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25.09.2012, 14:56

Frankfurt: Shootingstar träumt von der Königsklasse

Vertragsverlängerung? Rode lässt sich Zeit

Eintracht Frankfurt besticht in der laufenden Saison durch Geschlossenheit und doch ragt einer aus dem Kollektiv heraus: Sebastian Rode (21) ist der Shootingstar des Tabellenzweiten. Bis 2014 läuft der Vertrag des Mittelfeldstrategen - und dann? Rode selbst will sich Zeit lassen und darf das auch: Ein vorzeitiger Verkauf kommt für die sportliche Leitung nicht infrage.

Sebastian Rode
Begehrter Jung-Adler: Sebastian Rode, bester Spieler der bislang so starken Frankfurter Eintracht.
© imagoZoomansicht

"Wir sind uns im Klub einig: Rode hat noch einen Zweijahresvertrag, und in diesen beiden Jahren werden wir ihn nicht abgeben", machte Sportdirektor Bruno Hübner gegenüber der "Frankfurter Rundschau" klar. "Da sind wir nicht kompromissbereit und da wurde ein Riegel vorgeschoben."

Trainer Armin Veh hatte im Interview mit dem kicker (Montagsausgabe) gar seine eigene Zukunft an den Verbleib seiner Jungstars geknüpft. "Wenn mein Verein sich zu einem Verkauf von Rode oder Jung entschließen sollte, dann wäre das legitim. Nur würde ich diesen Weg nicht mitgehen."

Fraglich bleibt, wie gut die Karten der Eintracht sind, wenn Rode weiterhin auch nur annähernd so stark auftritt wie in den ersten vier Partien. Sein kicker-Notenschnitt von 1,75 wird unter den Feldspielern nur vom Hannoveraner Szabolcs Huszti (1,00) getoppt, der allerdings auch erst zweimal auflief. Beim jüngsten 2:1-Sieg in Nürnberg war Rode als Mittelfeldabräumer und -regisseur derart überragend, dass er vom kicker zum "Mann des Tages" gekürt wurde.

Und: Rode hat große Pläne - zu große für Frankfurter Verhältnisse. Unlängst verriet er im kicker-Interview: "Mein Ziel ist es, international zu spielen; auch in der Champions League. Gerade wenn ich bei der U 21 die anderen Jungs sehe wie Holtby oder Leitner, die schon Champions League gespielt haben. Diese Hymne beim Einlaufen zu hören - das hat schon was."

Er muss sich fragen: Welcher Eintracht-Spieler hat es denn bei einem anderen Verein geschafft?Bruno Hübner

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Trotz des perfekten Saisonstarts wird ihm das die Eintracht auf absehbare Zeit wohl eher nicht bieten können. Hübner setzt auf andere Argumente: "Er fühlt sich wohl hier, hat ein Trainerteam, das ihn besser gemacht hat und ihn in Zukunft weiterentwickeln wird. Er muss sich fragen: Welcher Eintracht-Spieler hat es denn bei einem anderen Verein geschafft?"

Es gebe "sehr gute Gespräche", berichtet der Sportdirektor zufrieden, "beide Seiten wollen die Verlängerung." Doch auch Hübner weiß: "Für die Karriereplanung von Rode ist das jetzt eine ganz entscheidende Phase. Da müssen wir von der Eintracht akzeptieren, dass er ein bisschen länger nachdenken will."

Und eilig hat es der U-21-Nationalspieler, von Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen kürzlich als bester Spieler seiner Amtszeit geadelt, beileibe nicht. "Natürlich weiß ich, dass der Verein hinter mir steht", sagte er dem kicker. "Aber es muss alles passen bei einer Vertragsverlängerung. Und noch habe ich ja zwei Jahre Vertrag. Beide Parteien suchen in aller Ruhe nach der passenden Lösung."

25.09.12
 

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