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06.04.2012, 12:00

Kaiserslautern: Klubboss nennt Folgen eines Abstiegs

Trapp lehnt FCK-Angebot ab

Der Klassenerhalt ist für den 1. FC Kaiserslautern fast utopisch, realistisch betrachtet mutieren die letzten sechs Bundesliga-Spiele zum Casting: Auf wen kann der FCK auch in der 2. Liga bauen? Auf Keeper Kevin Trapp wohl eher nicht, das bestätigte Klubboss Stefan Kuntz nun gegenüber dem kicker - und spricht über weitere sportliche und wirtschaftliche Abstiegsfolgen.

Kevin Trapp (1. FC Kaiserslautern)
Will mit dem FCK nicht in die 2. Liga gehen: Jung-Keeper Kevin Trapp.
© Getty ImagesZoomansicht

Trapp, 21 Jahre jung, ist in der Pfalz zwar noch bis 2013 gebunden, lehnte eine Vertragsverlängerung aber ab - und kann daher bei Abstieg per Klausel für 1,5 Millionen Euro Ablöse gehen. Diese Zahl will Kuntz im kicker-Interview zwar "so nicht bestätigen", verrät aber, dass der Jung-Torhüter im Falle des Abstiegs Abwanderungsgedanken hegt.

"Kevin Trapp hätten wir gerne behalten", sagte der Vorstandsvorsitzende. "Er hat unser Angebot aber abgelehnt. Ich hatte ihm verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie er mit seinem Bleiben ein außergewöhnliches Zeichen setzen könnte." Vergeblich - Trapp will erstklassig bleiben und wird schon mit Werder Bremen, das seit Mittwoch ohne Tim Wiese planen muss, in Verbindung gebracht. Auch wenn die Grün-Weißen noch den ambitionierten Sebastian Mielitz (22) in der Hinterhand haben.

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Ob Trapp noch einmal für den FCK aufläuft, ist damit fraglich: Zuletzt hatte Tobias Sippel (24) von dessen Verletzung profitiert und ihn wieder auf die Bank verdrängt.

Wie groß wird der Umbruch im Sommer ausfallen, sollte den Lauterern nicht doch noch das Wunder Klassenerhalt gelingen? Kuntz macht es auch von der restlichen Saison abhängig. "Sportlich werden wir uns die letzten Spiele genau anschauen, wie jeder Spieler auftritt. Ob er sich für den FCK bis zur letzten Minute den Hintern aufreißt, sich auch in einer weitgehend chancenlosen Situation reinhängt."

Der Lizenzspieleretat wird sich von etwa 15 bis 16 auf etwa 10 Millionen reduzieren.Stefan Kuntz

Die wirtschaftlichen Folgen eines Abstiegs kann Kuntz bereits genau beziffern. "Wenn sich das Ticketing und die Vermarktungseinnahmen um 30 bis 50 Prozent reduzieren, werden sich die Gehaltseinbußen der Spieler etwa um 40 Prozent bewegen. Der Lizenzspieleretat wird sich von etwa 15 bis 16 auf etwa 10 Millionen reduzieren", rechnet er vor. Das heißt: Der FCK sei finanziell in der Lage, den sofortigen Wiederaufstieg anzugehen.


Kuntz über Sippel, Kouemaha, Moravek - und eigene Fehler: Lesen Sie das komplette Exklusiv-Interview mit dem FCK-Vorstandsvorsitzenden im aktuellen kicker vom Donnerstag!

06.04.12
 

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weitere Infos zu Trapp

Vorname:Kevin
Nachname:Trapp
Nation: Deutschland
Verein:Eintracht Frankfurt
Geboren am:08.07.1990

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