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18.10.2012, 22:56

Hamburg: Kapitän will nicht von der Europa League sprechen

Westermann: "Wir sind gewarnt"

Erfolg mit dem HSV, zurück beim DFB - es läuft für Heiko Westermann. Der 29-Jährige spürt erstmals in zweieinhalb Jahren beim Hamburger SV Glücksgefühle. Doch der Kapitän will nicht von der Europa League sprechen, mahnt vielmehr vor zu großer Euphorie und erinnert an die Vorsaison.

Aufwärts: Es läuft derzeit für Hamburgs Kapitän Heiko Westermann.
Aufwärts: Es läuft derzeit für Hamburgs Kapitän Heiko Westermann.
© picture allianceZoomansicht

kicker: Herr Westermann, erstmals seit Ihrem Wechsel zum HSV im Jahr 2010 standen Sie wieder im DFB-Kader. Konnten Sie Ihre Rückkehr genießen oder überwiegt der Frust über das 4:4 gegen Schweden?

Heiko Westermann: Insgesamt würde ich persönlich von zehn schönen Tagen für mich sprechen - abgesehen von den letzten 30 Minuten. Aber trotz dieses Schockzustandes verbuche ich diese eineinhalb Wochen natürlich positiv.

kicker: Fühlen Sie sich bestätigt in Ihrer Geduld?

Westermann: Na klar. Ich habe immer betont, wenn wir als Mannschaft Konstanz in unsere Leistungen bekommen, sieht auch der Einzelne besser aus. Ich habe immer an meine Rückkehr in die Nationalmannschaft geglaubt. Dass es allerdings so schnell geht, hat mich überrascht. Ich hatte ein Gespräch mit dem Bundestrainer, ich bin wieder eine Alternative - und ich will natürlich jetzt dranbleiben.

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kicker: Dranbleiben ist auch das Stichwort für den HSV - was stimmt Sie zuversichtlich, dass anders als in der Vergangenheit auf ein Zwischenhoch nicht der nächste Absturz folgt?

Westermann: In der Tat war fehlende Konstanz in der Vergangenheit ein Problem. Bestes Beispiel ist unser Stuttgart-Spiel aus der Vorsaison. Wir waren gerade erst aus dem Keller raus und haben durch das 0:4 zu Hause den absoluten Knackpunkt erlebt. Aber jetzt sind wir weiter. Sowohl personell als auch mental. Wir müssen im Prinzip nur die Stabilität beibehalten, das Fußballerische kommt dann von allein, weil wir inzwischen so viel Qualität auf dem Platz haben.

kicker: Kann Stuttgart wieder zum Knackpunkt, dieses Mal in die andere Richtung, werden?

Westermann: Das geht mir zu weit. Wir wollen uns natürlich jetzt festbeißen mit einem Sieg, aber Sie werden von mir jetzt nicht hören, dass wir die Europa League angreifen.

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kicker: Weshalb nicht? Weil das Hamburg in der Vergangenheit nicht gutgetan hat?

Westermann: Weil wir noch nicht so weit sind. Ich denke, das war in Fürth deutlich zu sehen. Da haben wir nach unserer Führung das Fußballspielen eingestellt. Wir müssen wieder einen Gang hochschalten.

kicker: Zurück im DFB-Kader, zurück im ruhigen Fahrwasser - spüren Sie erstmals in zweieinhalb Jahren Hamburg Glücksgefühle?

Westermann: Das kann man so sagen, ja. Ich habe immer daran geglaubt, dass es hier richtig Spaß machen kann. Aber wir müssen mit derselben Leidenschaft weitermachen. Wir sind gewarnt aus der Vorsaison.

Interview: Sebastian Wolff

18.10.12
 

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