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29.10.2012, 14:42

Nürnberg: Modell Bremen als Vorbild

Bader stärkt Hecking den Rücken

Nur ein Punkt aus den letzten sechs Partien, seit vier Spielen nicht mehr ins gegnerische Tor getroffen. Die Talfahrt beim 1. FC Nürnberg fand trotz eines akzeptablen Auftritts bei Schalke 04 (0:1) eine Fortsetzung. Sportvorstand Martin Bader lässt sich von der aufkeimenden Unruhe aber nicht beeindrucken und stärkt Trainer Dieter Hecking den Rücken.

Dieter Hecking und Martin Bader
Club-Sportvorstand Martin Bader (re.) stützt Trainer Dieter Hecking.
© imagoZoomansicht

Als der Club in der Bundesliga zuletzt in vier aufeinanderfolgenden Partien keinen Treffer erzielen konnte, musste der Trainer gehen. Im Herbst 2009 setzte es für den neunmaligen Deutschen Meister ein 0:1 gegen den SC Freiburg, je ein 0:4 gegen Borussia Dortmund und den Hamburger SV sowie ein 0:3 gegen den 1. FC Köln. Anschließend war für den damaligen Coach Michael Oenning Schluss, Dieter Hecking übernahm das Zepter am Valznerweiher.

Fast exakt drei Jahre später trat nun eine ähnliche Situation ein und fast zwangsläufig gerät Dieter Hecking verstärkt in den Mittelpunkt der Kritik. Als am Samstag nach dem 0:1 auf Schalke einige Club-Anhänger die Sicherheitsabsperrungen überwanden und die planmäßige Abfahrt des Mannschaftsbusses hinauszögerten, wurde auch die Entlassung des Trainers gefordert.

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Martin Bader misst der Aktion keine allzu große Bedeutung bei: "Manchmal habe ich das Gefühl, das gehört dazu. Da leben einige ihren persönlichen Frust aus", so der Sportvorstand.

Der 44-Jährige erteilte einem von außen diktieren Aktionismus eine Absage und stärkt Hecking im kicker-Interview demonstrativ den Rücken: "Ich bin ein Fan des Langzeitgedächtnisses, das funktioniert bei mir bestens", umschreibt Bader sein Motto: "Dieter leistet seit bald drei Jahren hervorragende Arbeit, danach beurteile ich ihn", führte er weiter aus.

Hecking: "Ich bin ja nicht naiv"

Als Vorbild nennt er das "Modell Bremen" mit dem seit mehr als 13 Jahren amtierenden Duo Klaus Allofs und Thomas Schaaf. Aufkeimende Hektik und Unruhe will Bader mit "Argumenten" begegnen, wohl wissend, dass die beste Medizin immer noch Erfolgserlebnisse sind: "Und dabei bin ich der Letzte, der die Situation schönreden will, und weiß, dass wir auch Ergebnisse holen müssen", umschreibt er die Gesetzmäßigkeiten der Branche.

Auch Hecking selbst ist sich bewusst, dass er möglichst schnell den Bock umstoßen muss: "Ich bin ja nicht naiv. Wenn man weiter Niederlage an Niederlage setzt, dann wird die Stimmung auch mal gegen mich kippen", sagte der 48-Jährige am Sonntag in der TV-Sendung 'Doppelpass'. Einen Rücktritt schloss er aber aus: "Aber erst wenn ich merke, dass ich nur noch gegen Windmühlen kämpfen muss, macht es keinen Sinn mehr".

29.10.12
 

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weitere Infos zu Hecking

Vorname:Dieter
Nachname:Hecking
Nation: Deutschland
Verein:VfL Wolfsburg

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