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04.11.2012, 19:22

Überblick: Wolfsburg verliert erstmals unter Köstner

Doppelpack von Hunt - Bremen überflügelt Mainz

Bremen überholt Mainz 05 durch einen Sieg im direkten Duell. Am Nachmittag zitterte sich Bayer in Unterzahl zum Dreier im Derby gegen Düsseldorf. Am Samstag konnten weder Meister Dortmund (0:0 gegen Stuttgart) noch Bayern-Verfolger Schalke (2:3 in Hoffenheim) jubeln. Nutznießer dieser Patzer ist der FC Bayern, der am Abend den HSV mit 3:0 deklassierte. Hannover siegte 2:0 gegen den FCA, die Wolfsburger kassierten unter Trainer Köstner die erste Pleite - 0:1 in Nürnberg.

Jubel im Regen: Hunt erzielt beide Tore für Werder.
Jubel im Regen: Hunt erzielt beide Tore für Werder.
© Getty ImagesZoomansicht

In einem hartumkämpften Match setzte sich Werder Bremen gegen Mainz 05 durch und klettert auf Rang sieben in der Tabelle. Die Hanseaten benötigten aber eine gehörige Portion Glück und einen starken Keeper Mielitz, um die 05er niederzuringen. Die frühe Führung der Bremer konterte Szalai, doch Werder-Kapitän Hunt sicherte den Sieg mit einem direkt verwandelten Freistoß kurz vor Schluss. Dabei hatten die Gäste eine Vielzahl bester Torgelegenheiten, fanden in Mielitz aber meist ihren Meister.

Bayer zittert sich zum Dreier

Das rheinische Derby zwischen Bayer Leverkusen und Fortuna Düsseldorf entwickelte sich in der Schlussphase zu einem echten Krimi, indem die Werkself mit 3:2 das bessere Ende für sich hatte. Die Talfahrt von Fortuna Düsseldorf hält dagegen mit der vierten Ligapleite in Folge an. Zunächst wies Leverkusen die Fortunen klar in die Schranken, hatte lange Zeit stets eine Antwort parat und blieb sogar in Unterzahl, nach Rolfes' Platzverweis, spielbestimmend. In der Schlussphase geriet Bayer mächtig ins Straucheln, rettete sich dann aber über die Zeit.

Schweinsteiger und Müller jubeln über ihre Tore gegen den Hamburger SV.
Schweinsteiger und Müller jubeln über ihre Tore gegen den Hamburger SV.
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Der FC Bayern musste sich am Samstagabend beim Hamburger SV nur in den ersten 15 Minuten gegen munter nach vorne spielende Hanseaten wehren. Nach dieser ausgeglichenen Phase übernahm der deutsche Rekordmeister klar das Geschehen und fügte dem Bundesliga-Dinosaurier mit dem 3:0 eine ganz bittere Niederlage bei. Die Führung für die Heynckes-Elf erzielte Schweinsteiger per Kopf, vorausgegangen waren einige Fehler in der Hintermannschaft des HSV. Als Hamburgs Trainer Thorsten Fink zu Beginn des zweiten Abschnitts mit dem zweiten Stürmer Rudnevs ein Offensivzeichen setzen wollte, ging der Schuss komplett nach hinten los. Binnen fünf Minuten legten die Bayern durch Müller und Kroos doppelt nach und schossen damit schon den Endstand heraus. Bei den Hamburgern konnte van der Vaart zu keiner Zeit dem Spiel eine Wende geben, so dass die Bundesliga aufgrund der anderen Ergebnisse des Spieltags wieder etwas langweiliger wurde: Die Bayern liegen nun an der Tabellenspitze mit sieben Zählern vorne.

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BVB: Torloses Remis als gefühlte Niederlage

Bei den fünf Partien am Samstagnachmittag stand vor allem das Duell zwischen Meister Dortmund und dem VfB Stuttgart im Blickpunkt, weil dieses Spiel in der vergangenen Spielzeit ein hochkarätiger Krimi war (4:4). Diesmal war es auch ein intensives Aufeinandertreffen, wenn auch deutlich weniger spektakulär. Bitter verlief die erste Hälfte für BVB-Kapitän Kehl, der nach einem Luftduell mit Holzhauser mit einer Gesichtsverletzung runter musste. Im zweiten Durchgang hatten die Dortmunder ein klares Chancenplus - in der Schlussphase traf unter anderem Lewandowski nur die Latte. Doch auch die Schwaben tauchten mit Ibisevic einmal gefährlich vor BVB-Torwart Weidenfeller auf. Tore gab es letztlich nicht zu bestaunen, für den VfB ein absoluter Punktgewinn, der BVB muss bei seiner Aufholjagd wieder wertvolle Punkte liegen lassen.

Joker Schipplock lässt TSG und Bayern jubeln

Am Ende jubelte Hoffenheim: Joker Schipplock (Mitte) machte das 3:2 für die TSG gegen Schalke.
Am Ende jubelte Hoffenheim: Joker Schipplock (Mitte) machte das 3:2 für die TSG gegen Schalke.
© Getty Images

Ebenfalls nichts zu jubeln gab es für den FC Schalke 04. Der Bayern-Jäger Nummer 1 musste sich mit 2:3 in Hoffenheim geschlagen geben und liegt vor dem Abendspiel der Münchner vier Zähler hinter dem Spitzenreiter. Die Hoffenheimer waren in fast allen Kategorien unterlegen, doch beim Ausnutzen der Torchancen hatten sie knapp die Nase vorn. Volland brachte die Kraichgauer in Front, Neustädter glich per Kopf für die Knappen aus. In der zweiten Halbzeit drückte die Stevens-Elf mächtig auf den zweiten Treffer, doch Firminho brachte die TSG durch einen Elfmeter wieder in Führung. Wieder glichen die Königsblauen aus - Uchida machte das 2:2, doch die Schalker hatten die Rechnung ohne den TSG-Joker Schipplock gemacht, der fast mit der ersten Ballberührung das 3:2 für die Hoffenheimer markierte. Für TSG-Keeper Wiese war dies der erste Pflichtspielsieg im Dress des neuen Klubs.

Gladbach nur 1:1 gegen Freiburg

Borussia Mönchengladbach hat den Frust über das Pokal-Aus in Düsseldorf (0:1 n.V.) nicht in positive Energie umgesetzt und gegen den SC Freiburg nur ein 1:1 erreicht. Die Favre-Elf konnte sich zunächst bei De Camargo bedanken, der nach schöner Vorarbeit von Wendt aus kürzester Distanz den Führungstreffer besorgte. Die Freiburger präsentierten sich lange Zeit in der Offensive fast ohne jede Durchschlagskraft, doch dann foulte Arango im Strafraum Sorg und bescherte damit dem SC die Elfmeterchance - Caligiuri nutzte diese und bescherte den Breisgauern einen schmeichelhaften Punktgewinn. In der hitzigen Schlussphase musste Borussia Coach Favre auf die Tribüne.

96 besiegt FCA und beginnt neue Serie

Am vergangenen Spieltag riss die unglaubliche Heimserie von Hannover 96 - bis zum 2:3 gegen Gladbach standen 22 Spiele zuhause ohne Niederlage in der Statistik. Gegen die Augsburger machten die Niedersachsen nun den ersten Schritt für eine mögliche neue Serie. Die Slomka-Elf gewann gegen den FC Augsburg mit 2:0, durch das die Fuggerstädter ans Tabellenende purzeln. Treffsicher für die 96er war Stürmer Diouf, der am Fünfer eine scharfe Hereingabe von Stindl über die Linie drückte. Der Vorlagengeber machte kurz vor Schluss mit dem zweiten Tor für Hannover den Sack zu - diesmal hatte Diouf aufgelegt.

Nürnberg stoppt den freien Fall

Siegtorschütze für den FCN: Timo Gebhart, Hanno Balitsch freut sich mit.
Siegtorschütze für den FCN: Timo Gebhart, Hanno Balitsch freut sich mit.
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Aus den vergangenen sechs Spielen ergatterte der 1. FC Nürnberg nur einen einzigen Punkt. Die Franken drohten im freien Fall durchgereicht zu werden, doch dann kreuzte der zuletzt wiedererstarkte VfL Wolfsburg bei der Hecking-Elf auf und verlor verdient mit 0:1. Nachdem Pekhart in der ersten Hälfte die beste Chance für den Club noch ausließ, machte es Gebhart im zweiten Durchgang wesentlich besser - per Flugkopfball sorgte der Ex-Stuttgarter für den 1:0-Siegtreffer. Nach zwei Siegen unter Lorenz-Günther Köstner (4:1 in Düsseldorf, 2:0 im Pokal gegen den FSV Frankfurt) mussten die Wölfe unter dem Magath-Nachfolger die erste Pleite hinnehmen.

Fürth lässt sich vom Frankfurter Blitzstart nicht beirren

Asamoah ärgert sich
Ein Punkt und trotzdem viel Ärger: Asamoah & Co. ließen in Frankfurt viele Chancen ungenutzt.
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Lange mussten die Zuschauer am Freitagabend im verregneten Frankfurt nicht auf den ersten Höhepunkt des Aufsteigerduells warten. Keine 30 Sekunden waren gespielt, als die Greuther Fürther nach einer Rode-Flanke nicht konsequent klärten und Meier die erste Chance prompt nutzte. Die Franken, die mit einem breiten Mittelfeld und ohne Edu im Sturm aufliefen, ließen jedoch den Kopf nicht hängen, nahmen die Zweikämpfe an und hätten von den Fehlern der Hessen profitieren können. Asamoah ließ nach katastrophalem Inui-Pass die Chance auf den Ausgleich jedoch liegen. Und Occean? Der Ex-Fürther vertändelte eine Chance erst leichtfertig, scheiterte kurz darauf mit einem klasse Schuss an Keeper Grün (35.).

Fürth kämpfte auch nach der Pause verbissen um den Ausgleich - und wurde schließlich belohnt. Einen glänzenden Konter schloss Stieber mit einem Heber in bester Messi-Manier ab (53.), beinahe wäre Asamoah nach Schnitzer von Anderson die Führung gelungen, hätte nicht Trapp seine Finger noch ans Leder gebracht (58.). Die Eintracht wirkte zu diesem Zeitpunkt fahrig, verunsichert und in der Defensive unsortiert, der starke Trapp musste gegen Fürstner (75.) und Sararer (86.) weitere Male sein ganzes Können zeigen. Auf der anderen Seite sorgte ein Rode-Schuss und eine Oczipka-Flanke für Aufregung. Ingesamt musste aber die Eintracht glücklicher mit dem Zähler sein als das Kleeblatt.

Bilder zu den Spielen
Alle spielen für die Bayern, nur Bayer nicht
Hunt
Die Faust des Siegers

Ersatz-Kapitän Aaron Hunt ging in Bremen voran. Hier jubelt der Mittelfeldakteur über den ersten seiner beiden Treffer beim 2:1-Erfolg gegen Mainz.
© Getty Images

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04.11.12
 
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