Bayern stürmen den Ronhof - Wölfe beißen spät
Das Rennen ist eröffnet: Der Start in die 50. Saison
Hannover und Schalke boten am Sonntag im zweiten Durchgang beste Unterhaltung und teilten sich die Punkte. Nach dem erfolgreichen Auftakt von Dortmund gegen Werder zog der FC Bayern am Samstag bei Liganeuling Greuther Fürth mühelos nach. Gladbach ließ sich gegen Hoffenheim nicht beirren, Düsseldorf überraschte in Augsburg, Mainz und Freiburg teilten die Punkte. Der FCN sorgte beim HSV für hängende Köpfe. Am Abend überraschte Frankfurt gegen Leverkusen, Wolfsburg kam zu einem spektakulären Sieg in Stuttgart.

Viele verbissene Zweikämpfe: Stindl gegen Fuchs.
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Im einzigen Sonntagsspiel des 1. Spieltags standen sich Hannover 96 und der FC Schalke 04 gegenüber. Das Spiel begann zäh. Beiden Teams gelang es lange Zeit nicht, gefährlich in die Spitze zu gelangen. Doch kurz vor der Pause nahm die Partie Fahrt auf. Erst köpfte Neuzugang Felipe die Führung für 96 (43.), dann vergab Rückkehrer Andreasen das 2:0 denkbar knapp (45.). Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer ein mitreißendes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Erst drehten Huntelaar (52.) und Holtby (64.) die Begegnung zu Gunsten der Königsblauen, doch Nikci hatte bei seinem ersten Liga-Auftritt für die Niedersachsen noch eine Antwort (80.). Obwohl Schalke 04 über weite Strecken das Spiel bestimmte, sicherte sich die Slomka-Elf den Punkt, weil sie nach dem Rückstand das Tempo erhöhte.
Hanke rechtfertigt seine Aufstellung - Arango traumhaft
War es Nervosität? Die Angst vor dem Fehlstart? Abstimmungsprobleme? Fakt ist: In den Spielen am Samstagnachmittag warteten die Fans in allen fünf Stadien lange vergeblich auf Zählbares. Der Bann brach erst in der 33. Minute. Und zwar in Gladbach.
Dort traf einer, der nicht unbedingt in der Startelf erwartet wurde. Hanke erhielt den Vorzug vor de Camargo, zudem durften die Neuzugänge Dzaka und de Jong ran (Alvaro Dominguez fehlte mit Magen-Darm-Problemen). Bei der TSG liefen die neuen Kräfte Wiese, Delpierre, Volland und Derdiyok auf. Genauso wie in den anderen Arenen tat sich herzlich wenig in der Anfangsphase - bis Hanke nach Freistoßflanke von Arango den Kopf ans Leder brachte und in der langen Ecke versenkte. Allerdings staubte Firmino in der 66. Minute erfolgreich für die im Pokal beim Regionalligisten Berliner AK (0:4) unterlegenen Hoffenheimer ab (66.). Doch einen hatte Gladbach noch: Arango schlenzte einen Freistoß ins Toreck (79.), der erneute Ausgleich wollte der Babbel-Elf nicht mehr gelingen.
Fehlstart für Fürth - Bayern eine Nummer zu groß

Den richtigen Riecher im Ronhof: Thomas Müller traf vor der Pause zum 1:0 für die Bayern.
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Tor Nummer zwei fiel im Ronhof in der 43. Minute - zu Ungunsten des 52. Bundesligisten in der Geschichte der Liga. Die bissigen Greuther Fürther, mit Neuzugang Fall in der Sturmpitze, boten den Bayern lange Paroli, auch wenn der Rekordmeister die Partie dominierte. Bei der Heynckes-Elf musste ebenfalls eine Standardsituation herhalten: Müller staubte ab, nachdem Dante - neben Shaqiri und Mandzukic einer von drei Neuen in der Startelf - nach einer Ecke am auf der Linie stehenden Schmidtgal per Kopf gescheitert war. Mit der Führung im Rücken taten sich die Bayern nun ein wenig leichter, Mandzukic durfte sich in der 59. Minute über seinen ersten Bundesliga-Treffer im Bayern-Dress freuen, nachdem Grün zuvor einen Schuss von Robben pariert hatte. Mit etwas Glück traf dann auch noch der Niederländer nach einer von Nehrig abgefälschten Flanke zum 3:0-Endstand (78.).
Hamburger SV gegen 1. FC Nürnberg - bei diesem Duell hallte das vergangene Wochenende besonders nach. Den beiden Pokal-Fehlstartern war die Verunsicherung am stärksten anzumerken, die erste Hälfte hatte eine überschaubare Anzahl an Höhepunkten zu bieten. Die Torhüter Schäfer (gegen Westermann, 24.) und Adler bei einer Doppelchance (gegen Klose und Esswein) kurz vor der Pause bewiesen hingegen bei den wenigen Chancen in Hälfte eins eine starke Frühform. In der zweiten Hälfte setzten die Nürnberger den HSV immer mehr unter Druck, Balitsch brachte das Leder schließlich am starken Adler vorbei (68.). Schäfer hingegen war unüberwindbar. Bei einem weiteren Kopfball von Westermann lenkte er das Leder spektakulär an den Pfosten (72.), kurz vor Schluss rettete die Latte nach einem Kopfball von Jansen für den geschlagenen Keeper.
Caligiuri, Rosenthal und Mujdza hießen die Verletzten bei Freiburg. Mit Max Kruse durfte ein Neuer bei den Breisgauern ran, während Mainz gänzlich auf altbewährtes Personal setzte. Doch der eine Neuzugang auf dem Platz machte das, wofür er geholt wurde. In der 49. Minute behielt der ehemalige St. Paulianer allein vor Wetklo die Nerven. Eine glückliche Führung für den SCF, hatten doch die 05er in der ersten Hälfte die besseren Chancen. Es sollte aber auch nicht dabei bleiben. Ivanschitz nagelte einen Foulelfmeter (Schuster an Müller) in den Torwinkel, letztlich blieb es bei der gerechten Punkteteilung.
Schahin lehrt Augsburg das Fürchten

Fortune im Glück: Dani Schahin traf zweimal in Augsburg.
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Der FC Augsburg feierte zum Auftakt gleich ein Wiedersehen mit zwei Ex-Akteuren. Bellinghausen und Rafael erhielten von Fortuna-Trainer Norbert Meier das Vertrauen. Zur Startelf gesellten sich mit Giefer, Malezas und Voronin drei weitere neue Spieler, während beim FCA Ottl, Musona und Bancé mit dabei waren. Nach einer lahmen ersten Hälfte stand aber ein ganz anderer Neuzugang im Mittelpunkt: Der eingewechselte Düsseldorfer Schahin brachte in seinem halbstündigen Einsatz mit einem Doppelpack ordentlich Feuer in die Partie, beide Treffer waren eine Augenweide. Kruse hatte jeweils für die Rheinländer vorbereitet. Ein ganz bitterer Start für die Augsburger, die spätestens nach dem Treffer zum 0:2 geschockt wirkten.
Jede Menge Chancen und Aufregung in Frankfurt
Im ersten Abendspiel der Saison zwischen Frankfurt und Leverkusen sorgte der Teilausschluss für einige leere Ränge. Die Eintracht, mit sieben neuen Gesichtern in der Startelf, zeigte keinerlei Berührungsängste, geriet in einer durchweg chancenreichen Partie dennoch nach Kießlings Abstauber in Rückstand (30.). Im Fokus stand wiederholt Referee Kinhöfer: Erst erkannte er Aigner einen Treffer ab (23.), und als er nach Foul von Keeper Leno an Meier nicht auf den Elfmeter-Punkt zeigte (38.), kochten die Frankfurt-Fans (genauso wie an der Außenlinie Trainer Veh) vor Wut. Allerdings hätte Kinhöfer auch Anderson vom Platz stellen können (35.). In der 57. Minute jubelte die Eintracht dann doch - Inui scheiterte zwar an Leno, Aigner war im Nachschuss aber erfolgreich. Beide Teams hatten danach jede Menge Chancen - doch wieder trafen die Hessen. Eine Koproduktion der eingewechselten Celozzi und Lanig, der schulbuchmäßig einköpfte (81.), machte den Überraschungssieg möglich.
Blackout von Ibisevic - und die Strafe von Dost
Pokal, Europa League-Qualifikation, dazwischen der Bundesliga-Auftakt. Da sich der VfB Stuttgart schon zu Beginn der Saison im Dauerstress befindet, wurde die Partie gegen Wolfsburg auf den späten Samstagabend verlegt. Im Duell der schwäbischen Sparfüchse (nur Torun und Hoogland wurden verpflichtet, wovon letzterer auflief) gegen spendable Wölfe (fünf Neue in der Startelf) hatte der VfL in der ersten Hälfte die besseren Chancen, Olic köpfte in der 34. Minute haarscharf vorbei. Nach Wiederanpfiff wusste sich der VfB zu steigern, vor allem in der Endphase entwickelten die Schwaben Druck, ohne aber zwingend zu werden. Vieles deutete auf eine Nullnummer hin. Von wegen! Nach dem harten, aber fairen Einsteigen von Pogatetz gegen Ibisevic im Strafraum gab's zum Entsetzen des VfL Elfmeter, der Bosnier trat selbst an. Doch der VfB-Angreifer verschoss nicht nur, er traf zu allem Überfluss auch das leere Tor beim Nachschuss nicht. Die VfB-Fans konnten es nicht fassen - aber es kam noch schlimmer: Dost köpfte kurz vor Schluss völlig ungedeckt ein, perfekt war der unerwartete Sieg der Wölfe.
Götze braucht nur wenig Anlaufzeit

Dortmunds Matchwinner Götze ist schneller als Bremens Gebre Selassie und erzielt das Siegtor.
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Der Auftakt ist gelungen. In einem flotten und abwechslungsreichen Spiel startete Borussia Dortmund am Freitagabend mit einen 2:1 (1:0)-Erfolg gegen Werder Bremen in die 50. Saison der Bundesliga. Allerdings stand der Sieg des Deutschen Meisters lange Zeit auf des Messers Schneide. Bis zum 1:0 durch Neuzugang Reus waren die Hanseaten die bessere Elf. Den Rückstand mussten sie allerdings erst einmal verdauen, der BVB verpasste es in dieser Phase nachzulegen. Denn anschließend gestaltete Bremen die Partie offen, Arnautovic scheiterte am Pfosten.
Auch nach dem Seitenwechsel begegneten sich die Kontrahenten auf Augenhöhe, allerdings bot der zweite Durchgang lange Zeit bei weitem nicht mehr so viele Höhepunkte wie Abschnitt eins. Doch dann bestrafte Bremens Gebre Selassie mit seinem Kopfballtreffer in der 75. Minute den in dieser Phase zu passiven Deutschen Meister. Der hatte aber in Person von Götze noch eine Antwort parat: Der kurz zuvor eingewechselte Nationalspieler traf in der 81. Minute zum 2:1-Endstand.
Bilder zum 1. Spieltag
Bayern startet souverän, auch Fortuna siegt
Lockenkopf trifft per Kopf
Hannovers Neuzugang Felipe hat soeben die Führung für seine Elf erzielt und wird von seinen Kameraden liebkost.
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