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11.11.2012, 19:20

Bayern marschiert, der BVB und Schalke folgen

Gladbach und 96 feiern auswärts - Diego zaubert

Drei Spiele und 16 Tore hatte der Bundesliga-Sonntag zu bieten: Zunächst besiegte Wolfsburg Leverkusen klar, dann holten Gladbach und Hannover auswärts drei Punkte - jeweils per 4:2 und nach Rückstand. Der FC Bayern marschierte am Samstag an der Spitze weiter und distanzierte Frankfurt mit 2:0. Auch Dortmund und Schalke feierten Erfolge: Die Borussen besiegten Schlusslicht Augsburg, die Königsblauen drehten die Partie gegen forsche Bremer.

Der Ausgleich für Hannover: Schlaudraff verwandelt sicher.
Der Ausgleich für Hannover: Schlaudraff verwandelt sicher.
© Getty Images

Die Zuschauer in Fürth sahen ein spektakuläres Spiel. Schon nach zehn Minuten brachte Nehrig die SpVgg gegen Gladbach mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung. Doch die Freude wich beim Aufsteiger in Minutenschnelle dem Entsetzen. Kleine brachte Herrmann zu Fall und sah Rot (12.). Als Wendt ausglich, schien das Spiel gelaufen. Doch die Fürther schlugen in Unterzahl nochmals zu. Prib schloss einen Konter zur Halbzeit-Führung ab. Aber im zweiten Durchgang präsentierten sich die Gäste routiniert und nutzten die zahlenmäßige Überlegenheit zum Sieg. In der Nachspielzeit kam es für Fürth knüppeldick: Pekovic sah für ein Handspiel Gelb-Rot und Marx setzte den Schlusspunkt. Auch nach dem sechsten Heimspiel bleibt Greuther Fürth in der heimischen Trolli-Arena sieglos.

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Hannover dreht das Spiel

Nicht minder aufregend verlief die Partie zwischen dem VfB Stuttgart und Hannover 96. Nach Treffern von Gentner und Ibisevic sahen die Schwaben zur Pause wie die sicheren Sieger aus. Doch nach der Pause kippte das Spiel zu Gunsten der Niedersachsen. Sobiech und Schlaudraff hatten ausgeglichen, als Abdellaoue in der 66. Spielminute eingewechselt wurde. Sieben Minuten später hatte der Joker zweimal zugeschlagen und das Spiel vollends gedreht. Hannover klettert in der Tabelle auf Rang sechs und kann sich nach dem Erreichen der Zwischenrunde in der Europa League über eine perfekte Woche freuen.

Diego führt Wolfsburg zum ersten Heimsieg

Der Bann ist gebrochen! Der VfL Wolfsburg hat nach zuletzt vier erfolglosen Versuchen den ersten Heimsieg in der laufenden Saison eingefahren - und das taten die Wölfe in beeindruckender Manier. Die Niedersachsen setzten sich in einem vor allem im ersten Durchgang packenden Spiel gegen Bayer Leverkusen mit 3:1 durch und machten den Sieg bereits vor der Halbzeit klar. Die Werkself musste nach zuletzt sieben ungeschlagenen Spielen in Folge mal wieder eine Niederlage einstecken. Vor allem Diego zauberte gegen Leverkusen wie in besten Tagen. Die beiden ersten Treffer erzielte der Brasilianer selbst. Mit dem Dreier bleiben die "Wölfe" zwar auf dem Relegationsplatz, schließen aber nach Punkten zu Nürnberg und Düsseldorf auf.

Bayern marschiert ohne zu glänzen

Ribery hat Frankfurts Keeper Trapp zum 1:0 für den FC Bayern überwunden.
Ribery hat Frankfurts Keeper Trapp zum 1:0 für den FC Bayern überwunden.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Samstagnachmittag feierte der FC Bayern am 11. Spieltag den zehnten Sieg. Die Münchner gewannen das Spitzenspiel gegen den Tabellendritten Eintracht Frankfurt mit 2:0 und bleiben unangefochtener Spitzenreiter. Nachdem die Heynckes-Elf das letzte Heimspiel gegen Leverkusen mit 1:2 verloren hatte, konnte sich der Rekordmeister gegen die Hessen in der ersten Halbzeit kaum Torchancen erspielen. Ribery hatte die Führung zweimal auf dem Fuß, kurz vor der Pause schloss der Franzose einen Konter über Javi Marinez (!) eiskalt ab. Auch im zweiten Durchgang bot die Veh-Elf den Bayern auf Augenhöhe Paroli, hatten teilweise mit Rode/Schwegler im zentralen Mittelfeld sogar ein leichtes Übergewicht. Doch im Sturm fehlte der Eintracht gegen die Bayern-Defensive, die früh wegen Boatengs Adduktorenverletzung umgebaut werden musste, die letzte Entschlossenheit. Daran änderte auch die Einwechslung von Occean nichts. In der Schlussviertelstunde wurde die Eintracht ein wenig müde und kassierte durch Alabas Elfmetertor den zweiten Gegentreffer zum Endstand. Die Bayern liegen damit sieben Punkte vor dem Zweiten Schalke und zehn Zähler vor dem Dritten Frankfurt.

Neustädter und Draxler biegen das Spiel um

Die Bremer kamen in den vergangenen beiden Spielzeit beim FC Schalke zweimal heftig unter die Räder (0:5, 0:4). Den Trend, Schalkes Lieblingsgäste zu werden, wollten die Hanseaten unbedingt stoppen und konnten durch ihren neuen Leader Hunt auch die Führung bejubeln: Nach Fehler von Huntelaar macht der Werder-Kapitän per Flachschuss das 1:0. Die Stevens-Elf war lange Zeit dominant, doch dauerte es bis zur 59. Minute, ehe der erstmals in die DFB-Elf berufene Neustädter das 1:1 machte. Danach riss bei den Königsblauen ein wenig der Faden, doch dafür nutzte S04 nun seine Chancen. Der zur Pause eingewechselte Draxler vollendete das Zuspiel von Jones zum 2:1 und brachte Schalke damit auf die Siegerstraße. Nun hätten die Schalker die Führung weiter ausbauen können, doch Werder-Keeper Mielitz war mehrfach auf dem Posten. In der Schlusssekunde rettete dann Holtby in höchster Not auf der Linie und war somit auch ein Garant für den Dreier.

Reus' erster Schuss sitzt - Doppelpack Lewandowski

Kollektiver BVB-Jubel nach dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Lewandowski (ganz rechts).
Kollektiver BVB-Jubel nach dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Lewandowski (ganz rechts).
© Getty ImagesZoomansicht

Zuletzt durfte sich Borussia Dortmund mit den vermeintlich Größten des Kontinents messen - und machte das gegen Real Madrid zweimal überragend (2:1, 2:2). Dementsprechend groß war das Kontrastprogramm für den deutschen Meister, der nun beim FC Augsburg gefordert war. Als mentales Sprungbrett diente dabei die schnelle Führung durch Reus, der einen Freistoß ebenso platziert wie scharf ins lange Eck drosch. In der Folge glänzte der BVB jedoch nicht gerade mit Kreativität, so dass bis zur Pause der Ausgleichstreffer der Fuggerstädter mehrfach in der Luft lag. Auch in Hälfte zwei bestach der BVB durch eine effiziente Chancenverwertung: Abschlag Weidenfeller, Zucker-Pass Götze, 2:0 Lewandowski. Der Pole sorgte per Doppelpack für weitere Beruhigung im Lager der Dortmunder, mit diesem Vorsprung war die Messe gelesen für das Tabellenschlusslicht, das sich zwar weiter redlich mühte und durch Mölders immerhin den Ehrentreffer markierte. Die Klopp-Elf springt auf Platz vier, der FCA bleibt Letzter.

Düsseldorf: Nur ein Zähler gegen zehn Hoffenheimer

Die Düsseldorfer verpassten beim 1:1 gegen die TSG Hoffenheim den Befreiungsschlag, den die Kraichgauer am vergangenen Spieltag gegen Schalke hinlegten. Dabei begann es für die Fortunen bestens, denn Kruse köpfte nach wenigen Minuten das 1:0, weil Hoffenheims Keeper Wiese beim Herauslaufen wegrutschte. Die Hoffenheimer legte nach dem Rückstand den Vorwärtsgang ein und kamen durch ihren Torjäger Joselu etwas glücklich zum Ausgleich, weil der Angreifer seinem Gegenspieler Levels an den Kopf köpfte und von dort der Ball ins kurze Eck flog. Hoffnung auf einen Dreier brachte Düsseldorf die 51. Minute, denn da flog Hoffenheims routinierter Innenverteidiger Compper mit zwei ungeschickten Foulspielen per Ampelkarte vom Platz. Nun war der Aufsteiger dem zweiten Tor folglich mehrfach näher, doch auch die TSG wäre beinahe noch zum Sieg gekommen.

0:0 im Breisgau: Scharner debütiert und fliegt

Das Duell zwischen dem SC Freiburg und dem Hamburger SV endete torlos. Die Freiburger spielten seit der 35. Minute nach der Ampelkarte für den Startelf-Debütanten Scharner in Überzahl, doch die Streich-Elf konnte sich gegen die resolut verteidigenden Hanseaten nur zweimal in Szene setzen: In der Schlussphase parierte Adler Kruses Schuss, Rosenthal traf nur den Pfosten. Einige Tumulte gab es dann noch kurz vor dem Spielende, als HSV-Torwart Adler den Freiburger Kruse ins Gesicht boxte - der wiederberufene DFB-Keeper wurde dafür jedoch nur mit Gelb bestraft.

Club verschläft den Freitagabend

Hellwach: Der Mainzer Nicolai Müller erzielte das frühe 1:0.
Hellwach: Der Mainzer Nicolai Müller erzielte das frühe 1:0.
© imagoZoomansicht

Das 200. Bundesligaspiel für Dieter Hecking war am Freitagabend überhaupt nicht nach dem Geschmack des Trainers. Am Ende stand er nämlich mit leeren Händen da. Nach 21 Minuten lagen seine Nürnberger in Mainz schon mit 0:2 hinten und es war nicht Adam Szalai, der ansonsten für die Mainzer Tore zuständig ist. Besonders motiviert war nämlich der Ex-Fürther Nicolai Müller, dem gegen schlecht verteidigende Nürnberger die frühe Führung gelang. Wenig später wurde Ivanschitz von Baumgartlinger durch die Mitte geschickt. Der Österreicher umkurvte Keeper Rakovsky und schob zum 2:0 ein. Offenbar war das genug und der Club wachte nun auf. Vor allem Kiyotake wurde stärker und legte schließlich auch für Nilsson auf, der die Franken noch vor der Pause wieder auf Schlagdistanz brachte. Nürnberg war natürlich jetzt darum bemüht, die Kontrolle zu übernehmen, zeigte hohes Engagement, aber es fehlte die Durchschlagskraft. Hecking brachte mit Mak, Frantz und Polter rund zwanzig Minuten vor dem Ende drei neue Spieler, aber auch das brachte nichts mehr. Der FCN kassierte die sechste Saisonniederlage, während sich Mainz nach oben orientieren darf und jetzt 17 Punkte auf dem Konto hat.

Bilder zum 11. Spieltag
Favoritensiege am Samstag, Torflut am Sonntag
Bernd Nehrig (li.) trifft per Elfmeter
Treffsicher

Gegen Borussia Mönchengladbach sollte aus Fürther Sicht endlich der erste Heimsieg her. Und es ging prima los für den Aufsteiger. Bernd Nehrig (li.) brachte die Franken früh mit einem sicher verwandelten Strafstoß in Führung.
© Getty Images

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