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08.07.2012, 17:14

Dortmund: Keine Sonderrolle für Reus

Klopp: "Eine Neid-Debatte kann ich nicht ausschließen"

"Wer das große Ganze gefährdet, der kann gehen": Jürgen Klopp hat einmal mehr betont, wie wichtig ihm der Teamgedanke bei Borussia Dortmund ist. Auch Marco Reus, mit 17,1 Millionen Euro teuerster Sommer-Neuzugang in der Bundesliga, gesteht der BVB-Coach deshalb keine Sonderrolle zu - kann Neid-Diskussionen wie früher jedoch nicht ausschließen.

Jürgen Klopp
"Bei uns gibt es keinen Marcio Amoroso mehr": BVB-Trainer Jürgen Klopp hat klare Prinzipien.
© imagoZoomansicht

Dass Klopp bei aller Lockerheit knallhart durchgreifen kann, ist bekannt. Und so sagt er in der "Welt am Sonntag" angesprochen auf eine mögliche Neid-Debatte angesichts der hohen Ablösesumme von Neuzugang Marco Reus: "Grundsätzlich kann ich so etwas nicht ausschließen. Aber der Unterschied zu früher ist, dass ich jemanden, der so etwas anzettelt, nicht mehr mitspielen lassen würde."

Dieser "hätte den Gedanken, der hinter unserer Mannschaft steht, nicht verstanden", so Klopp. "Dann müsste man sich trennen." Konsequenz, die beim BVB nicht immer herrschte: "Bei uns gibt es keinen Marcio Amoroso mehr, der einen eigenen Physiotherapeuten und einen eigenen Arzt mitgebracht hat. So etwas wird hier nicht mehr vorkommen. Wer das große Ganze gefährdet, der kann gehen."

Unser Spiel wird sich ein bisschen verändern.Jürgen Klopp

Rekord-Sommerneuzugang Reus sei zwar sein "Geld wert", brauche deswegen aber noch lange keine Sonderstellung: "Er will sie nicht, und ich vergebe sie nicht", betont Klopp, der gleichzeitig ein wenig Druck von den Schultern des 23-jährigen Ex-Gladbachers nimmt: "Er muss nicht im ersten Spiel vier Tore schießen. Wir wollen ihm helfen, ihn zu dem Spieler zu machen, den wir in ihm sehen. Und das ist ein noch besserer Spieler als der, der er in Mönchengladbach schon war."

Wo und wie Klopp Reus in seine Elf einbaut, ist noch ungewiss, die simple Eins-zu-eins-Beerbung von Shinji Kagawa (zu Manchester United) ist aber nicht zu erwarten. "Unser Spiel wird sich ein bisschen verändern", kündigt der Meistercoach an. "Doch ich sehe darin auch eine Chance, auf Sicht einen größeren Variantenreichtum in unser Spiel zu bekommen."

Grundsätzlich herrsche unter seiner Regie das totale Leistungsprinzip: "Es ist meine Verpflichtung als Trainer, immer den Spieler zu bringen, der am besten drauf ist. Im Fußball gibt es nur ein Prinzip, und das orientiert sich nicht an Ablösesummen, sondern an der Leistung." Keiner werde spielen, weil er vorige Saison gut war, hatte Klopp unlängst schon klargestellt.

"... das ist der Unterschied zu Bayern München"

Ob der Kader des BVB im Vergleich zur Double-Saison stärker oder schwächer ist, wird kontrovers diskutiert, die Zielsetzung allerdings wurde nicht nach oben geschraubt - die Champions-League-Qualifikation ist oberste Devise. Klopps Begründung: "Wir wären dämlich, wenn wir nach zwei Jahren, in denen wir für extremen Aufwand besonders hohen Ertrag bekommen haben, glauben sollten, dass das jetzt immer so laufen würde."

Die Titelverteidigung wäre "Zubrot": "Wir sind, obwohl wir zweimal hintereinander Meister geworden sind, ein Verein, der Erfolg nicht nur über den Meistertitel definiert", erklärt Klopp. "Das ist der Unterschied zu Bayern München."

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© Getty Images / Imago / picture alliance

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weitere Infos zu Klopp

Vorname:Jürgen
Nachname:Klopp
Nation: Deutschland
Verein:FC Liverpool

weitere Infos zu Reus

Vorname:Marco
Nachname:Reus
Nation: Deutschland
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:31.05.1989

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