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09.07.2012, 12:05

Frankfurt: Zwei Millionen für den Kroaten?

Schildenfeld soll Anderson finanzieren

Eintracht Frankfurt baut noch am Kader für die kommende Saison. Dabei ist noch offen, welche Innenverteidiger in der nächsten Saison zur Verfügung stehen. Die Hessen erwägen einen Verkauf von Gordon Schildenfeld. Ein Interessent hat bereits angeklopft. Mit dem möglichen Transfererlös soll dann die Weiterbeschäftigung von Anderson finanziert werden.

Gordon Schildenfeld (links) und Anderson
Werden wohl nicht mehr Seite an Seite verteidigen: Gordon Schildenfeld (links) und Anderson.
© imagoZoomansicht

Am Samstag weilte Max Hagmayr den ganzen Tag im Eintracht-Trainingslager in Windischgarsten in Oberösterreich. Das war nicht weiter verwunderlich, weil das Quartier nicht allzu weit vom Heimatort des Spielerberaters in Linz entfernt liegt und schließlich über die Weiterbeschäftigung von Erwin Hoffer (25) verhandelt werden muss. Soweit die offizielle Version.

Inoffiziell arbeiten Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner und Hagmayr intensiv an einem Verkauf von Gordon Schildenfeld (27) an Dynamo Moskau. Der russische Erstligist will sich den kroatischen Nationalverteidiger, der bei der EURO ansprechende Leistungen zeigte, zwei Millionen Euro kosten lassen.

Damit ginge Hübners Masterplan auf. Die Frankfurter hofften darauf, Schildenfeld nach einer erfolgreichen Europameisterschaft gewinnbringend verkaufen zu können. Die Erwartungen der Eintracht in der 2. Liga hatte er nicht wirklich erfüllt. Vor einem Jahr hatte Frankfurt rund eine Million Ablöse an Sturm Graz gezahlt.

Das erste erwirtschaftete Transferplus will Hübner dazu nutzen, möglichst schnell die Weiterbeschäftigung von Anderson (24) in die Wege zu leiten. Der brasilianische Abwehrspieler musste nach einem Jahr Ausleihe zu Borussia Mönchengladbach zurückkehren, weil sich die Frankfurter mit dem Verein nicht über die Ablösemodalitäten beziehungsweise eine weitere Ausleihe einigen konnten. Jetzt könnte es ganz schnell gehen, zumal Trainer Armin Veh (51) weitgehend ohne funktionierende Innenverteidigung dasteht. Nachdem Martin Amedick (29, Erschöpfungssyndrom) bis auf Weiteres ausfällt, steht für die beiden Positionen in der Abwehrzentrale nur Heiko Butscher (31) zur Verfügung.

Zum Thema Schildenfeld wollen Hagmayr und Hübner keinen Kommentar abgeben. Was die Verhandlungen mit Hoffer betrifft, sagt der Spielberater nur, "es gibt noch keine Einigung. Wir werden zeitnah erneut miteinander sprechen".

Schlechte Erfahrungen mit Dynamo Moskau

Bei der Eintracht herrscht nun die Befürchtung, dass der Schildenfeld-Transfer noch platzen könnte. Gerade in Bezug auf Dynamo Moskau hat Eintrachts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen (63) sehr unangenehme Erfahrung gemacht. Im Januar 2011 schien der Wechsel von Caio dorthin klar, bevor Dynamo nach der sportmedizinischen Untersuchung einen Rückzieher machte. Was sich übrigens ähnlich wiederholte.

Nachdem sich der Wunsch des 26 Jahre alten Brasilianers, nach dem ausgelaufenen Vertrag in Europa eine neue Anstellung zu finden, nicht realisieren ließ, schien die Rückkehr in die Heimat zu Figueirense FC perfekt. Doch nach der sportärztlichen Untersuchung nahm der Klub Abstand, "weil es zwei Monate dauern würde, bis Caio fit wird", wie der Verein auf der Homepage verlauten ließ. Die vergangenen Jahre war Caio immer wieder aufgefallen, weil er den Laktattest nicht geschafft hatte...

Michael Ebert

09.07.12
 
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zum Thema

weitere Infos zu Schildenfeld

Vorname:Gordon
Nachname:Schildenfeld
Nation: Kroatien
Verein:Dinamo Zagreb
Geboren am:18.03.1985

weitere Infos zu Anderson

Vorname:Anderson
Nachname:Soares de Oliveira
Nation: Brasilien
Verein:Eintracht Frankfurt
Geboren am:10.01.1988

weitere Infos zu Amedick

Vorname:Martin
Nachname:Amedick
Nation: Deutschland
Verein:SC Paderborn 07
Geboren am:06.09.1982

weitere Infos zu Butscher

Vorname:Heiko
Nachname:Butscher
Nation: Deutschland
Verein:VfL Bochum
Geboren am:28.07.1980