein zweiter Treffer. Das Team von Bruno Labbadia fühlte sich angesichts der Dominanz nun zu sicher und die Gäste glichen mit dem Pausenpfiff per Traumtor von Koo aus. Danach schien der Faden gerissen, Stuttgart bot eine wenig überzeugende Vorstellung. Aber Traorés Mitleid mit dem Ex-Klub hielt sich in Grenzen, denn für Ibisevic' Treffer zum 2:1 lieferte er die Vorarbeit. Letztlich zitterte der VfB die Führung über die Ziellinie, es war erst der zweite Heimsieg. Dagegen verliert der FCA mit sieben Punkten allmählich den Anschluss.

Wolfsburg trifft nicht, Arango zeigt wie's geht

Der jüngste Aufwärtstrend unter Lorenz-Günther Köstner bei Wolfsburg hielt auch in Gladbach an - Punkte gab es trotzdem keine. Der VfL war die deutlich bessere Mannschaft hatte viel Ballbesitz, kombinierte gefällig, blieb aber lange ohne klare Tormöglichkeit. Ein Freistoß von Diego war nicht schlecht, aber ging halt knapp vorbei. Und Gladbach? Die Borussen hatten eine Szene und machten eben ein Tor daraus. Arango bewies mal wieder seine Extraklasse in Sachen Schusstechnik. Einen Flankenwechsel von Nordveit nahm er einfach mal volley. Keeper Benaglio schaute verdutzt und die Kugel rauschte an ihm vorbei ins Netz. Traumtor. Es sollte noch dicker kommen. Kurz vor der Pause war Jantschke nach einer Ecke zur Stelle. Die Wölfe dürften sich wie im falschen Film gefühlt haben. Nach dem Wechsel ging es mit der gleichen Rollenverteilung weiter. Dost war richtig sauer, nachdem er nur den Pfosten traf. Es blieb bei der 0:2-Niederlage. Damit stecken die Wölfe weiter im Keller fest und die Borussen haben die internationalen Plätze wieder in Schlagdistanz.

Kiyotake entscheidet das Kellerduell

Hoffenheim bleibt die Schießbude der Liga. Auch in Nürnberg klingelte es reichlich . Der Auftakt war nach dem Geschmack der Zuschauer. Nach wenigen Minuten landete ein Freistoß von Kiyotake bereits im gegnerischen Tor. Der Club war auch in der Folge die bessere Mannschaft, aber der Ertrag passte nicht zum Aufwand und plötzlich stand es 1:1. Schipplock wurde von der gesamten Defensive alleine gelassen und er köpfte seelenruhig ein. Kurz vor der Pause rückten die Nürnberger das Resultat wieder zurecht. Gebharts Freistoß wurde von Keeper Casteels zwar noch an die Latte gelenkt, doch Nilsson staubte zur verdienten Pausenführung ab. Nach dem Wechsel zogen sich die Franken erst zurück, beließen es bei vereinzelten Vorstößen und waren mit Kiyotake dabei auch gefährlich. Den Treffer markierte aber Polter. Die Entscheidung? Nein. Wie schon zuvor in Freiburg gab es auch in Nürnberg einen etwas unglücklichen Handelfmeter gegen die Hausherren. Salihovic blieb cool, nur noch 2:3. Doch mit Kiyotake hatten die Franken den Mann des Tages in ihren Reihen. Mit einem herrlichen Tor schraubte er das Ergebnis zum 4:2-Endstand. Der Club hat jetzt wieder das Mittelfeld in Blickweite, während Hoffenheim auf dem Relegationsplatz bleibt.

Dienstag: Der BVB patzt beim Pflichtprogramm

Weggedrückt: Düsseldorfs Balogun gegen den Dortmunder Kehl.
Weggedrückt: Düsseldorfs Balogun gegen den Dortmunder Kehl.
© Getty ImagesZoomansicht

Borussia Dortmund hätte vorlegen wollen vor dem Gipfel am kommenden Samstagabend in München, doch es kam anders als erwartet. Die Borussia, die ohne die angeschlagenen Hummels, Götze und Gündogan begann, führte zunächst gegen den Aufsteiger aus Düsseldorf dank Blaszczykowski mit 1:0. Den Führungstreffer erzielte der offensive Mittelfeldspieler mit einem sehenswerten Drehschuss unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff. Insgesamt tat sich die Klopp-Elf gegen die sehr eng stehenden Düsseldorfer, die vor allem in der Defensive große Personalsorgen hatten, sehr schwer, auch wenn sich im zweiten Durchgang mehr Räume ergaben. Doch die Fortunen witterten mit zunehmender Spieldauer ihre Chance und markierten durch Reisinger den Ausgleichstreffer. In der Schlussphase hätten beide Teams noch den zweiten Treffer (Großkreutz, Pisczcek - Reisinger)erzielen können, doch es blieb beim 1:1. Die Dortmunder können damit den Abstand zu Primus Bayern München nicht verringern - im Gegenteil: Es fehlen nun elf Punkte.

Hannover: Raus aus der Mini-Krise

Hannover 96 war nach zwei Niederlagen in Serie (1:2 gegen Freiburg, 0:5 in München) in eine leichte Schieflage geraten, insofern forderte Trainer Mirko Slomka gegen Fürth dringend drei Punkte ein. Gesagt getan: Obwohl die Fürther gut in die Partie fanden, kassierten sie wieder in der Anfangsphase ein frühes Gegentor. SpVgg-Keeper Grün klatschte einen Schuss von Ya Konan vor die Füße von Diouf, der in der 4. Minute mühelos einschieben konnte. Mit der Führung im Rücken versuchten die Niedersachsen das Spiel unter Kontrolle zu bekommen, doch die Büskens-Elf übernahm ab der 20. Minute immer mehr die Initiative und hätte bei konsequenterer Chancenauswertung das zwischenzeitliche 1:1 erzielen können. Die Abgebrühtheit der Slomka-Elf zeigte sich im zweiten Durchgang nach einem Schlaudraff-Freistoß, den Abwehrmann Eggimann wuchtig zum 2:0 einnickte. Hannover ist mit dem sechsten Saisonsieg wieder im Dunstkreis der Europapokal-Plätze, die Fürther konnten trotz ansehnlicher Leistung den Kontakt zum Relegationsplatz nicht herstellen.

Mainz, der Frankfurter Derby-Schreck

Mainzer Torschützen und ein Eigentorschütze: Ivanschitz (li.) und Parker (re.) trafen für 05, Szalai "schaffte" für Frankfurt den Ehrentreffer.
Mainzer Torschützen und ein Eigentorschütze: Ivanschitz (li.) und Parker (re.) trafen für 05, Szalai "schaffte" für Frankfurt den Ehrentreffer.
© Getty ImagesZoomansicht

Das Derby zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FSV Mainz war eine überraschend klare Angelegenheit - und zwar mit 3:1 für die Nullfünfer. Die Abwehrprobleme der Veh-Elf waren offensichtlich zu groß, so dass der FSV schon vor der Pause entscheidend auf 2:0 davonzog. Ivanschitz traf mit seinem schwächeren rechten Fuß, Parker erhöhte kurz vor dem Seitenwechsel. Im zweiten Durchgang sollte es noch dicker kommen für die Frankfurter, nachdem Noveski nach einer Ecke zum 3:0 nachlegte. Passend zu den wenig durchdachten Offensivaktionen der Eintracht bedurfte es eines Eigentors durch FSV-Stürmer Szalai, um den Ehrentreffer zu bejubeln. Die Mainzer, die das letzte Derby gegen die Frankfurter im April 2010 zuhause mit 3:0 gewannen, stehen nun mit 20 Zählern ebenfalls im Kreis der Europapokal-Anwärter.

Es geht auch ohne van der Vaart: Starker Auftritt gegen Schalke

Der Hamburger SV kann es auch ohne van der Vaart. In allen Spielen, in denen der niederländische Spielgestalter fehlte, schossen die Hanseaten weder Tore noch sammelten sie Punkte. Am Dienstag kam es anders, van der Vaart saß mit Muskelfaserriss draußen und die Fink-Elf besiegte den FC Schalke mit 3:1. Beister brachte mit einem Mordshammer den HSV in Front, kurz darauf legte Rudnevs zum verdienten 2:0 nach. Eigentlich war das Spiel so gut wie durch, weil den Königsblauen nicht wirklich viel gelingen wollte, doch ein von Rincon verursachter Handelfmeter brachte die Stevens-Elf zurück - Huntelaar verkürzte im Nachschuss, HSV-Keeper Adler hatte zunächst klasse pariert. In der Schlussphase wurde es nochmal spannend, doch die Hamburger machten hinten dicht und machten durch Badeljs Foulelfmeter den Sack zu.

Bilder zum 14. Spieltag
Bayern holt die Herbstmeisterschaft - Bayer rückt auf
Markus Babbel
Verzweifelt

"Ja was soll ich da denn machen?" Hoffenheims Coach Markus Babbel verzweifelte auch in Nürnberg an der Seitenlinie.
© picture-alliance

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