Die Saisontreffer 13 und 14 von Superstar Raul ebneten am Sonntag dem FC Schalke 04 gegen Hannover den Weg zum Sieg im Duell der beiden in der Europa League im Viertelfinale unter der Woche gescheiterten Teams. Vor allem beim Tor zum 2:0 zeigte der Spanier seine Genialität, als er 96-Schlussmann Zieler gekonnt am Fünfmeterraum ausspielte und einschob. Die Niedersachsen präsentierten sich ausgelaugt und fanden überhaupt nicht ins Spiel. Eine Großchance durch Ya Konan (29.) hätte zwar zum 1:1 führen können, doch zuvor hatte Schalke schon einen Pfostenknaller von Farfan zu verzeichnen. Die "Königsblauen" kontrollierten die Partie, die Huntelaar mit seinem 24. Saisontor endgültig entschied. Für 96-Trainer Mirko Slomka und Abwehrmann Pander endete so die Rückkehr auf Schalke mit einer Enttäuschung. Schalke untermauert Platz drei, 96 muss um einen internationalen Startplatz bangen.
Trainerwechsel Nummer acht ereignete sich vergangenen Sonntag in Leverkusen, Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski haben fortan als Dutt-Nachfolger das Sagen. Die beiden Neuen konnten zwar den Negativlauf von zuletzt vier Liga-Niederlagen stoppen, mussten sich aber mit einem Punkt beim weiter abstiegsgefährdeten Hamburger SV begnügen. In einer Partie auf dürftigem Niveau musste ein Elfmeter für den HSV herhalten, um in Führung zu gehen. Bayer, mit Ballack in der Startelf, glich durch Schürrle in Durchgang zwei aus. Mehr war nicht drin, mehr hatten auch beide Teams nicht verdient. Der HSV bleibt zwei Zähler vor dem Abstiegsrelegationsplatz und Leverkusen auf einem internationalen Startplatz hängen.
Für die Bayern und den BVB war der Karsamstag auch eine Generalprobe vor dem direkten Aufeinandertreffen am kommenden Mittwoch. Als die Bayern 1:0 führten - Gomez erzielte nach 24 Sekunden das schnellste Bundesligator der laufenden Saison - war die Partie zwischen Wolfsburg und Dortmund noch nicht einmal angepfiffen. Kurz vor 16 Uhr lagen die Vorteile plötzlich wieder bei den Westfalen. Beinahe zeitgleich traf Lewandowski für den BVB, während Koo für die seit sechs Spielen in Folge ungeschlagenen Augsburger ausglich. Neuer machte dabei keine allzu glückliche Figur. Zur Pause also Vorteile für die Borussia: fünf Punkte betrug der Vorsprung zu diesem Zeitpunkt.
Für den nächsten Eintrag auf dem Zeitstrahl sorgte Gündogan kurz nach der Pause mit einem gefühlvollen Schuss in den Torwinkel - 2:0. Bei den Bayern legte sich die Nervosität erst in der 60. Minute. Wieder war Gomez, der unter der Woche seinen Vertrag bis 2016 verlängert hatte, zur Stelle. Die Wölfe machten es indes noch einmal spannend, da Mandzukic verkürzte und die Niedersachsen weiter Druck machten. Die Gelb-Rote Karte für Madlung (84.) nahm dem VfL jedoch in der Schlussphase den Wind aus den Segeln, Lewandowski machte schließlich alles klar. Unter dem Strich standen für Dortmund und den FCB zwei Arbeitssiege zu Buche. Jetzt kann das Topduell kommen!
Das große Krisenduell stieg in Köln-Müngersdorf zwischen dem FC und Werder. FC-Trainer Stale Solbakken, der unter der Woche mit Trainingslager und Spieler-Verbannung auf die jüngsten Pleiten reagiert hatte, nahm gerade mal zwei Wechsel in der Startelf vor. Die Rheinländer zeigten eine engagierte Leistung und ließen sich auch vom Rückstand durch Rosenberg (24.) nicht schocken - Jemal (39.) markierte per Kopf sein erstes Bundesligator. Von den Norddeutschen war in der zweiten Hälfte kaum etwas zu sehen, der FC hatte indes in der 75. Minute die Führung auf dem Fuß (Clemens scheitert an Wiese). Es blieb letztlich beim 1:1, das beiden nicht so recht weiterhilft.
Nach dem 4:4-Wahnsinn der Stuttgarter in Dortmund dauerte es auch zuhause nicht lange, bis Zählbares zu verzeichnen war. Zunächst aber für die Gäste aus Mainz, erneut ohne Zidan in der Startelf: Ivanschitz traf vom Elfmeterpunkt (3.), der VfB schlug in der 7. Minute in Person von Hajnal zurück und bestimmte die Partie. Ein regulärer Treffer von Ibisevic wurde kurz vor der Pause nicht anerkannt. Der kurz nach der Pause schon: Ibisevic köpfte wuchtig ein, sein sechster Saisontreffer für den VfB. Referee Gräfe fällte jedoch noch eine folgenschwere Entscheidung: Harnik riss Soto um und fiel dann über den Mainzer, dafür bekam der Österreicher einen Slapstick-Elfmeter, den Kuzmanovic sicher verwandelte (65.) - die Entscheidung im "Ländle". Ibisevic erhöhte aus dem Gewühl sogar noch auf 4:1.
Zum Kellerduell trafen sich die punktgleichen Freiburger und Nürnberger, die Form-Pfeile zeigten allerdings in unterschiedliche Richtungen: Während der Sportclub mit dem vierten Sieg hintereinander gar seinen Vereinsrekord hätte einstellen können, drohte dem FCN die fünfte Niederlage am Stück. Doch danach sah es zunächst gar nicht aus. Didavi mit einem Distanzschuss (8.) und Pekhart (45.) aus dem Gewühl brachten die Franken mit 2:0 in Front, ehe ein zweifelhafter Elfmeter die Breisgauer wieder heranbrachte - und schließlich Makiadi für die anrennenden Freiburger ausglich (79.). Mehr war dann aber nicht mehr drin für die Streich-Truppe.
18 Spiele ohne Sieg sowie nur 17 Tore in 28 mal 90 Minuten waren nur zwei Facetten der Horror-Bilanz der "Roten Teufel" vor der Partie gegen Hoffenheim. Die Pfälzer konnten den Bock erneut nicht umstoßen. Salihovic behielt wie gewohnt die Nerven vom Elfmeterpunkt (26.), nachdem Firmino das lange Bein von Rodnei dankend angenommen hatte. Der FCK setzte sich mit Kampf und Engagement zur Wehr, wie so oft fehlte aber die offensive Durchschlagskraft bei der Balakov-Truppe. Letztlich besiegelte Vukcevic (71.) das Schicksal der Pfälzer, die zwar dank Bugera noch auf 1:2 verkürzten (86.), letztlich aber leer ausgingen. Der FCK hat nun bei neun Punkten Abstand auf den Relegationsplatz kaum mehr Hoffnung auf den Klassenerhalt.
Am Samstagabend trennten sich Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC mit einem torlosen Remis. Die Fohlen können durch den Punkt Schalke im Rennen um die direkte Champions-League-Qualifikation nicht unter Druck setzen, die Hauptstädter verpassten es, den 1. FC Köln vom Relegationsplatz zu verdrängen. In einer Begegnung ohne große Höhepunkte blieben Chancen hüben wie drüben Mangelware. Gladbach hatte deutlich mehr Ballbesitz und Spielanteile, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Pech hatte Nationalspieler Reus, der bereits frühzeitig mit einem Pferdekuss ausgewechselt wurde.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Borussia Dortmund | 66:22 | 66 |
| 2 | ![]() | Bayern München | 69:19 | 63 |
| 3 | ![]() | FC Schalke 04 | 64:35 | 57 |
| 4 | ![]() | Borussia M'gladbach | 41:20 | 52 |
| 5 | ![]() | VfB Stuttgart | 52:39 | 43 |
| 6 | ![]() | Bayer 04 Leverkusen | 40:39 | 41 |
| 7 | ![]() | Werder Bremen | 42:44 | 41 |
| 8 | ![]() | Hannover 96 | 37:42 | 41 |
| 9 | ![]() | VfL Wolfsburg | 41:52 | 40 |
| 10 | ![]() | 1899 Hoffenheim | 34:40 | 37 |
| 11 | ![]() | 1. FSV Mainz 05 | 43:48 | 33 |
| 12 | ![]() | 1. FC Nürnberg | 27:41 | 32 |
| 13 | ![]() | SC Freiburg | 39:55 | 32 |
| 14 | ![]() | Hamburger SV | 33:51 | 31 |
| 15 | ![]() | FC Augsburg | 31:44 | 30 |
| 16 | ![]() | 1. FC Köln | 36:59 | 29 |
| 17 | ![]() | Hertha BSC | 30:52 | 27 |
| 18 | ![]() | 1. FC Kaiserslautern | 18:41 | 20 |
| 1. Huntelaar, Klaas Jan | FC Schalke 04 | ![]() |
| Spiele: 32 | Punkte: 42 | |
| 2. Lewandowski, Robert | Borussia Dortmund | ![]() |
| Spiele: 34 | Punkte: 32 | |
| 3. Ribery, Franck | Bayern München | ![]() |
| Spiele: 32 | Punkte: 32 | |
| 4. Gomez, Mario | Bayern München | ![]() |
| Spiele: 33 | Punkte: 29 | |
| 5. Reus, Marco | Borussia M'gladbach | ![]() |
| Spiele: 32 | Punkte: 29 | |
| 1. Huntelaar, Klaas Jan | FC Schalke 04 | ![]() |
| Spiele: 32 | Tore: 29 | |
| 2. Gomez, Mario | Bayern München | ![]() |
| Spiele: 33 | Tore: 26 | |
| 3. Lewandowski, Robert | Borussia Dortmund | ![]() |
| Spiele: 34 | Tore: 22 | |
| 4. Pizarro, Claudio | Werder Bremen | ![]() |
| Spiele: 29 | Tore: 18 | |
| 5. Podolski, Lukas | 1. FC Köln | ![]() |
| Spiele: 29 | Tore: 18 | |