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18.04.2012, 12:02

Nach der TV-Rechtevergabe

Bruchhagen fordert Oberhaus mit 20 Klubs

Der neue TV-Vertrag bringt der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in den Jahren 2013 bis 2017 Rekord-Erlöse. Vorstandschef Heribert Bruchhagen vom Zweitligisten und designierten Erstliga-Rückkehrer Eintracht Frankfurt ist der Meinung, dass die über 50-prozentige Steigerung der Einnahmen eine Aufstockung des Oberhauses von 18 auf 20 Klubs zur Folge haben muss.

Heribert Bruchhagen
Mehr Geld = mehr Vereine: Heribert Bruchhagen fordert eine Aufstockung der Bundesliga.
© imagoZoomansicht

"Ab 2013 steht der Bundesliga viel mehr Geld zur Verfügung, dem sollten wir im Sinne der Zuschauer auch Rechnung tragen. Denn der Steuerzahler hat in den vergangenen Jahren 30 bis 40 neue Fußball-Stadien mitfinanziert, gleichzeitig steigen möglicherweise aber Mannschaften wie der 1. FC Kaiserslautern, Hertha BSC und der 1. FC Köln ab, obwohl diese Teams immer ein ausverkauftes Stadion haben", sagte Bruchhagen gegenüber dem SID. Und wurde noch konkreter: "Das ist doch lachhaft. Deshalb bin ich für eine Aufstockung der Bundesliga auf 20 Vereine." Zum Vergleich: Die großen europäischen Ligen Serie A (Italien), Premier League (England), Primera División (Spanien) und Ligue 1 (Frankreich) spielen jeweils mit 20 Klubs.

Bruchhagen ist Mitglied im DFL-Vorstand, sein Ruf nach einer Erweiterung der beiden Bundesligen auf ein 20er-Feld war schon 2005 zu hören, als er einen entsprechenden Antrag stellte. Kleinere Klubs befürworteten sein Ansinnen, doch eine Mehrheit fand Bruchhagen nicht. Mit 6:12-Stimmen wurde sein Antrag in einer Abstimmung unter den Erstligisten abgeschmettert.

Für eine Erweiterung ist eine Änderung des Grundlagenvertrages nötig. Bruchhagen: "Damals habe ich keine Mehrheit gefunden, die Argumente stehen aber weiterhin im Raum."

Kritische Stimmen kommen von den "Großen". Beim deutschen Meister Borussia Dortmund hält man beispielsweise nicht viel von Bruchhagens Idee. "Ich halte eine Aufstockung der Bundesliga für völlig falsch. Denn dann hätten wir noch mehr Spiele zu absolvieren. Zudem könnten wir ja dann auch gleich den Abstieg abschaffen. Die Bundesliga ist ein Premium-Produkt. Vor allem auch, weil sie so spannend ist. Und wer nach 34 Spieltagen auf einem der letzten beiden Plätze steht, der steigt aus Leistungsgründen eben ab", sagte Dortmunds Klubchef Hans-Joachim Watzke dem SID.

Die Mehreinnahmen ab 2013 - das Gesamtpaket spült 2,5 Milliarden Euro in die Kassen der DFL - werden auch auf die 36 Bundesligisten umgelegt. Liga-Präsident Reinhard Rauball forderte freilich, dass ein Großteil des Geldes nicht in neue Spieler, sondern in den Abbau der Schulden investiert werden solle: "Wir werden die Klubs mit negativem Eigenkapital noch stärker an die Kandare nehmen."

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18.04.12
 
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Vereinsname:Eintracht Frankfurt
Gründungsdatum:08.03.1899
Mitglieder:35.000 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Rot-Schwarz-Weiß
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