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25.11.2012, 19:23

Kantersieg für die Bayern, BVB bleibt dran

FCA verpasst Befreiungsschlag - Bayer siegt mühevoll

Im Südwesten ließ Freiburg zum Auftakt am Sonntag den Stuttgartern keine Chance. Gladbach gelang in Augsburg der späte Ausgleich, Leverkusen mühte sich in Hoffenheim zum Sieg. Der FC Bayern hat die Minikrise mit einem glatten 5:0 gegen Hannover beendet, die Verfolger Schalke und Frankfurt trennten sich 1:1. Das Duo wurde dadurch von Dortmund überholt - 2:1 in Mainz. Beim Frankenderby zwischen Fürth und Nürnberg gab's keine Tore - und das Allofs-Spiel in Wolfsburg endete 1:1.

Die Drangphase beendet: Dani Carvajal nahm der TSG kurz den Wind aus den Segeln, doch Hoffenheim kämpfte weiter - vergebens.
Die Drangphase beendet: Dani Carvajal nahm der TSG kurz den Wind aus den Segeln, doch Hoffenheim kämpfte weiter - vergebens.
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Für Hoffenheim gab's die erste schlechte Nachricht schon vor dem Anpfiff, Keeper Wiese verletzte sich im Abschlusstraining und fällt länger aus. Sein Vertreter Casteels musste erstmals nach 15 Minuten hinter sich greifen. Seine Vorderleute verloren drei Kopfballduelle in Folge, Bender war letztlich der Nutznießer. Die Kraichgauer zeigten auf das Gegentor eine positive Reaktion und hatten einige Chancen - unter anderem hämmerte Firmino das Leder an die Latte (30.). Mitten in der Drangphase schlug Bayer aber in Person von Rechtsverteidiger Carvajal ein weiteres Mal zu (38.). Die Entscheidung? Mitnichten. Trainer Markus Babbel reagierte zur Pause mit einem Doppelwechsel, und nach Johnsons Anschlusstreffer (59.) kam noch einmal Hoffnung auf. Jetzt ging's rauf und runter. Schürrle traf per Freistoß ebenfalls den Querbalken (66.), Schipplock (73.) hatte auf der anderen Seite den Ausgleich auf dem Fuß. Letztlich brachte die Werkself den Sieg gegen nicht aufsteckende Hoffenheimer mit viel Mühe über die Zeit und reiht sich in die Verfolgergruppe mit Schalke und Frankfurt (alle 24 Punke) ein.

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Augsburg verpasst den Befreiungsschlag

Schlusslicht FC Augsburg empfing zeitgleich Borussia Mönchengladbach. Die Fuggerstädter begannen wie erhofft - mit einem frühen Treffer. Mölders überlistete ter Stegen mit einer Kopfball-Bogenlampe (5.), bereits der dritte Treffer in Folge für den FCA-Stürmer. Den Fohlen fiel gegen die gut gestaffelte Abwehr der Augsburger nicht allzu viel ein, vielmehr hätte Mölders kurz vor der Pause beinahe erhöht - die Latte verhinderte das 2:0. Erst nach einer Stunde gaben die Fohlen Gas, Arango (60.) und Mlapa (69.) verzogen knapp. Dass es für Gladbach letztlich noch zum Ausgleich reichte, hatten sich die Augsburger zu einem guten Teil selbst zuzuschreiben. Sankoh legte unglücklich per Kopf für Herrmann auf, der Angreifer überlistete Amsif mit einem sehenswerten Heber.

Freiburg lässt den VfB abblitzen

Im Südwesten der Republik trafen sich Freiburg und Stuttgart zum Prestigeduell. Es fand einen klaren und verdienten Sieger. Rosenthal war in der 22. Minute mit einem Distanzschuss erfolgreich, kurz nachdem Kuzmanovic für den VfB nur den Pfosten getroffen hatte. Mit der Führung im Rücken agierten die Breisgauer souverän, die Stuttgarter kamen trotz mehr Ballbesitz kaum zur Entfaltung. Auch nach der Pause gewannen die Breisgauer die entscheidenden Zweikämpfe, Krmas stellte nach einer Standardsituation auf 2:0 (67.). Damit war der Widerstand der Schwaben endgültig gebrochen, beim dritten Treffer der Badener von Kruse sah die Abwehr ganz schlecht aus. Freiburg klettert damit bis auf den sechsten Rang vor - allerdings wartet am Mittwoch der FC Bayern.

Farbenfrohes Franken-Derby ohne Tore

Harte Entscheidung: Schiedsrichter Brych zeigt dem Nürnberger Feulner die Rote Karte.
Harte Entscheidung: Schiedsrichter Brych zeigt dem Nürnberger Feulner die Rote Karte.
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Am Samstag elektrisierte das erste fränkische Bundesliga-Derby zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg die Region. Es ist das älteste Derby im deutschen Fußball (255 Duelle), aber das erste in der Bundesliga. Das Aufeinandertreffen wurde begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot. Auf dem Platz lieferten sich beide Teams aggressive Zweikämpfe, die einem emotionalen Derby entsprachen. In der 35. Minute leistete sich Nürnbergs Feulner eine Grätsche gegen Fürstner und wurde vom Münchner Schiedsrichter Brych mit glatt Rot vom Platz gestellt - eine vertretbare, aber auch harte Entscheidung. Auch im zweiten Durchgang blieb es ein unheimlich leidenschaftlich geführtes Spiel, das jedoch kaum spielerische Klasse aufwies. Mitte des zweiten Durchgangs wurden auch noch die Fürther dezimiert, nachdem Sararer die Ampelkarte sah (61.). Der türkische Nationalspieler hatte sich bei seiner ersten Gelben Karte (38.) erst einen Rempler gegen FCN-Torwart Schäfer erlaubt, in der sich danach auflösenden Spielertraube spuckte er dann noch den Nürnberger Kapitän an. Bei Zehn gegen Zehn ergab sich wesentlich mehr Platz auf dem Spielfeld im Fürther Ronhof, doch weder die SpVgg noch der Club wusste damit etwas anzufangen, so dass es beim torlosen Remis blieb. Dies hilft dem FCN etwas mehr, die Büskens-Elf dagegen wartet weiterhin auf den ersten Heimdreier.

Bayern schießt sich aus der vermeintlichen Krise

Die Bayern in Torlaune: Die Münchner schenkten Hannover fünf Stück ein.
Die Bayern in Torlaune: Die Münchner schenkten Hannover fünf Stück ein.
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Zuletzt spielte der FC Bayern zweimal nur 1:1 (Nürnberg, Valencia) und schon wurde an das vergangene Jahr erinnert, als die Bayern in der Bundesliga eine Durststrecke erlebten, die saisonentscheidend werden sollte. Deswegen schien die Führungsriege um Karl-Heinz Rummenigge und Matthias Sammer leicht gereizt vor dem Spiel gegen Hannover, doch als der Ball dann rollte, dürften sich ihre Gesichtszüge schnell entspannt haben. Javi Martinez und Kroos erzielten zwei sehenswerte Tore, Ribery machte den 3:0-Halbzeitstand perfekt. Im zweiten Durchgang schalteten die Münchner in den Verwaltungsmodus und schraubten das Ergebnis trotzdem noch in die Höhe: Dante köpfte nach einer Standardsituation das vierte Bayern-Tor und Gomez markierte 26 Sekunden nach seiner Einwechslung den 5:0-Endstand.

Lewandowski dreht den Spieß um - BVB hinter Bayern

Borussia Dortmund kehrte mit Jürgen Klopp nach Mainz zurück, an den Ort, an dem der heutige BVB-Coach (seit 2008) seine Reputation als Bundesliga-Trainer begründete. Für die Mannschaft von Thomas Tuchel legte Caligiuri los wie die Feuerwehr und drosch das Leder schon in der Anfangsphase in die Maschen. Die zuletzt in der Champions League so abgeklärt auftretenden Dortmunder schüttelten sich kurz und schlugen zunächst durch Lewandowski zurück, der eine Reus-Flanke minimalst berührte und ins lange Eck verlängerte. Nach dem 1:1 blieb die Partie ausgeglichen, wobei der BVB dem FSV zeigte, was Effizienz ist: Ivanschitz vergab halbherzig (41.), Lewandowski vollstreckte eiskalt (43.) zur 2:1-Halbzeitführung für den Meister. Mit dieser Führung im Rücken schaffte es der BVB, die Mainzer bis auf die Schlussphase weitestgehend vom eigenen Tor fernzuhalten und setzte gelegentliche Konter. Unter dem Strich blieb es aber beim knappen und verdienten Auswärtserfolg für die Schwarz-Gelben, die nunmehr auf Platz zwei springen.

Huntelaar ist wieder da - Aigners Leidenszeit dauert 105 Sekunden

Der Hunter ist wieder da und macht nach 591 torlosen Bundesliga-Minuten das 1:0 gegen Frankfurt.
Der Hunter ist wieder da und macht nach 591 torlosen Bundesliga-Minuten das 1:0 gegen Frankfurt.

Das Topspiel fand in Gelsenkirchen statt, wo sich die Schalker und die Frankfurter mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden trennten. Die Hessen spielten im ersten Abschnitt munter drauf los und hatten auch die besseren Offensivaktionen. Bei den Königsblauen erlebte dafür Huntelaar seine "Auferstehung" als Torjäger und machte nach 591 torlosen Minuten das 1:0 für die Stevens-Elf. Es dauerte allerdings nur 105 Sekunden, da schlug die Eintracht in Person von Aigner zurück - der Mittelfeldspieler war am Rückstand nicht ganz unbeteiligt und konnte mit dem Ausgleichstreffer seine Scharte wieder ausmerzen. Nach dem Seitenwechsel waren die Schalker dem zweiten Treffer mehrfach sehr nahe, doch die Eintracht brachte den einen Punkt mit etwas Glück über die Zeit. Durch die Punkteteilung der vor dem Spieltag tabellarischen Bayern-Verfolger Schalke und Frankfurt zieht der BVB an dem Duo in der Tabelle vorbei.

Arnautovic steht zweimal im Brennpunkt

VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen: Ein Nord-Duell. Tabellarisch nicht besonders bemerkenswert. Doch dank der Personalie Allofs kein Spiel wie jedes andere. Vor dem Spiel begrüßte der Ex-Manager von Werder seine ehemaligen Kollegen und Spieler, umarmte SVW-Trainer Thomas Schaaf, ehe die beiden zu Protokoll gaben, dass sie natürlich gewinnen wollten. Das gelang allerdings keinem der beiden Mannschaften. Nachdem die Wolfsburger bei einem vermeintlichen Handspiel von Arnautovic im Werder- Strafraum vehement auf Elfmeter gedrängt hatten, war es der Österreicher, der die Hanseaten kurz vor der Halbzeitpause in Front brachte. Zum Einstieg in Hälfte zwei bekamen die Wolfsburger Spieler einen aufmunternden Klaps von Allofs, der seine Wirkung nicht verfehlte: Die Köstner-Elf erhöhte nun den Druck auf die Werder-Abwehr, die wegen der Ampelkarte von Schmitz dezimiert wurde. Kurz darauf machten die Wölfe durch Dost den verdienten Ausgleich und drängten weiter auf den zweiten Treffer, aber die Schaaf-Elf verteidigte wacker und wurde mit einem Zähler belohnt.

Fortuna stoppt den freien Fall - Langeneke und van der Vaart verletzt

Starke Mannschaftleistung: Fortuna Düsseldorf bejubelte zwei Tore gegen den HSV.
Starke Mannschaftleistung: Fortuna Düsseldorf bejubelte zwei Tore gegen den HSV.
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Zum Auftakt des 13. Spieltags trafen sich am Freitagabend Fortuna Düsseldorf und der Hamburger SV. Als beide Mannschaften pünktlich zum Anstoß bereitstanden, waberten dicke Rauschschwaden durchs Düsseldorfer Stadion, weil sich im Hamburger Block nach dem Abbrennen von Pyro-Technik ein Feuer entzündete.

Zum Sportlichen: Der Aufsteiger vom Rhein hatte nach gutem Saisonstart eine lange Durstrecke hinter sich und sieben Mal in Serie nicht mehr gewonnen. Für die Meier-Elf endete der negative Trend mit dem 2:0-Heimsieg gegen den Bundesliga-Dinosaurier. Den ersten Treffer erzielte Kruse in der Nachspielzeit der zerfahrenen ersten Hälfte, als der Australier ein Lambertz-Zuspiel eiskalt abschloss und dabei noch von Manciennes Abfälscher profitierte. Hamburgs Defensivmann hatte wenige Minuten zuvor ein Abseitstor erzielt. Zu diesem Zeitpunkt hatten beide Trainer schon jeweils einmal verletzungsbedingt wechseln müssen: Fortuna-Coach Meier musste Langeneke rausnehmen, HSV-Trainer Fink seinen Spielgestalter van der Vaart mit Verdacht auf Muskelfaserriss. Direkt nach dem Wiederbeginn war gleich wieder Dampf im Kessel: Grabuschewski hätte fast das 2:0 erzielt, HSV-Stürmer Berg scheiterte knapp am Außennetz. Westermann traf per Freistoß, doch Berg hatte die Schussbahn freigeräumt, sodass Schiedsrichter Gagelmann auf Foul entschied. Nach knapp einer Stunde kam bei der Fortuna Reisinger, der für seine Jokerqualitäten bekannt ist und diese gegen den HSV auch wieder unter Beweis stellte: Der bullige Angreifer trat energisch an, tanzte drei Abwehrspieler aus und drosch das Leder überlegt zum 2:0-Endstand in die Maschen. Mit dem dritten Saisonsieg und dem ersten in der heimischen Arena können die Fortunen etwas aus dem Keller krabbeln, der HSV bleibt im Mittelfeld hängen.

Fotos zum 13. Spieltag
Gomez zurück - Freiburg gen Europa
Carvajal und Casteels
Wo steht das Tor?

Auf dem Weg zum 2:0: Bayers spanischer Außenverteidiger Carvajal wagte sich nach vorne in fremde Gefilde und traf prompt.
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