| Vorname: | Huub |
| Nachname: | Stevens |
| Nation: | Niederlande |
| Verein: | FC Schalke 04 |

Zwar hoben Stevens wie auch Sportvorstand Horst Heldt die bedingungslose Unterstützung der Nordkurve hervor, die Pfiffe aus anderen Ecken der Schalker Arena wollten beide nach dem Heimsieg aber nicht einfach übergehen. "Klar, es ist legitim und das Recht der Fans zu pfeifen. Es ist nur schade und enttäuschend, weil es den Spielern nicht hilft, sondern sie verunsichert", urteilte Heldt. "Und es war sowieso ein von uns sehr nervös geführtes Spiel."
In der Tat hatten die Schalker spielerisch wenig geglänzt, nicht umsonst sprach Kopfball-Torschütze Lewis Holtby hinterher von einem "dreckigen Sieg". Das ernüchternde 0:2 gegen die Bayern vom Samstag war noch nicht vollständig abgehakt. "Das steckte noch in den Köpfen, das ist doch klar", sagte Stevens.
Und das galt auch für einige ungeduldige Schalke-Fans, die ihre Enttäuschung über Abspielfehler, Rückpässe und anderweitige missglückte Aktionen hörbar zum Ausdruck brachten. Vor allem Keeper Lars Unnerstall musste immer wieder Pfiffe ertragen, wollte das Thema anschließend aber nicht zu hoch hängen: "Man versucht, nicht darauf zu hören", meinte der Hildebrand-Vertreter bloß. "Ich kann damit leben."
„Das verunsichert die Mannschaft, und davon wird das Spiel nicht besser.“Klaas Jan Huntelaar über die Pfiffe einiger Fans
Stevens weniger. "Wir haben sehr viele junge Spieler. Und junge Burschen dürfen auch mal Fehler machen", gab der Niederländer zu bedenken. "Ich möchte gerne, dass sie von allen unterstützt werden." Zumal zehn Punkte aus fünf Spielen (Borussia Dortmund hat acht) mit einem sportlichen Tief nicht allzu viel zu tun haben. Entsprechend "unnötig" fand der glücklose Torjäger Klaas Jan Huntelaar die Unmutsbekundungen: "Das verunsichert die Mannschaft, und davon wird das Spiel nicht besser."
Hat die Niederlage gegen die Bayern am Ende mehr gekostet als drei Punkte? Holtby warnt: "Wir müssen als Verein zusammenstehen." Bewährungschancen dafür gibt es in den nächsten Tagen und Wochen zur Genüge. Düsseldorf, Montpellier, Wolfsburg, Dortmund, Arsenal - nicht umsonst schloss Stevens am Dienstagabend mit den Worten: "Wie heißt es doch so schön: Drei Punkte geholt, Mund abputzen und weitermachen."