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25.11.2012, 16:11

Dortmund: Bangen um Gündogan

Klopp stolz und sauer - Fröhlich sucht Gespräch

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp bangt vor dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf um den Einsatz von Ilkay Gündogan. Der Nationalspieler bekam am Samstag beim 2:1-Sieg des deutschen Meisters beim 1. FSV Mainz 05 einen Tritt gegen das linke Sprunggelenk und musste noch vor der Pause ausgewechselt werden. Sportlich lief es für den BVB dennoch weiter rund, doch wie aus dem Nichts ergab sich für Klopp eine weitere Baustelle, die ihn richtig sauer macht.

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp jubelt ausgelassen nach dem Sieg in Mainz.
Dortmunds Trainer Jürgen Klopp jubelt ausgelassen nach dem Sieg in Mainz.
© Getty ImagesZoomansicht

"Ich hoffe, dass es nicht ganz so schlimm ist. Immerhin ist der Knöchel nicht komplett dick geworden. Bis zum Düsseldorf-Spiel wird es aber auf jeden Fall sehr eng", sagte Klopp. Der BVB, der durch das 2:1 in Mainz auf den zweiten Tabellenplatz sprang, empfängt den Aufsteiger am Dienstag im eigenen Stadion.

Die Verletzung Gündogans war aber auch schon die einzige schlechtere Notiz vom Dortmunder Ausflug nach Rheinhessen, auch wenn der Meister die Anfangsphase gegen die Mainzer ziemlich verschlafen hatte. "Ich bin komplett begeistert von meiner Mannschaft: Das ist ein Mentalitätsmonster, was wir heute abgerissen haben, was wir heute für einen Aufwand betrieben haben", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

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Bei seiner Rückkehr an die Stätte seiner ersten Trainerstation (2001) hatte der Coach seine Mannschaft eingestimmt auf die forsche Anfangsphase der Mainzer, doch hatten die Europapokal-gestählten Schwarz-Gelben laut Klopp zunächst ein kleines Kopfproblem: "Wir haben schwer ins Spiel gefunden. Der Körper wollte Fußball spielen, aber der Geist war noch nicht so richtig dabei."

Dass Klopp nach den 90 intensiven Minuten dennoch jubeln durfte und der BVB das neunte Pflichtspiel ohne Niederlage überstand, hatte mit einer massiven Leistungssteigerung nach dem 0:1 zu tun und einer Effizienz vor dem Tor, die den Unterschied zu Mainz ausmachte. "Jedes Prozent, das wir heute weniger investiert hätten, hätte zwangläufig zu einem Sieg von Mainz geführt", urteilte Klopp.

Dortmund siegt, Schalke spielt gegen Frankfurt nur 1:1 und so rückten die Borussen auf Platz zwei vor hinter dem FC Bayern, der nach einem souveränen 5:0 gegen Hannover 96 an der Spitze thront - mit neun Zählern Vorsprung. Es dürfte der erwartete Zweikampf um die Meisterschaft werden, doch wie heiß das Duell wird, ist derzeit schwer zu sagen. "Wir wollen uns ganz oben festsetzen. Wir haben jetzt in die Saison reingefunden", umschiffte Klopp die Fragen nach einem Duell mit den Münchnern. Eine mögliche Aufholjagd in der Liga angesichts der ebenfalls großen Ambitionen in der Champions League ist nichts, was wie im Vorjahr beliebig wiederholbar scheint. "Wir müssen einen unfassbaren Aufwand betreiben für unser Spiel. Dass die Mannschaft dazu immer wieder bereit ist, darauf bin ich echt ein bisschen stolz", sagte Klopp.

Fröhlich attackiert Klopp: "Aggressives Potenzial"

Entspannt: Jürgen Klopp im Gespräch mit der vierten Offiziellen in Mainz, Bibiana Steinhaus.
Entspannt: Jürgen Klopp im Gespräch mit der vierten Offiziellen in Mainz, Bibiana Steinhaus.
© Getty ImagesZoomansicht

Gar nicht stolz, sondern richtig sauer hingegen ist der BVB-Coach, dass sein emotionales Verhalten an der Seitenlinie in Zusammenhang gebracht wird mit Respektlosigkeiten gegen Schiedsrichter im Amateurbereich. "Auch wenn der Trainer Klopp sich hinterher immer hinstellt und sagt: 'es tut mir leid', am Ende ist es so: es bleibt immer irgendetwas hängen. Das Verhalten, was da zum Teil an den Tag gelegt wird, hat so ein aggressives Potenzial, dass daraus gewaltsame Exzesse entstehen können", sagte Lutz Michael Fröhlich, Abteilungsleiter Schiedsrichter beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), im Deutschlandradio.

Klopps Antwort: "Es ist sehr unangenehm, wenn der eigene Name mit sowas in Verbindung gebracht wird. Ich war einigermaßen geschockt darüber. Herr Fröhlich müsste mir das vielleicht etwas genauer erklären. Ich weiß, wie ich bin. Damit bin ich bisher relativ gut klar gekommen. So ein großes Ding daraus zu machen, finde ich unangenehm. Es gibt viele Probleme im Amateurfußball - ich kann ganz bestimmt nicht das größte sein", sagte Klopp bei Liga total!.

Natürlich sprang auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc Klopp zur Seite: "Ich finde zum einen den Zeitpunkt komplett daneben, in der Sache ist es fast ungeheuerlich, dass da Birnen mit Äpfeln verglichen werden", sagte er gegenüber WDR2. Natürlich wisse man, "dass Jürgen sehr emotional ist und sicher auch das ein oder andere mal übers Ziel hinausschießt", aber das mit Gewaltorgien zu vergleichen, "das ist unterste aller Schubladen, das ist Polemik, und das können wir nur aufs Schärfste zurückweisen".

Fröhlich will Irritationen ausräumen

Inzwischen hat auch Fröhlich auf die Aussagen seitens des BVB reagiert und milde Töne angestimmt. Nach seiner Kritik an Klopp will der DFB-Schiedsrichterchef die "entstandenden Irritationen" ausräumen und ein persönliches Gespräch mit dem BVB-Trainer suchen. "Es geht mir nicht um Personen und es war nicht meine Absicht, eine bestimmte Person anzugreifen", sagte Fröhlich in einer Stellungnahme, die am Sonntag vom Deutschen Fußball-Bund verbreitet wurde.

25.11.12
 

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weitere Infos zu Klopp

Vorname:Jürgen
Nachname:Klopp
Nation: Deutschland
Verein:Borussia Dortmund

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Vorname:Ilkay
Nachname:Gündogan
Nation: Deutschland
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:24.10.1990

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