| Vorname: | Granit |
| Nachname: | Xhaka |
| Nation: | Schweiz |
| Verein: | Borussia M'gladbach |
| Geboren am: | 27.09.1992 |
"Mein Denken ist nicht das gleiche wie jenes in Mönchengladbach", hatte Xhaka am Donnerstag im Schweizer "Tages-Anzeiger" erklärt. "Nach meiner Ankunft hörte ich oft von den neuen Kollegen: 'Wir müssen hoffen, dass wir nicht absteigen.' Ich dachte: Was ist das für eine Mentalität? Das kannte ich von Basel her nicht, da ging es nur ums Siegen."
Eberl nahm die Kritik gelassen zur Kenntnis - schon allein, weil der Vergleich zwischen dem Schweizer Dauermeister und der Borussia hinke: "Der FC Basel gewinnt in der Schweiz fast jedes Spiel, der Klub ist dem Rest der Liga turmhoch überlegen", sagte der Sportdirektor auf der vereinseigenen Website.
Für Xhakas Unmutsäußerungen zeigte er dennoch Verständnis: "Granit ist erst 20 und gerade dabei, sich in einer großen Liga zu etablieren. Er ist ehrgeizig und vielleicht sauer, dass es nicht gleich so läuft, wie er sich das vorstellt. Damit habe ich kein Problem, denn wir wollen ja Spieler, die etwas erreichen wollen. Jeder im Verein will am liebsten jedes Spiel gewinnen. Der Wille allein reicht aber nicht, dazu gehört auch ein kluger Weg."
„ Auch letzte Saison waren die brillanten Fußballfeste eher die Ausnahme. “ Max Eberl
Konsequenzen muss Xhaka also ebenso wenig befürchten wie Angreifer Mike Hanke, der einen Tag vor dem befreienden 2:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt via Facebook veröffentlicht hatte, dass er erneut nicht im Kader stehen werde. "Wir haben mit Mike geredet und ihm deutlich gemacht, dass uns das nicht gefallen hat", erklärte Eberl nun noch einmal, dass das Problem intern gelöst wurde. "Es gab keine Geldstrafe oder so etwas."
Und wie sind die vergangenen Wochen sportlich zu bewerten? Nach sieben Spieltagen steht Gladbach mit neun Punkten da, was Platz zehn für den Vorjahresvierten bedeutet. In der Europa League gelang nur ein Remis in zwei Spielen, viele kicker-Leser glauben nicht an ein Weiterkommen. Eberl findet: "Nach den personellen Veränderungen im Sommer wussten wir, dass wir Zeit brauchen, bis sich die Mannschaft neu zusammengefunden hat. Deshalb bin ich mit dem Start nicht unzufrieden."
Dass gegen die Eintracht die zuvor verloren gegangene defensive Kompaktheit wieder Einzug in den Borussia-Park hielt, registrierte Eberl mit Erleichterung. Zuvor hatten die "Fohlen" zu oft hinten löchrig, vorne harmlos gewirkt. "Vielleicht wollten wir zu sehr den berauschenden Fußball der letzten Saison wiederholen", mutmaßt Eberl: "Aber auch letzte Saison waren die brillanten Fußballfeste eher die Ausnahme."