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01.11.2012, 15:25

Wolfsburg: Spieler und Fans feiern den Interimstrainer

Köstner ist Everybody's Darling - aber wie lange noch?

Die Post-Magath-Ära könnte in Wolfsburg kaum erfolgreicher und harmonischer verlaufen. Dem Bundesliga-Sieg über Düsseldorf (4:1) ließen die zuvor so handzahmen Wölfe im Pokal ein 2:0 über den FSV Frankfurt folgen. Jeweils im Fokus: Neu-Trainer Lorenz-Günther Köstner und sein Spielmacher Diego. Doch wie lange dürfen die beiden noch zusammen wirken?

Lorenz-Günther Köstner mit Fagner (li.) und Diego
Im Mittelpunkt der Ovationen: Lorenz-Günther Köstner freut sich mit Fagner (li.) und Diego.
© imago

"Das 1:0 war für alle, auch den Trainer. Er gibt uns Selbstvertrauen", diktierte Diego nach dem sicheren Erfolg über den Zweitligisten, bei dem er wie schon im Ligaspiel zuvor traf, vorlegte und als Spieler des Spiels glänzte (kicker-Noten 1,5 und 2). Köstners Art kommt beim Brasilianer an, der 60-Jährige hat den Ballkünstler förmlich wachgeküsst.

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Doch nicht nur Diego blüht plötzlich auf. Auch Magaths Sieben-Millionen-Sommereinkauf Bas Dost kommt nun, da Magath selbst nicht mehr da ist, in Fahrt. Zwei Treffer gegen Düsseldorf, einer gegen Frankfurt - Dost zeigt nun, wie er in der niederländischen Eredivisie Torschützenkönig werden konnte. Auch dem Torjäger tut die neue Lockerheit unter Köstner gut: "Er ist ein guter Mann. Wir glauben jetzt wieder an das, was wir können." Wie gelöst die Stimmung beim VfL inzwischen ist, demonstrierte der 23-Jährige mit einer anderen Aussage: "Zweimal gewonnen. Das ist sehr gut. Jetzt noch einmal in Nürnberg am Samstag, dann können wir feiern." Und er schiebt lächelnd nach: "Ein bisschen viel trinken können wir dann. Zehn Bier sind okay." Eine Aussage, die noch vor acht Tagen in Wolfsburg undenkbar gewesen wäre.

Den Nerv der Spieler trifft Köstner sichtlich, und auch bei den Fans kommt er an. Wie schon in Düsseldorf wurde der Interimstrainer vor, während und nach dem Spiel mit Sprechchören gefeiert. Wie es Köstners Auftreten entspricht, gibt er diese Sympathiebekundungen aber umgehend weiter: "Der Trainer ist ein Teil der Mannschaft", die Ovationen würden daher auch den Spielern gelten.

VfL sucht "ganz in Ruhe"

Doch wie lange wird Köstner bei seinem zweiten Ausflug auf die VfL-Bank nach 2010 noch Teil der Profi-Mannschaft sein? Auch wenn er derzeit den Rückhalt bei Team und Fans genießt, kommt er als Dauerlösung auf dem Trainerposten kaum in Frage. Nach und nach will der VfL die durch den Abgang des omnipräsenten Magath freigewordenen Stellen besetzen. "Ganz in Ruhe", wie Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz betont, soll zunächst ein Sportchef gefunden werden, dann ein Trainer.

Nach kicker-Informationen ist Dietmar Beiersdorfer ein Kandidat. Von 2002 bis 2009 war der Ex-Profi bereits als Sportchef beim Hamburger SV im Amt. Nach einem Engagement bei Red Bull ist der 48-Jährige nun Manager von Russlands Meister Zenit St. Petersburg. Die niedersächsische Gerüchteküche spuckte außerdem den Namen Klaus Allofs aus. Eine Anfrage ist bei Werder Bremen aber noch nicht eingegangen.

Für den Trainerposten brachte sich bereits der frühere BVB-Trainer und Ex-Bondschoach Bert van Marwijk gegenüber dem kicker in Position: "Ich würde gerne wieder einen Klub übernehmen. Ich sehe die Bundesliga auf einer Stufe mit Spanien und England. Wolfsburg ist einer von mehreren interessanten Standorten in der Liga."

Tabellenrechner 1.Bundesliga
01.11.12
 

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weitere Infos zu Diego

Vorname:Diego
Nachname:Ribas da Cunha
Nation: Italien
  Brasilien
Verein:Atletico Madrid
Geboren am:28.02.1985

weitere Infos zu Dost

Vorname:Bas
Nachname:Dost
Nation: Niederlande
Verein:VfL Wolfsburg
Geboren am:31.05.1989

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weitere Infos zu Köstner

Vorname:Lorenz-Günther
Nachname:Köstner
Nation: Deutschland
Verein:Fortuna Düsseldorf

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