| Vorname: | Levan |
| Nachname: | Kobiashvili |
| Nation: | Georgien |
| Verein: | Hertha BSC |
| Geboren am: | 10.07.1977 |

Mit aller Macht waren die Berliner gegen die Zwei-Spiele-Sperre für Kobiashvili vorgegangen, die diesem nach einem Foul gegen Eren Derdiyok auferlegt worden war. Auch eine erste Zurückweisung des Einspruchs nahm Hertha BSC nicht hin und legte postwendend erneut Widerspruch ein.
Das finale Urteil erging am heutigen Donnerstag und bot keine Besserung. Das Strafmaß bleibt bestehen, Kobiashvili muss gegen Schalke den Rest seiner Sperre absitzen. Goetz Eilers, der Vorsitzende des Bundesgerichts, bezog sich bei der Urteilsbegründung auf das Vereiteln einer Torchance bei der geahndeten Aktion des Georgiers: "Dies führt nach ständiger und nicht aufgegebener Rechtsprechung zu einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen, da der verhängte Elfmeter anschließend nicht zum Torerfolg führte." Der Gesperrte blickte nach vorne: "Dann muss ich die Jungs eben jetzt mental einstimmen."
Auf Kobiashvili muss Otto Rehhagel also erneut verzichten, zwei Rückkehrer taugen jedoch als Hoffnungsträger. Als der Flieger mit dem Hertha-Tross am Mittwoch von Berlin-Tegel nach Düsseldorf abhob, waren zwei an Bord, auf die Hertha zuletzt verzichten musste: Roman Hubnik (Außenbandanriss im Knöchel) und Christoph Janker (Leistenprobleme und Magen-Darm-Infekt) zählten zum Kader, der sich drei Tage vor dem Schalke-Spiel im Hotel Schloss Goldschmieding in Castrop-Rauxel einquartierte. Weit weg von der Hauptstadt schwört sich der am Abgrund taumelnde Klub auf seine letzte Chance ein. "Die Konzentration steigern" und "die letzten Reserven mobilisieren" will Trainer Otto Rehhagel - und am Samstag "eine Truppe auf den Platz bringen, die ums Überleben kämpft."
Inwieweit Hubnik und Janker dabei wirklich helfen können, bleibt abzuwarten. Während Hubnik am Donnertstagvormittag erneut nur eine Laufeinheit absolvierte ("Es wird immer besser"), waren beide Innenverteidiger bei der Nachmittagseinheit voll mit dabei und konnten sich in einem Spiel wieder eingewöhnen. Die Alternativen in der Innenverteidigung sind ohnehin rar gesät. Sebastian Neumann (Oberschenkelprellung) ist gar nicht erst mitgereist. Maik Franz, André Mijatovic und Fabian Lustenberger fehlen allesamt langfristig. "Eine solche Anhäufung von unglücklichen Umständen habe ich noch nie erlebt", bemerkte Rehhagel.