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18.11.2012, 19:22

Club ringt Bayern ein Remis ab - S04 scheitert an Bayer 04

Allofs' alte Liebe und neue Leidenschaft triumphieren

Am Sonntag drehte sich vieles um Klaus Allofs. Seine alte Liebe Werder gewann zunächst gegen Düsseldorf, später setzte sich sein neuer Klub Wolfsburg in Hoffenheim durch. Nürnberg wehrte sich wacker gegen den FC Bayern, Dortmund ließ gegen Fürth hingegen nichts anbrennen. Die Frankfurter kehren mit dem 4:2 gegen den FCA in die Erfolgsspur zurück. Leverkusen dominierte am Abend gegen Schalke.

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De Bruyne bestraft schwaches Überzahlspiel der Fortuna

Am Sonntag blieb der Stuhl von Klaus Allofs im Weserstadion erstmals nach 13 Jahren leer. Der Ex-Manager verpasste ein kurioses Spiel mit Höhen und Tiefen der Norddeutschen. Zunächst das erste Tief: Sokratis fällte Kruse im Strafraum, den klaren Elfmeter verwandelte Langeneke sicher (10.). Es folgte eine zerfahrene Begegnung mit zahlreichen Fouls und Unterbrechungen, Referee Sippel hatte alle Hände voll zu tun. Kurz nach der Pause meldete sich Werder zurück, Petersen war nach Schmitz' erstklassigem Einsatz auf links per Kopf zur Stelle (51.). Ab der 77. Minute schien Werder wieder die schlechteren Karten zu haben, da der Ex-Düsseldorfer Lukimya mit der Ampelkarte vom Platz flog. Doch die Fortuna agierte viel zu vorsichtig - und das rochen die Norddeutschen. De Bruyne (82.) machte das 2:1 und damit den dritten Heimsieg der Bremer in Folge perfekt. Die Fortuna wartet indes seit nunmehr sieben BL-Partien auf einen Sieg.

Allofs sieht effiziente Wölfe und glücklose Hoffenheimer

VfL-Manager Klaus Allofs
Neue Symbole auf der Brust: VfL-Manager Klaus Allofs dürfte aber auch am Sieg seines Ex-Klubs Gefallen gefunden haben.
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Allofs war indes mit dem Wolfsburger Tross in Hoffenheim zugegen. Die Wölfe bewiesen im Kraichgau enorme Effektivität. Nach einem Konter hieß es früh 1:0 für Wolfsburg, Hasebe hatte nach einer Olic-Flanke den Kopf hingehalten (7.). Auch die zweite Chance saß: Ein haarsträubender Pass von Firmino ermöglichte letztlich Dost dessen fünften Saisontreffer (24.). Die Hoffenheimer standen nun mit dem Rücken zur Wand, gaben aber noch nicht auf. Salihovic ließ kurz vor der Pause eine Riesenchance aus, Joselu hatte nach Wiederanpfiff zwei erstklassige Möglichkeiten (52., 65.). Zwischenzeitlich hätte Dost nach einem Konter alles klarmachen können (62.), Delpierre rettete vor der Linie in höchster Not. In der 79. Minute schenkte dann aber Freistoß-Spezialist Naldo seinem alten Bremer Kollegen Wiese einen ein. Die Vorentscheidung zugunsten der Wölfe, auch wenn Derdiyok mit dem 1:3 noch Ergebniskosmetik betrieb (89.). Unter Trainer Köstner war es der vierte Sieg in fünf Spielen - am kommenden Wochenende wird aber wieder Allofs im Fokus stehen. Bremen ist beim VfL zu Gast.

Nürnberg ringt Bayern ein Remis ab

Feulners Flatterball saß zum 1:1 gegen die Bayern. Ausgerechnet der Ex-Münchner im FCN-Dress sorgte für den einen Zähler.
Feulners Flatterball saß zum 1:1 gegen die Bayern. Ausgerechnet der Ex-Münchner im FCN-Dress sorgte für den einen Zähler.
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Derby-Tage für den 1. FC Nürnberg: Teil 1 gegen den FC Bayern ging nicht wie erwartet an den deutschen Rekordmeister, die Münchner mussten sich letztlich mit einem 1:1 begnügen. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes, der verletzungsbedingt auf Robben und Ribery verzichten musste und Lahm, Pizarro, Javi Martinez und auch Gomez schonte, ging schon früh in Führung, als Mandzukic aus kurzer Distanz einschob. Die Nürnberger brauchten einige Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen, und hielten fortan kämpferisch dagegen. Echte Chancen konnte sich die Hecking-Elf, in der Keeper und Kapitän Schäfer wieder dabei war, im ersten Abschnitt allerdings nicht herausspielen.

Dafür begann Hälfte zwei mit einem Paukenschlag, als der Ex-Münchner Feulner Nationalkeeper Neuer mit einem Flatterball zum Ausgleich überraschte. Mit dem 1:1 bekam der Club Oberwasser und war dem zweiten Treffer mehrfach näher. Diese Überlegenheit dauerte aber nur bis zur 76. Minute, als Gebhart per Ampelkarte vom Platz flog. Nun lieferte Nürnberg dem großen Rivalen aus München eine Abwehrschlacht, die mit einem Zähler belohnt wurde.

Doppelpacker Lewandowski und Tänzer Götze

Zu flink für Fürth: Die Dortmunder Torschützen Lewandowski und Götze.
Zu flink für Fürth: Die Dortmunder Torschützen Lewandowski und Götze.
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Personell zauberte BVB-Trainer Jürgen Klopp eine kleine Überraschung aus dem Hut: Der zuletzt aufmüpfige Perisic spielte für Reus. Ähnlich schnell wie der FC Bayern gingen auch die Dortmunder gegen den Aufsteiger aus Fürth in Führung. Einmal mehr war es Lewandowski, der für die Klopp-Elf das 1:0 besorgte. Zwar schlugen die Franken durch Stieber schon 71 Sekunden später zurück, doch war der deutsche Meister im Vorwärtsgang für die ohne die gesperrten Routiniers Kleine und Pekovic angegetretene Büskens-Elf zu variabel: Lewandowski per Elfmeter und Götze mit einem sehenswerten Solo schossen eine beruhigende 3:1-Halbzeitführung heraus. Pech für das Kleeblatt, dass Sararer kurz vor dem dritten Gegentor per Schlenzer nur den Pfosten traf. Nach dem Seitenwechsel schalteten die Schwarz-Gelben zwei Gänge zurück und schonten sich für die kommende Aufgabe in der Champions League bei Ajax Amsterdam.

VfB klettert - Brouwers der Unglücksrabe

Unglücksrabe: Gladbachs Abwehrmann lenkte den Ball zum 1:2 gegen den VfB ins eigene Netz.
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Borussia Mönchengladbach hatte sich zuletzt vor allem auch auswärts zielstrebiger gezeigt: 3:2 in Hannover, 4:2 in Fürth. Mit dieser Ausbeute machte die Favre-Elf den durchwachsenen Start punktemäßig wett, so dass es mit dem angestrebten Erfolg gegen den VfB Stuttgart endgültig Richtung Europapokal-Plätze losgehen sollte. Doch daraus wurde nichts, weil die Schwaben nach Stranzls frühem Führungstor durch Harnik postwendend zurückschlugen und den Westdeutschen in der Folge auf Augenhöhe begegneten. In der zweiten Hälfte war die Labbadia-Elf dann sogar spielbestimmend und durfte sich bei Borussias Abwehrmann Brouwers bedanken, der in der Pause eingewechselt wurde und eine Flanke unglücklich ins eigen Netz verlängerte. Mit dem 2:1 befreien sich die Stuttgarter aus der gefährdeten Zone, die Fohlen treten wieder auf der Stelle.

Son steht goldrichtig

Das Spiel in Hamburg zwischen dem Bundesliga-Dinosaurier HSV und Mainz 05 stand lange Zeit unter dem Motto: Viel Kampf, viel Krampf. Erst nach rund einer Stunde wurden die Hanseaten ein wenig zielstrebiger in ihren Aktionen und wurden durch Sons etwas kurioses Tor mit dem Führungstreffer belohnt. Nun mussten auch die Rheinhessen das Visier öffnen, doch die Defensive der Fink-Elf brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Freiburg jubelt dank Ex-96er Rosenthal

Hannover musste gegen den SC Freiburg eine ebenso bittere wie verdiente Niederlage einstecken. Das 2:1 für die Badener schmeichelte den Niedersachsen, weil der SC taktisch sehr diszipliniert agierte, spielerisch überzeugte und nur in Sachen Chancenverwertung etwas nachlässig agierte. Schmid brachte die Streich-Elf in Führung, der SCF verkraftete den zwischenzeitlichen Ausgleich von Abdellaoue gut und kam durch den Ex-Hannoveraner Rosenthal zum 2:1-Siegtreffer.

Meier mit seinem dritten Doppelpack

Frankfurt, links mit Doppeltorschütze Meier, feierte gegen den FCA einen verdienten 4:2-Erfolg.
Frankfurt, links mit Doppeltorschütze Meier, feierte gegen den FCA einen verdienten 4:2-Erfolg.
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Das Duell zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Augsburg war vor allem ein Spiel, in dem beide Abwehrreihen sehr großzügig agierten. Die Hessen nutzten das wesentlich konsequenter aus und gewannen auch in der Höhe verdient mit 4:2. Die SGE konnte sich einmal mehr bei Meier bedanken, der seinen dritten Doppelpack in dieser Spielzeit erzielte und so zum Sieggarant avancierte. Die Niederlage für das Schlusslicht bahnte sich schon früh an, als Mölders ein unglückliches Eigentor fabrizierte. Aigner legte bald darauf nach und brachte die Mannschaft von Armin Veh, der als Sechsjähriger beim FCA das Fußballspielen lernte und später dort auch auf der Trainerbank saß, auf die Siegerstraße. Der Aufsteiger vom Main bleibt damit Dritter, der FCA hat weiterhin die Rote Laterne inne.

Kräftemessen der Dauergestressten in Leverkusen

Maßarbeit: Andre Schürrles Schuss schlägt exakt oben links zur Leverkusener Führung ein.
Maßarbeit: Andre Schürrles Schuss schlägt exakt oben links zur Leverkusener Führung ein.
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Frankfurt und Dortmund siegten am Nachmittag - im Spätspiel zog Leverkusen nach und verhinderte damit, dass Schalke von Bayerns Punktverlust profitierte. Bayer 04 hatte die Partie vom Anpfiff weg unter Kontrolle, nutzte nur zunächst seine Chancen nicht. So musste die Lewandowski-Elf eine Schrecksekunde überstehen, als der nach seiner Ellbogen-OP wieder zwischen den Pfosten stehende Leno Mitte der ersten Hälfte unmittelbar nacheinander gegen Draxler und Holtby retten musste. Fast mit dem Halbzeitpfiff dann aber doch die verdiente Führung der Hausherren: Schürrle "spazierte" übers halbe Feld und nahm dann genau Maß - oben links schlug es ein. Leverkusen setzte im zweiten Durchgang auf Konter und hatte reichlich Chancen. Das Aluminium und Unnerstall mussten bereits retten, ehe Kießling Profiteur eines Fuchs-Fehlers war und das beruhigende 2:0 erzielte. Der Torjäger hätte noch einen zweiten Treffer erzielen können, vergab jedoch einen Foulelfmeter. S04 war letztlich chancenlos in einem Spiel, dem Papadopoulos mit seiner Gelb-Roten Karte in der Schlussphase noch die Krone negativer Art aufsetzte.

Bilder zum 12. Spieltag
Zehn Cluberer wehren sich, SCF und VfB jubeln auswärts
Naldo und Bas Dost (re.)
Torschützen unter sich

Beim 3:1-Sieg in Hoffenheim trafen sowohl Naldo als auch Bas Dost (re.).
© Getty Images

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