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22.04.2012, 16:17

Neue Eskalationsstufe

FC-Hooligans überfallen und verletzen Kadlec

Die Gewaltausbrüche Kölner Fans eskalieren. In der Nacht zu Sonntag überfielen polizeibekannte Gewalttäter aus dem FC-Umfeld den Leverkusener Michal Kadlec und brachen ihm die Nase. Der Bayer-Profi reagierte geschockt auf den brutalen Übergriff, der vor einer Kölner Diskothek stattgefunden hat. "So etwas hatte ich absolut noch nie erlebt, weder in Köln noch in meiner Heimat Tschechien", sagte der 27-Jährige. FC-Geschäftsführer Claus Horstmann entschuldigte sich öffentlich.

Michal Kadlec wurde von Hooligans angegriffen und verletzt.
Michal Kadlec wurde von Hooligans angegriffen und verletzt.
© picture allianceZoomansicht

Die berüchtigten Hooligans des 1. FC Köln haben wieder zugeschlagen. Nach zwei Attacken auf Fanbusse von Borussia Mönchengladbach lauerten zwei Chaoten dem tschechischen Abwehrspieler Michal Kadlec von Bayer Leverkusen vor einer Disco auf und brachen ihm das Nasenbein. Die Kölner Polizei bestätigte dem SID am Sonntag den entsprechenden Bericht des Kölner Express.

"Ich war perplex. Meine Nase hat sofort stark geblutet, und meine Freundin war geschockt. Die Männer hatten sich als FC-Fans zu erkennen gegeben, mich kurz beleidigt. Und dann spürte ich schon einen heftigen Schlag. So etwas hatte ich absolut noch nie erlebt, weder in Köln noch in meiner Heimat Tschechien", sagte Kadlec, der mit einigen Teamkollegen die Discothek nach dem 1:0-Sieg bei 1899 Hoffenheim besucht hatte.

Bruno Ethen, Dienstgruppenleiter der Kölner Polizei, bestätigte auf SID-Anfrage den Sachverhalt, dass zwei Männer den Spieler angegriffen haben und diesem die Nase gebrochen haben. Details würden zu diesem Zeitpunkt nicht veröffentlicht. Zwei Männer, die als "Gewalttäter Sport" einschlägig bekannt waren, wurden laut Express als Täter ermittelt.

Im Krankenhaus war bei Kadlec am Sonntagmorgen ein Nasenbeinbruch festgestellt worden. Am Montag soll er in Köln operiert werden. "Ich möchte trotzdem gegen Hannover mit einer Gesichtsmaske spielen - wenn es irgendwie geht", sagte der 27-Jährige.

Bayers Mediendirektor Meinolf Sprink war angesichts der neuen Eskalationsstufe fassungslos. "Wo sind wir eigentlich? Es ist nicht akzeptabel, dass ein unbescholtener Mensch mit seiner Freundin eine Disco verlässt und dann eins auf die Nase bekommt, und das auch noch von Wildfremden", sagte Sprink dem SID. Das habe jedoch "mit dem 1. FC Köln gar nichts zu tun. Diese Leute sind dort sicher auch nicht gern gesehen."

FC-Geschäftsführer Claus Horstmann reagierte auf den tätlichen Übergriff und entschuldigte sich. "Ich habe am Sonntag von dem Vorfall erfahren und unmittelbar danach Wolfgang Holzhäuser kontaktiert, um mich im Namen des 1. FC Köln bei Michal Kadlec und bei Bayer 04 Leverkusen für diesen tätlichen Angriff ausdrücklich zu entschuldigen", erklärte er. "Wir werden auch das direkte Gespräch mit Michal Kadlec suchen, um uns bei ihm persönlich zu entschuldigen und ihm unser Bedauern über diese hässliche Tat auszudrücken. Dazu bieten wir unsere Hilfe bei der Strafverfolgung an und werden umgehend prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten wir ausschöpfen können. Es darf nicht sein, dass sich Spieler anderer Vereine in Köln nicht frei bewegen können und attackiert werden, nur weil sie bei einem Ligakonkurrenten Fußball spielen. Wir verurteilen diese Tat aufs Schärfste."

FC-Hooligans hatten erst kürzlich nach dem Derby in Mönchengladbach (0:3) erneut einen Fanbus mit Anhängern des Erzrivalen angegriffen. Der Bus eines belgischen Fanklubs wurde zunächst von zwei Fahrzeugen ausgebremst und dann von vermummten belgischen Köln-Fans mit bengalischen Feuern und Steinen attackiert.

Schon Anfang März hatten auf der Autobahn A3 mehrere Fahrzeuge mit gewaltbereiten Kölner Anhängern versucht, einen Bus mit Gladbach-Fans abzudrängen und auszubremsen. Auf dem Rastplatz Siegburg-Ost griffen dann vermummte Personen den Bus an, woraufhin der Busfahrer die Flucht in Richtung Köln ergriff.

22.04.12
 

kicker-sportmagazin

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