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26.09.2012, 21:55

Frankfurt trotzt dem BVB - FCB alleine vorne

HSV verspielt den Sieg - VfB und FCN völlig desolat

Am Mittwoch wollte der Hamburger SV bei Borussia Mönchengladbach den zweiten Dreier in Folge landen, doch in Überzahl kassierte die Fink-Elf in der Schlussphase den 2:2-Ausgleich. Bremen drehte den Spieß in Freiburg um und fügte dem SC die erste Heimpleite unter Christian Streich zu. Nürnberg präsentierte sich defensiv desolat und verlor in Hannover. Ebenso von der Rolle zeigte sich der VfB, der gegen Hoffenheim quasi chancenlos war. Leverkusen ließ in Augsburg nichts anbrennen und siegte 3:1.

Nach Kießlings "Nicht-Tor" rollt der Bayer-Express

André Schürrle
Eindeutige Geste: Leverkusens André Schürrle traf zum 3:0.
© Getty Images

Der FC Augsburg hatte sich gegen Bayer Leverkusen am Mittwochabend viel vorgenommen, um endlich den ersten Dreier einzufahren, doch der Schuss ging gewaltig nach hinten los: Gegen die Werkself verloren die Schwaben mit 1:3, schon zur Halbzeit hieß es 0:3. Allerdings geriet die Weinzierl-Elf durch ein wohl irreguläres Tor ins Hintertreffen, denn Kießlings Kopfball war nicht mit vollem Umfang hinter der Linie. Mit der Führung im Rücken spielte Leverkusen gekonnt nach vorne und baute durch Wollscheid und Schürrle den Vorsprung weiter aus. Im zweiten Abschnitt konnten die Augsburger zwar durch Werner verkürzen, doch zu mehr reichte es nicht für die Schwaben. Mit der vierten Niederlage und nur einem Zähler auf der Habenseite bleibt der FCA am Tabellenende hängen, die Bayer-Elf hingegen schiebt sich ins Mittelfeld vor.

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Hoffenheim stürzt VfB tiefer in die Krise

Konnte man bei Augsburg erwarten, dass es gegen den Abstieg geht, war dies beim VfB Stuttgart nicht zu erwarten. Die Labbadia-Elf kehrte zuletzt mit einem respektablen 2:2 aus Bremen zurück (nach 0:2-Rückstand) und wollte diesen Schwung mit ins nicht ganz echte Derby gegen Hoffenheim nehmen. In der Anfangsphase zeigte der VfB auch das offene Visier, doch nach Ibisevics vergebener Großchance tanzte Usami zur frühen Führung für die TSG, die die Stuttgarter komplett aus dem Konzept brachte. Die Kraichgauer konnten nun schalten und walten, wie sie wollten. In der Halbzeit sammelte sich der VfB, doch Niedermeier verstolperte gleich nach Wiederbeginnn den Ball im Vorwärtsgang und Joselu schloss den Konter zum 0:2 ab. Ab diesem Tor spielten die Kraichgauer nur noch auf Konter und nutzten die Fehler der Stuttgarter eiskalt aus. Johnson erzielte den 3:0-Endstand und schoss den VfB tiefer in die Krise, die Babbel-Elf dagegen feiert den zweiten Dreier in Folge und klettert.

HSV verspielt Führung in Überzahl

Rafael van der Vaart
Traf zum 1:0 und schoss einen Elfmeter an den Pfosten: Rafael van der Vaart.
© Getty ImagesZoomansicht

Der Hamburger SV wollte sich auch gegen die nächste Borussia drei Punkte holen. Nach dem überraschenden 3:2 gegen Borussia Dortmund musste die Fink-Elf bei Borussia Mönchengladbach allerdings mit einem späten 2:2 zufrieden sein. Den Hanseaten merkte man die breitere Brust nach dem BVB-Spiel deutlich an, dank van der Vaart kombinierte der HSV zielsicher nach vorne. Der Niederländer war es auch, der den Bundesliga-Dinosaurier mit einem Gewaltschuss vom Strafraumeck in Front schoss. Etwas überraschend glich die Borussia durch Stranzl noch vor der Pause aus, doch die Hamburger schlugen vor dem Gang in die Kabine durch Rudnevs erstes Saisontor zum 2:1 zurück. Im zweiten Durchgang flog dann Stranzl nach einer Notbremse an Ilicevic vom Platz - eine umstrittene Entscheidung -, doch van der Vaart schoss den Elfmeter an den Pfosten. In Überzahl wollte die Fink-Elf den knappen Vorsprung über die Zeit schaukeln, doch in der Schlussphase köpfte Dominguez noch den Ausgleichstreffer für die Fohlen.

Hunt dreht das Spiel in Freiburg

Bremen bleibt eindeutig Freiburgs Angstgegner. Zwar gingen die Breisgauer gegen Werder durch einen Kunstschuss von Schmid in Führung, doch Akpala und Hunt drehten den Spieß zugunsten der Schaaf-Elf noch um. Darüberhinaus verlor der SC unter Trainer Christian Streich das erste Heimspiel.

FCN-Defensive außer Rand und Band - Doppelpack Ya Konan

Ya Konan
Doppelpack in Hälfte zwei: Hannovers Ya Konan.
© Getty ImagesZoomansicht

Eigentlich starteten Hannover und Nürnberg beide gut in die Saison, allein am vergangenen Spieltag kassierten beide Mannschaften ihre ersten Niederlagen. Folglich war der Wille zur Wiedergutmachung angesagt, doch umsetzen konnten dies lediglich die Niedersachsen. Die Nürnberger zeigten sich insbesondere in der Defensive extrem anfällig und leisteten zur 1:4-Niederlage einen erheblichen Anteil. Stindl und Huszti vor der Pause sowie ein Doppelpack von Ya Konan nach dem Seitenwechsel zeichneten für die 96-Tore verantwortlich, für Nürnberg betrieb Chandler Ergebniskosmetik. Der Club aus Franken kassierte damit die zweite Niederlage in Folge, die Slomka-Elf dagegen klopft weiter oben an.

Eintracht trotz auch Dortmund

Anderson
Der Schlusspunkt in einer mitreißenden Partie: Frankfurts anderson (re.) köpft zum 3:3-Endstand gegen Dortmund ein.
© Getty ImagesZoomansicht

Der Höhenflug der Eintracht-Adler wurde abgebremst, dennoch schwebt der Aufsteiger weiterhin ungeschlagen in ungeahnte Höhen. Und es benötigte am Dienstagabend niemand Geringeren als den Deutschen Meister Borussia Dortmund, um den Hessen die ersten Punkte abzuluchsen. Beim ebenso spannenden wie spektakulären 3:3 (0:2) boten beide Teams beste Unterhaltung, auch wenn der BVB zum zweiten Mal Zähler liegen ließ. Dabei sah es zunächst nach einem Spaziergang des Klopp-Teams aus. Denn Piszczek (25.) per Billardtor und Reus (28.) schossen eine beruhigende 2:0-Pausenführung heraus.

Doch unmittelbar nach dem Seitenwechsel glichen Aigner (49.) und Inui (51.) binnen weniger Sekunden aus. Es entwickelte sich eine packende Partie mit offenem Visier, der Meister hatte in Person des eingewechselten Götzes (54.) zunächst die richtige Antwort parat. Doch auch die Veh-Elf hatte noch einen Pfeil im Köcher: Anderson - der sich beim 2:3 von Götze abkochen ließ - machte seinen Fauxpas in der 73. Minute mit seinem Kopfballtreffer wieder wett. Mit dem am Ende gerechten Remis können die Frankfurter sicher besser leben als die Dortmunder, die weiter Boden auf die Spitze verloren.

Mandzukic kennt kein Mitleid mit seinen Ex-Kollegen

Nutznießer des Frankfurter Remis' war der FC Bayern München, der nach dem lockeren 3:0 (1:0) gegen einmal mehr enttäuschende Wolfsburger nun alleine an der Spitze thront. Der Rekordmeister legte gegen die "Wölfe" los wie die Feuerwehr. Der Tabellenführer schnürte die Niedersachsen ein und ließ ihnen kaum einmal Luft zum Atmen. Die Partie kannte nur eine Richtung, und zwar in die des Wolfsburgers Tores. Schweinsteiger scheiterte zweimal am Pfosten (2., 18.), in der 24. Minute machte es der Nationalspieler dann besser und erzielte die hochverdiente Führung. Erst nach der Pause schraubte der FCB dann in Person des Ex-Wolfsburgers Mandzukic das Ergebnis nach oben. Der Kroate hatte in der 57. und der 65. Minute kein Mitleid mit seinen ehemaligen Kollegen. Das 3:0 war Ausdruck der Münchner Überlegenheit, Wolfsburg war sogar noch gut bedient. Der Rekordmeister baute damit seinen Startrekord aus: Fünf Spiele, fünf Siege, 17:2 Tore!

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Königsblau muss lange zittern

Der FC Schalke 04 siegte gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 3:0 (1:0) und gab damit die richtige Antwort auf das 0:2 am Wochenende gegen Bayern München. Allerdings mussten die Königsblauen lange Zeit um den Arbeitssieg bangen. Denn die Führung per Strafstoß durch Farfan (21.) schien eher die Rheinhessen zu beflügeln. Allerdings fehlte der Elf von Trainer Thomas Tuchel im Angriff die Durchschlagskraft. Erst im zweiten Durchgang erhielt S04 wieder Zugriff auf die Partie, zeigte sich aber ebenfalls lange Zeit fahrlässig im Umgang mit den Chancen. Erst Holtby beruhigte dann mit seinem Kopfballtreffer (!) in der 81. Minute die Nerven. Pukki zeichnete sich dann für den Endstand verantwortlich (89.). Schalke bleibt durch den dritten Dreier oben dran, Mainz musste nach dem ersten Saisonsieg wieder einen Rückschlag hinnehmen.

Düsseldorf weiter ohne Gegentor - Fürth weiter ohne Heimsieg

Eine relativ eindeutige Angelegenheit war das Aufsteigerduell im Fürther Ronhof zwischen der SpVgg Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf. Die Gastgeber offenbarten ungewohnte Schwächen in der Defensive, die die Rheinländer durch Fink (26.) und Ilsö (33.) eiskalt ausnutzten. Die Franken blieben nicht nur in der Abwehr, sondern auch in der Offensive vieles schuldig. Die Fortuna, die seit dem ersten Spieltag nicht mehr über einen eigenen Treffer jubeln durfte, brachte die drei Punkte in einer zweiten Halbzeit auf überschaubarem Niveau locker nach Hause. Das Meier-Team bleibt nicht nur weiter ungeschlagen, sondern überstand auch Partie Nummer fünf ohne Gegentor. Trainer Mike Büskens wartet mit seiner SpVgg dagegen weiter auf den ersten Sieg vor heimischem Publikum und auch auf den ersten eigenen Treffer im Ronhof.

Fotos zum fünften Spieltag
Tristesse beim VfB und FCA, FCB eilt davon, BVB rutscht aus
Joselu
Debüt-Tor

Der Spanier Joselu traf gegen den VfB zum zwischenzeitlichen 2:0 und dürfte diesen Abend so schnell nicht vergessen, war es doch sein erstes Tor in der Bundesliga überhaupt.
© Getty Images

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