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22.09.2012, 20:42

HSV beendet Bangen um seinen Rekord

Klopp: "Anfang, Mittelteil und Ende"

Die Superserie von Borussia Dortmund ist gerissen. Nach 31 Bundesliga-Partien ohne Niederlage musste der Deutsche Meister nach über einem Jahr mal wieder den Platz als Verlierer verlassen. Ausgerechnet beim Hamburger SV, der mit 36 ungeschlagenen Spielen am Stück den Bundesliga-Rekord hält. Während der Bundesliga-Dino über den ersten Sieg jubelt, analysierten die Westfalen offen ihre Fehler.

Thorsten Fink und Jürgen Klopp
Verkehrte Welt an der Alster: HSV-Coach Thorsten Fink jubelt, BVB-Trainer Jürgen Klopp (vo.) ist konsterniert.
© Getty ImagesZoomansicht

"Der Anfang, der Mittelteil und das Ende", antwortete BVB-Coach Jürgen Klopp auf die Frage nach den Gründen für die Niederlage. Besonders der Beginn hatte ihm überhaupt nicht gefallen: "Die Anfangsphase war schon richtig scheiße", wurde Klopp deutlich.

Denn bereits nach 120 Sekunden nahm das Unheil seinen Lauf. Hamburgs Koreaner Son konnte freistehend einköpfen, auch, weil Hummels nicht nur in dieser Situation desorientiert wirkte. "Wir wissen, dass wir heute sehr viel falsch machen mussten, um das Spiel zu verlieren - das haben wir leider", zeigte sich der Nationalverteidiger einsichtig: "Der HSV war besser als in den letzten Spielen, aber man muss klar sagen, dass das Spiel auf Grund unserer Fehler verloren wurde."

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Auch dem zwischenzeitlichen 2:1 durch Ilicevic (55.) sowie dem zweiten Son-Treffer in der 59. Minute gingen Unpässlichkeiten in der BVB-Abwehr voraus. So blieben die beiden Treffer durch Perisic (46., 60.) lediglich Ergebniskorrektur. Allerdings auch, weil die Westfalen einmal mehr sehr fahrlässig mit ihren Chancen umgingen. "Wir müssen sieben oder acht Tore schießen aus den Chancen, die wir haben, wenn man es hochnimmt", rechnet Hummels vor.

Van der Vaarts gelungenes Heim-Comeback

Gänzlich anders war natürlich die Stimmungslage beim Hamburger SV. Durch den überraschenden Sieg ist die Krise bei den Hanseaten vorerst beendet, eine Woche vor den großen Feierlichkeiten zum 125. Jubiläum in der kommenden Woche wirkte der Dreier für Spieler, Verantwortliche und Fans wie eine Erlösung. "Wenn das kein Frustlöser war, dann weiß ich auch nicht", sagte der erleichterte Kapitän Westermann.

Neben Son avancierte Rückkehrer van der Vaart zum Matchwinner. Der Niederländer bereitete die ersten beiden Treffer mustergültig vor und wies zudem einen großen Aktionsradius auf. Als er kurz vor Schluss gegen Jacopo Sala ausgetauscht wurde, verabschiedeten ihn die Fans mit Standing Ovations. Seine eigene Leistung wollte der 29-Jährige anschließend aber nicht in den Vordergrund stellen: "Wir wollten zeigen, dass wir eine Mannschaft sind", sagte der 13-Millionen-Euro-Einkauf.

 

Thorsten Fink fiel jedenfalls eine Zentnerlast von den Schultern, ausgelassen jubelte der HSV-Trainer nach dem Schlusspfiff. Der 42-Jährige sieht nun sogar in der englischen Woche Vorteile für seine Mannschaft: "Vielleicht ist es sogar ganz gut, dass es schon am Mittwoch in Mönchengladbach weitergeht. Wir brauchen unser Selbstvertrauen dorthin einfach nur mitzunehmen", so Fink.

Die unterlegenen Dortmunder müssen bereits einen Tag eher ran: Am Dienstagabend geht es gegen den noch ungeschlagenen Aufsteiger Eintracht Frankfurt.

22.09.12
 

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