| Vorname: | Markus |
| Nachname: | Weinzierl |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | FC Augsburg |

Ende April hätte kaum einer für möglich gehalten, dass Augsburg trotz des überraschenden (und vorzeitigen) Klassenerhalts bald darauf einen neuen Trainer präsentieren würde. Doch nun ist Jos Luhukay Vergangenheit und Weinzierl Gegenwart. Der neue FCA-Coach weiß allerdings um die "großen Fußstapfen", in die er tritt. "Aber ich traue mir das zu."
Sportmanager Manfred Paula erklärte, Weinzierl sei "mit das beste, was wir kriegen konnten. Er ist in der Lage, ein Kollektiv zu formen und es aufrechtzuhalten. Das wird auch die Zielsetzung für die neue Saison sein, über das Kollektiv erfolgreich zu sein. Dafür ist Weinzierl mit der beste Mann am Markt. Wir sind überzeugt von unserem Trainer, er bringt viele Qualitäten mit."
Und einen neuen Spieler: Rechtsverteidiger Ronny Philp folgt Weinzierl von Regensburg nach Augsburg. "Die Verpflichtung ist erfolgt, und das relativ früh in der Saison. Das habe ich zu verantworten", sagte FCA-Präsident Walther Seinsch, der jedoch noch die Einschätzung des nach dem letzten Saisonspiel zurückgetretenen Ex-Coach Jos Luhukay abwarten wollte. "Hätte Luhukay ihn nicht gewollt, so hätten wir ihn ausgeliehen. Das ist jetzt ja nicht mehr der Fall und deshalb stößt Philp im Sommer zu uns." Philp, so Weinzierl, "war in der dritten Liga der auffälligste Spieler. Der hat das Potenzial und ist eine gute Verpflichtung."
Gute Erfahrungen hat Augsburg auch mit Jo-Cheol Koo gemacht. Der Südkoreaner vom VfL Wolfsburg wechselte im Winter auf Leihbasis in die Fuggerstadt, fünf Tore und zwei Vorlagen gingen auf sein Konto. "Wir wollen Koo wieder haben", ließ Seinsch keinen Zweifel. "Wolfsburg weiß das und Koo würde sehr gern zurückkommen", sagte er. Allerdings müsse man sich gedulden, bis Wolfsburg seinen Kader sortiert habe. "Wir haben ein Angebot hinterlegt, ihn zu leihen. Wir strecken uns bis zur Decke", sagte Seinsch.
Seinsch wird einige positive Zeichen setzen müssen, um die Fans zu versöhnen. Am Abend erwartet ihn in der SGL-Arena eine turbulente Aussprache mit den Klubmitgliedern, die ihm die Umstände des Abschieds von Luhukay noch nicht verziehen haben. Als Weinzierl vorgestellt wurde, wollte Seinsch über die Vergangenheit nicht sprechen, "aus Respekt vor unserem neuen Trainer".