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07.10.2012, 20:40

7. Spieltag: Bayern stellt Startrekord ein - Fürth Letzter

Wieder ein Remis - Dortmund verliert den Anschluss

Das dramatische Verfolgerduell zwischen Hannover und Dortmund endete mit einer Punkteteilung. Genau wie der Vergleich zwischen Stuttgart und Leverkusen. Mönchengladbach bezwang Frankfurt und beendete die Sieglos-Serie. Siebtes Spiel, siebter Sieg: Die Bayern stellten den Bundesliga-Startrekord ein. Schalke betrieb mächtig Frustabbau. Die fränkische Bundesliga-Seele leidet derweil: Fürth verlor gegen den HSV auch sein viertes Heimspiel, Nürnberg kassierte in Freiburg die vierte Pleite in Serie. Mainz knackte Düsseldorfs Bollwerk.

Lewandowski fand einmal die Lücke in Hannovers Defensive.
Lewandowski fand einmal die Lücke in Hannovers Defensive.
© picture allianceZoomansicht

Borussia Dortmund verpasste den wichtigen Auswärtssieg im Verfolgerduell in Hannover. Lewandowski brachte den BVB in Führung. Nach einer überzeugenden Leistung im ersten Durchgang und der verdienten Führung der Dortmunder kämpften sich die Niedersachsen in der zweiten Hälfte ins Spiel und drängten auf den Ausgleich. Kurz vor Schluss gelang dem eingewechselten Diouf noch das 1:1, nachdem er vorher schon einmal kläglich freistehend gescheitert war. Nicht nur der Punktverlust schmerzt die Schwarz-Gelben: Mit Blaszczykowski, Hummels und Bender mussten drei Spieler verletzungsbedingt ausgewechselt werden: Kuba verletzte sich an der Syndesmose, weitere Untersuchungen folgen. Hummels zog sich eine eine Fußprellung zu, die nach seiner Aussage aber keinen Einfluss auf die kommenden Länderspiele haben sollte. Bender erlitt eine Prellung am Augapfel. Nach dem Spiel reihte sich auch noch Kehl ins BVB-Lazarett ein - der Kapitän musste mit zwei Stichen oberhalb des Auges genäht werden. Tabellarisch sieht es für den BVB auch eher mies aus: Mit neun Punkten Vorsprung in der Tabelle eilt Spitzenreiter Bayern München dem Meister davon.

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Ibisevic und Kießling treffen doppelt

Beim VfB Stuttgart sorgte der Dreier in Nürnberg nur kurz für Beruhigung. Nach dem 0:2 in der Europa League in Molde wurde die Kritik an Trainer Bruno Labbadia wieder lauter. Gegen Leverkusen sollte endlich der erste Heimsieg her. Doch Bayer-Stürmer Kießling machte einen Strich durch die Rechnung. Ibisevic hatte Kießlings Führung mit einem Doppelpack gekontert, doch der gebürtige Franke sorgte mit einem Kopfballtreffer für den Ausgleich. Mit elf Toren in den letzten sechs Spielen gegen die Schwaben avanciert der ehemalige Nationalspieler zum personifizierten Angstgegner des VfB.

Arango packt den Hammer aus

Dank des dritten Saisonsiegs klettert Borussia Mönchengladbach in der Tabelle ins Mittelfeld. Der VfL zeigte sich in der ersten Hälfte gegen Frankfurt effektiv in der Chancenverwertung und ließ gegen die anrennenden Hessen insgesamt kaum Torchancen zu. Arango erzielte die Führung bereits in der Anfangsphase mit einem herrlichen Fernschuss (8.) aus 30 Metern, als de Jong nachlegte, war noch keine halbe Stunde gespielt (24.). Die Eintracht fand bis zum Ende keine Mittel, die tiefstehenden Gladbacher in Verlegenheit zu bringen.

Bayern ungefährdet vorne

1899 Hoffenheim bleibt in München ein gern gesehener Gast. Die Bayern fuhren gegen die Kraichgauer am Samstag einen ungefährdeten 2:0-Erfolg ein und gewannen damit auch das fünfte Duell der beiden Klubs in der Allianz Arena. Überhaupt hat Hoffenheim in der Bundesliga noch nie gegen den FCB gewonnen (0/3/6). Durch den Sieg, den Ribery per Doppelpack auf den Weg brachte, stellten die Bayern den Bundesliga-Startrekord ein. Neben den Münchnern selbst (95/96) war es zuvor schon Kaiserslautern (01/02) und Mainz (10/11) gelungen, die ersten sieben Partien einer Saison zu gewinnen. Beim Wiesn-Besuch am Sonntag dürfte die Stimmung beim Rekordmeister wieder etwas besser sein als nach dem 1:3 in der Champions League gegen BATE Baryssau und den Heynckes/Sammer-Reibereien unter der Woche.

Auch auf Schalke herrschte unter der Woche dicke Luft: 2:0 in Düsseldorf verspielt (2:2), 2:0 gegen Montpellier verspielt (2:2). Nun wurde mal wieder Ex-Coach Felix Magath mit dem VfL Wolfsburg in Gelsenkirchen vorstellig. Und die "Wölfe", bei denen Lakic im Sturm begann, erwiesen sich für Schalke als hervorragender Aufbaugegner. Farfan köpfte vor der Pause die Führung, nach dem Wechsel erzielten Afellay und Neustädter ihre ersten Bundesligatore in königsblau. Während Schalke damit so gut startete wie seit zwölf Jahren nicht mehr, sind die Wolfsburger nach einer erneut schwachen Vorstellung, sechs sieglosen Auftritten in Folge und erst zwei Toren in sieben Spielen auf einem Abstiegsplatz angekommen.

Vierte Heimpleite: Fürth ist Letzter

Franck Ribery
Doppelpack: Ribery überwindet Casteels und hat nun ein Tor mehr im Bayern-Dress erzielt (45) als Franz Beckenbauer.
© Getty ImagesZoomansicht

Schlechter als der VfL steht in der Tabelle nur noch die SpVgg Greuther Fürth da, die nach dem Augsburger Erfolg gegen Bremen vom Freitag nun die "Rote Laterne" inne hat. Mit der ersten Chance der Partie brachte Son den Hamburger SV beim Gastspiel in Franken in Führung. Danach zeigten sich die Fürther, bei denen Asamoah von Beginn an stürmte, bemüht, waren letztlich aber erneut zu harmlos. Die größte Möglichkeit vergab Stieber frei vor Adler, auch dem glanzlosen HSV boten sich bei Kontern jedoch zahlreiche (ungenutzte) Gelegenheiten. Dennoch setzten die Hamburger ihren Aufwärtstrend (zehn Punkte aus vier Spielen) mit dem ersten Auswärtssieg seit März fort, Fürth verlor auch sein viertes Heimspiel und bleibt auf eigenem Terrain zudem ohne Tor.

Vierte Pleite in Serie: Beim Club zeigt die Tendenz nach unten

Bedrohlich ist die Tendenz auch beim zweiten fränkischen Bundesligisten: Der 1. FC Nürnberg - nach den Patzern von Nilsson und Marcos Antonio mit Mittelfeldmann Simons in der Innenverteidigung - kassierte in Freiburg die vierte Niederlage in Folge, der gute Start ist beim FCN wohl endgültig vergessen. Der Sportclub, zuletzt ebenfalls mit zwei Pleiten, war im ersten Durchgang die bessere Mannschaft und verdiente sich die 1:0-Pausenführung. Kurz nach dem Wechsel verpasste es die Streich-Elf, mit dem zweiten Tor für eine Vorentscheidung zu sorgen. Danach steigerte sich der Club und drängte auf den Ausgleich - musste jedoch noch zwei weitere Gegentore zum 0:3 hinnehmen.

Düsseldorf kassiert die erste Niederlage

Nikolce Noveski
Das Bollwerk geknackt: Noveski (Mi.) machte die erste Düsseldorfer Pleite perfekt.
© Getty Images

Das Düsseldorfer Bollwerk schien auch beim Auftritt in Mainz lange Zeit nicht zu überwinden zu sein. Die Fortuna war in der ersten Hälfte sogar besser als der FSV. Im achten Pflichtspiel der Düsseldorfer in dieser Saison stand es nach 45 Minuten jedoch zum sechsten (!) Mal 0:0. Nach dem Wechsel wurde Mainz stärker, fand jedoch kein Durchkommen - bis Noveski die 05er - nach Gelb-Rot gegen Fink inzwischen in Überzahl - nach einer Ecke von Ivanschitz in Führung köpfte. Der erste Auswärtsgegentreffer der Saison bedeutete für Aufsteiger Düsseldorf die erste Niederlage.

Augsburg feiert gegen Werder den ersten Saisonsieg

Augsburgs Kevin Vogt (li.) gegen Bremens Joseph Akpala
Rasante Auseinandersetzung: Augsburgs Kevin Vogt (li.) gegen Bremens Joseph Akpala.
© Getty ImagesZoomansicht

Einen rasanten Schlagabtausch lieferten sich am Freitagabend Augsburg und Bremen - mit dem besseren Ende für den FCA und damit verbunden dem ersten Saisonsieg der Fuggerstädter. Die legten einen Blitzstart hin. Werner sorgte für die erstmalige Führung in dieser Saison, doch das 1:0 bestärkte zunächst Werder. Die Schaaf-Elf konterte mit dem Ausgleich, doch darauf hatte Augsburg durch Hain die passende Antwort. Mit einem 2:1 ging es in die Pause, nach der sich Werder vergeblich um das 2:2 mühte. Die Ideen fehlten, Baiers erstes Saisontor - Mielitz machte bei dem Freistoß keine gute Figur - sorgte dann für die Entscheidung. Der SVW ergab sich in der Folge in sein Schicksal. Trainer Markus Weinzierl feiert seinen ersten Dreier im deutschen Oberhaus. Augsburg gibt vorerst die "Rote Laterne" ab und findet Anschluss an das hintere Mittelfeld, Bremen muss den Blick zunächst nach unten richten.

"Wiesn-Spiel" für die Bayern

07.10.12
 
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