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06.10.2012, 12:54

Bremen: Nach Niederlage in Augsburg

Allofs: "Das ist ein Schockzustand"

Der Freitagabend lief aus Bremer Sicht alles andere als geplant. Mit einem blutleeren Auftritt ermöglichte das Team von Trainer Thomas Schaaf dem FC Augsburg den ersten Saisonsieg (3:1). Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs fand danach deutliche Worte und ärgerte sich vor allem über die schlechte Einstellung. Seiner Ansicht nach hätte sich kaum einer über eine Auswechslung beklagen können.

Klaus Allofs
Kritisierte die Einstellung in Augsburg: Klaus Allofs.
© imagoZoomansicht

Die junge Bremer Mannschaft wurde in dieser Saison schon reichlich gelobt. Doch nun muss das Team erstmal mit Kritik umgehen. So eine Leistung wie in der zweiten Halbzeit könne man sich "nicht leisten", kritisierte Schaaf. Doch an einem "rabenschwarzen Tag", wie Torhüter Sebastian Mielitz stöhnte, war eigentlich schon der Start der Anfang vom Ende. Tobias Werner traf gleich mit dem Kopf, was Allofs in Rage versetzte. "Nach 90 Sekunden steht es 1:0, ohne dass jemals ein Gegner Körperkontakt mit uns hatte", schimpfte er.

Auch der Freistoßtreffer von Kevin de Bruyne (19.) zum 1:1 war kein Wachrüttler. Augsburg beeindruckte mit Elan und Kompaktheit, siegte verdient durch weitere Tore von Stephan Hain (32.) und Daniel Baier (73.), der in seinem 68. Bundesligaspiel mit einem Freistoß ins Torwarteck seine Torpremiere feierte. "Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir nicht abrutschen", mahnte Werder-Profi Aaron Hunt.

"Für gewisse Fehler habe ich Verständnis, aber für das nicht. Man kann ein Spiel mal unglücklich verlieren, aber wir waren nicht in der Lage, Zweikämpfe zu gewinnen", kritisierte Allofs das Auftreten. "Das ist ein Schockzustand, den ich am liebsten aufarbeiten würde", sagte der Manager. Die Länderspielpause kommt zur Unzeit. "Ich würde jetzt am liebsten keinen weglassen." Insgesamt muss Werder in den kommenden Tagen 14 Spieler abstellen.

Allerdings möchte Allofs auch verhindern, dass man jetzt vorschnell nach sieben Punkten nach sieben Spielen alles in Frage stellt. "Wir können nicht nach jedem Spiel ein Fazit machen. Das war ein ganz, ganz schlechtes Spiel und ich bin extrem enttäuscht, dass wir nicht in der Lage waren, anders dagegenzuhalten. Aber wir müssen keine Schlüsse für die nächsten Wochen und Monate ziehen."

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Erst am 20. Oktober (18.30 Uhr) bekommt das Team gegen Borussia Mönchengladbach die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. "Ich hoffe, dass die, die unterwegs sind, auf andere Gedanken kommen. Und wir, die hierbleiben und trainieren, den Kopf freibekommen", glaubt Keeper Mielitz, dass die Pause auch einen positiven Effekt haben könnte.

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06.10.12
 

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