| Vorname: | Ivan |
| Nachname: | Perisic |
| Nation: | Kroatien |
| Verein: | VfL Wolfsburg |
| Geboren am: | 02.02.1989 |
2:0, 2:3, 4:3, 4:4 - ein Wechselbad der Gefühle erlebten die 80720 Zuschauer in Dortmund, wo sich bis zur 71. Minute in einem bis dahin schon rassigen Fußballspiel die heimische Borussia mit einer 2:0-Führung schon auf der Siegerstraße wähnte. Doch die Schwaben schlugen gnadenlos zurück: Dem 1:2 folgten zwei Tore von Schieber, binnen acht Minuten hatte die Labbadia-Elf die Partie gedreht und die Stimmung in Dortmund heruntergefahren.
Aber nur für ganze drei Minuten. Hummels trockener Schuss ins linke untere Eck ließ den Hexenkessel wieder brodeln, spätestens als Perisic nach einer Ecke den Ball unter die Latte des VfB-Gehäuses drosch, kochte der Signal-Iduna-Park wieder. Das Ende des Wahnsinns, so dachten wohl viele. Doch Stuttgart hatte noch einen Pfeil im Köcher. Gentner glich zum 4:4 aus. Ende des Spektakels!
„ Das ist Fußball, das ist Leben, das ist total verrückt. “ Jürgen Klopp
Dortmund gab in der Nachspielzeit im Rennen um die deutsche Meisterschaft noch zwei Punkte ab, und die Schwaben trotzten dem BVB zum zweiten Mal in dieser Saison ein Remis ab. "Das ist Fußball, das ist Leben, das ist total verrückt." BVB-Meistertrainer Jürgen Klopp rang nach der Gala der beiden Teams ebenso nach Fassung wie Kollege Bruno Labbadia: "Für solche Spiele lohnt es sich, Trainer zu sein." Aber auch Zuschauer.
Wie sollte man das Geschehen auf dem Rasen nun einschätzen? Die Beteiligten waren sich da nicht ganz einig. Klopp registrierte letztlich "einen Punktgewinn", Abwehrspieler Hummels beklagte den "dreckigen Ausgleich", BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ärgerte sich über das "bittere Ende", und für Borussen-Torwart Roman Weidenfeller war "es eine gefühlte Niederlage". VfB-Doppeltorschütze Schieber sah dies naturgemäß natürlich anders: "Für mich war das ein gefühlter Sieg." Gewinner, das darf festgestellt werden, war nach dem Offensivfeuerwerk der beiden Mannschaften auf jeden Fall der Fußball.
Dortmund bleibt trotz des 4:4 mit nun 22 Spielen ohne Niederlage in Folge (17/5/0) Tabellenführer im deutschen Oberhaus. "Wir haben in der Rückrunde 29 von 33 möglichen Punkten geholt - es gibt schlechtere Ausgangslagen", sagte Hummels - und auch wesentlich schlechtere Spiele. Von diesem, da ist sich VfB-Schlussmann Ulreich sicher, "werden wir noch unseren Kindern erzählen".