
Darauf haben die Fans drei Jahre lang gewartet: Am Sonntag streifte sich van der Vaart wieder die Arbeitsbekleidung des HSV über, um am Training teilzunehmen. Rund 600 Fans verfolgten den ersten Auftritt des Hoffnungsträgers. Geduldig erfüllte der Niederländer die Autogrammwünsche der Anhänger, ehe er an der rund 90-minütigen Einheit teilnahm.
Und auf den Schultern des 29-Jährigen lastet ein immenser Druck. Der niederländische Nationalspieler soll den HSV aus der Krise führen. Die Schwächen in Defensive und Offensive, die auch beim 0:2 in Bremen zutage traten, machten deutlich, welche Herkulesaufgabe auf den Mittelfeldspieler wartet.
"Ihm muss man nicht viel erzählen. Ich hoffe, dass wir mit Rafael effektiver werden, dass er mal den Mund aufmacht, Tore schießt und vorbereitet", umriss Thorsten Fink das Anforderungsprofil an van der Vaart. "Er kann die Last aber nicht allein tragen, sie muss verteilt werden", fügte der HSV-Coach hinzu.
Damit liegt er auf einer Wellenlänge mit van der Vaart, der gleich bei seinem Antritt die Mitspieler in die Pflicht nahm. "Ich kann es nicht allein schaffen, alle müssen mithelfen. Aber ich will meinen Teil dazu beitragen, dass es für den HSV wieder nach oben geht", so der 29-Jährige.
Nicht mithelfen kann vorerst mit Milan Badelj ein weiterer Neuzugang. Der Kroate zog sich in Bremen eine Zerrung im Oberschenkel zu und fällt zunächst aus.
Mit dem Auftritt Badeljs war Fink zufrieden, auch Jiracek deutete an, die erhoffte Verstärkung sein zu können. Der Tscheche ging gegen den Nordrivalen keinem Zweikampf aus dem Weg, obwohl er mit einer Fußprellung spielte. Der Mittelfeldspieler, der aber vor dem 0:2 durch Petersen den Ball verlor, wird dennoch zur Nationalelf Tschechiens reisen, im Gegensatz zu van der Vaart, der von Bondscoach Louis van Gaal nicht berücksichtigt wurde.
Eine Nachricht, die an der Elbe für Freude sorgte. "Rafael fährt nicht zur niederländischen Nationalmannschaft. Das ist hervorragend", so Fink. Der alte und neue Taktgeber bei den Roten hat nun zwei volle Wochen Zeit, um sich für das Duell am 16. September bei Eintracht Frankfurt (17.30 Uhr) in Form zu bringen.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Bayern München | 9:1 | 6 |
| 2 | ![]() | Eintracht Frankfurt | 6:1 | 6 |
| 3 | ![]() | Hannover 96 | 6:2 | 4 |
| 4 | ![]() | FC Schalke 04 | 5:3 | 4 |
| 5 | ![]() | Fortuna Düsseldorf | 2:0 | 4 |
| 6 | ![]() | Borussia Dortmund | 3:2 | 4 |
| 7 | ![]() | Borussia M'gladbach | 2:1 | 4 |
![]() | 1. FC Nürnberg | 2:1 | 4 | |
| 9 | ![]() | Werder Bremen | 3:2 | 3 |
![]() | Bayer 04 Leverkusen | 3:2 | 3 | |
| 11 | ![]() | SpVgg Greuther Fürth | 1:3 | 3 |
| 12 | ![]() | VfL Wolfsburg | 1:4 | 3 |
| 13 | ![]() | 1. FSV Mainz 05 | 1:2 | 1 |
| 14 | ![]() | SC Freiburg | 1:3 | 1 |
| 15 | ![]() | Hamburger SV | 0:3 | 0 |
| 16 | ![]() | FC Augsburg | 1:5 | 0 |
| 17 | ![]() | 1899 Hoffenheim | 1:6 | 0 |
| 18 | ![]() | VfB Stuttgart | 1:7 | 0 |