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11.03.2012, 19:23

Köln siegt zu neunt - die Bayern machen Boden gut

Schalke und Werder glänzen mit Effektivität

Im Kampf um Europa setzte sich am Nachmittag Bremen gegen Hannover durch, auch Schalke spielte gegen Hamburg effektiv und ist nun ganz nah an Gladbach (0:0 gegen Freiburg) dran. Am Samstag verkürzten die Bayern durch einen Kantersieg den Abstand auf Dortmund, das in Augsburg nicht über ein Remis hinauskam. Die Kölner gewannen das farbenfrohe Abstiegsduell gegen die Hertha. Nürnbergs Serie riss in Mainz, die der Leverkusener in Wolfsburg.

Teemu Pukki und Raul
Fünftes Saisontor in der fünften Minute: Teemu Pukki war per Kopf erfolgreich.
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Papadopoulos und Höwedes auf der einen, Jarolim und Guerrero auf der anderen Seite - sowohl Schalke als auch Hamburg gingen ersatzgeschwächt ins direkte Duell. Die Schalker schienen die besseren Alternativen in ihrem Kader zu haben, Pukki (5.) und Metzelder (26.) trafen für S04. Bitter für den HSV, der bis dato eigentlich die aktivere Mannschaft war. Nach einem umstrittenen Elfmeter an (und ausgeführt von) dem wiedergenesenen Huntelaar ging Schalke sogar mit 3:0 in Front (33.), Kacar sorgte mit dem Pausenpfiff für neue Hoffnung bei den Hanseaten. Doch die Hamburger machte im zweiten Durchgang nicht genügend Dampf gegen die effektiven Gelsenkirchener. So ging S04 erstmals seit April 2004 in einem Heimspiel gegen Hamburg wieder als Sieger vom Platz. Der HSV muss hingegen nach acht ungeschlagenen Auswärtsspielen wieder eine Pleite quittieren.

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Werder gegen Hannover effektiv und mit Wiese

Hannover musste im Duell der EL-Anwärter beim SV Werder den ersten Rückschlag schon wenige Minuten vor Beginn verkraften. Schlaudraff (Rückenprobleme) musste sich kurzfristig mit der Bank begnügen - auch in Sachen Abschluss war 96 nicht vom Glück verfolgt. Ersatzmann Ya Konan (14.) und Rausch (28.) scheiterten am starken Wiese, Stindl (30.) verpasste um Haaresbreite. Die Strafe folgte in Minute 31, natürlich von Bremens Goalgetter Pizarro. Anschließend war die Partie geprägt von vielen kniffligen Schiedsrichterentscheidungen. Ein umstrittener Treffer von Rosenberg (45.) fand keine Anerkennung, Pizarro ohrfeigte kurz nach Wiederanpfiff bei einem Freistoß Pogatetz, kam aber ungeschoren davon. Nach der Ausführung traf der lange verletzte Rückkehrer Prödl per Kopf (49.), nur sieben Minuten später machte Rosenberg alles klar. Auch der vermeintliche Ehrentreffer von Ya Konan (79.) zählte wegen Abseits umstrittenerweise nicht. Dank des 3:0-Erfolgs hat sich Bremen nun ein kleines Polster auf Hannover erarbeitet.

Augsburg wehrt sich erfolgreich gegen den BVB

Stark bedrängt, aber gut gewehrt: Die Augsburger trotzten dem Meister aus Dortmund ein Remis ab.
Stark bedrängt, aber gut gewehrt: Die Augsburger trotzten dem Meister aus Dortmund ein Remis ab.
© Getty Images

Das vergangene Wochenende verlief ganz nach dem Dortmunder Geschmack, an diesem Samstagabend dagegen reduzierte sich der Vorsprung des Spitzenreiters durch das 0:0 bei Aufsteiger FC Augsburg von sieben auf fünf Zähler gegenüber den Bayern. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp warnte vor dem Spiel beim Kellerkind nicht ohne Vorahnung, denn die Augsburger hatten sich zuletzt als eine Einheit präsentiert, die den Abstiegskampf komplett angenommen hat. 3:0 gegen die Hertha und 2:2 in Hannover lauteten die jüngsten Ergebnisse, in beiden Spielen überzeugten die Fuggerstädter auch spielerisch. Gegen den BVB agierte der FCA erfrischend offensiv, Coach Jos Luhukay ersetzte den Sechser Callsen-Bracker durch den Offensivmann Hain. Die Schwarz-Gelben indes kamen nicht richtig ins Spiel rein, so dass sich ein sehr offenes Spiel entwickelte. Beide Mannschaften hatten mehrere Chancen für den wohl vorentscheidenen Treffer, doch waren auch die beiden Keeper Jentzsch und Weidenfeller an diesem Abend bestens aufgelegt, so dass es bei der gerechten Nullnummer blieb. Die Augsburger stehen mit dem Punktgewinn über dem Strich.

Heynckes-Elf ballert sich den Frust von der Seele

Robben und Gomez jubeln über sieben Tore der Bayern gegen Hoffenheim.
Robben und Gomez jubeln über sieben Tore der Bayern gegen Hoffenheim.
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0:2 in Leverkusen - damit schienen die Meisterträume des FC Bayern ausgeträumt. Dementsprechend groß war der Wirbel unter der Woche, gekrönt von der scheinbar notwendigen Mitteilung des Bayern-Vorstandes, dass Trainer Jupp Heynckes das vollste Vertrauen genieße. Arjen Robben sagte vor dem Duell am Samstagnachmittag gegen Hoffenheim, dass "Reden keinen Sinn macht, wenn es auf dem Platz nicht funktioniert". Folglich durfte man sehr gespannt sein, wie es denn gegen die unter Coach Markus Babbel stabiler gewordenen Kraichgauer funktionieren würde. Die Antwort: bestens. Die Münchner spielten sich in den ersten 45 Minuten in einen solchen Rausch, dass der TSG mit fünf Gegentoren in 35 Minuten Hören und Sehen verging: Gomez, Robben per Elfmeter, Kroos, Robben und Gomez ließen im ersten Abschnitt keinen Zweifel daran, dass sie sich rehabilitieren wollten. Auch nach dem Wechsel war Hoffenheim nichts weiter als ein bemitleidenswerter Sparringpartner - Gomez erhöhte sofort nach Wiederbeginn zum 6:0. Ribery legte bis dahin drei Tore auf und machte dann das siebte Tor selbst. Das Ehrentor für die TSG machte dann auch noch ein Bayern-Spieler: Der Ex-Hoffenheimer Luiz Gustavo traf ins eigene Netz. Mit diesem Kantersieg holten die Bayern gegenüber Dortmund in Sachen Tordifferenz ein bisschen auf, zudem verschaffte sich der Rekordmeister die entsprechend breite Brust vor dem CL-Rückspiel gegen Basel am Dienstag. Dann könnte auch wieder Schweinsteiger von Beginn an auflaufen, nachdem der Vize-Kapitän nach seiner Bänderverletzung im Sprunggelenk erstmals wieder im Kader stand und nach etwa einer Stunde sein Comeback feierte.

Bei Gladbach ist der Wurm drin

Ernüchterung herrscht in Mönchengladbach, das zuletzt in Nürnberg mit 0:1 verlor und nun im Heimspiel gegen Kellerkind Freiburg nicht über ein 0:0 hinauskam. Zwar hatten die Borussen die besseren Chancen, doch die Freiburger verteidigten leidenschaftlich und sicherten sich so einen weiteren Zähler im Abstiegskampf.

Bayer startet stark - und verliert erneut

Leverkusen siegte zuletzt in der Liga dreimal und schnupperte an die Champions-League-Plätze ran, doch dann kam in der Königsklasse das 1:7 bei Barcelona. Wie würde die Dutt-Elf dieses Desaster im Duell der Werksklubs in Wolfsburg verarbeiten? Zunächst ohne bleibende Schäden, denn Kießling brachte die Leverkusener schon früh in Front. Doch nachdem die Wolfsburger nach etwa 15 Minuten defensiv geordneter standen, konnte der VfL auch offensiv Akzente setzen: Helmes glich per Kopf aus, Dejagah brachte die Magath-Elf noch vor dem Wechsel mit 2:1 in Führung. Im zweiten Abschnitt behielt Leverkusen eigentlich die Spielkontrolle, doch agierten die Wölfe nun vorzugsweise über Konter - und dies eiskalt. Nach einem schnellen Gegenstoß ging Kadlecs Rettungsversuch daneben, sprich ins eigene Tor zum 3:1 für Wolfsburg. In der Schlussphase machte Derdiyok noch das 2:3, aber mehr ging trotz Bellarabis Großchance nichts mehr.

Mainz stoppt Nürnberg - Zidans Serie hält

Nach drei Siegen in Folge war das Abstiegsgespenst beim 1. FC Nürnberg weitestgehend vertrieben worden, zarte Hoffnungen keimten auf, dass sogar noch ein bisschen mehr gehen könnte. In Mainz wollten die Franken an die guten Defensivleistungen der vergangenen Wochen anknüpfen, aber der Schuss ging in der Tat nach hinten los. Müller nach wenigen Minuten und Zidan mit seinem sechsten Tor im sechsten Spiel brachten die Rheinhessen im ersten Abschnitt verdient nach vorne. Nach rund einer Stunde wurde Nürnberg stärker und kam durch Didavis abgefälschten Schuss auf 1:2 heran. Nun drängte die Hecking-Elf auf den Ausgleichstreffer, doch die Nullfünfer brachten den knappen Vorsprung über die Zeit - und das zu zehnt, da Stürmer Szalai in der Schlussphase die Ampelkarte wegen einer Schwalbe sah.

Viel Platz in Köln - Podolski fliegt beim Befreiungsschlag

Das Abstiegsduell zwischen dem 1. FC Köln und Hertha BSC bot viel Dramatik und sah mit den Kölnern einen verdienten Sieger. Der FC jubelte dank Clemens' Treffer über drei eminent wichtige Punkte, wodurch sich die Geißbock-Elf vom Relegationsplatz weiter entfernt. Vor allem im ersten Abschnitt waren die Kölner klar besser und wurden vor allem durch Podolski stark nach vorne angetrieben. Im zweiten Duell wurde es dann übersichtlich: Erst flog Jajalo nach einem Tritt gegen Kobiashvili mit Rot, der Georgier sah später dann die Ampelkarte. Bei dieser Szene entwickelte sich dann ein wildes Rudel, in dessen Verlauf auch noch Podolski die Rote Karte sah. Der Linksfuß riss sich gegen den klammernden Kobiasvili vehement los, dabei sah der Unperteiische wohl einen Kopfstoß.

Freitag: Achtungserfolg für FCK

Die Stuttgarter Harnik probiert es per Fallrückzieher.
Die Stuttgarter Harnik probiert es per Fallrückzieher.
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Am Freitagabend eröffneten der VfB Stuttgart und der 1. FC Kaiserslautern den 25. Spieltag - es war das Duell der schwäbischen Rückrunden-Tormaschine gegen die pfälzische Sturmflaute. Mit dem torlosen Remis blieb zumindest der FCK seiner Linie treu. Vorne stand die Null, auch wenn die Lauterer durch Tiffert und Wagner durchaus Chancen hatten, zu treffen. Die Stuttgarter anderseits hatten mit Harnik den torhungrigsten Spieler des neuen Jahres in ihren Reihen, doch die ersten Warnschüsse des Österreichers verpufften.

Die Labbadia-Elf hatte über das gesamte Spiel eine gewisse Kontrolle mit viel Ballbesitz, doch auch mit der Einwechslung von Schieber und Cacau im zweiten Abschnitt änderte sich am Spielstand nichts. Für den VfB ist das Unentschieden ein Rückschlag im Kampf um die europäischen Plätze, der FCK bleibt nach dem 15. Spiel ohne Sieg am Tabellenende hängen, auch wenn der Punktgewinn für die Kurz-Elf einen kleinen Achtungserfolg darstellt.

Bilder zum 25. Spieltag
Bayern demontiert 1899, Kartenfestival in Köln
Christoph Metzelder gegen Mladen Petric (re.)
Übermächtig

Christoph Metzelder übertrumpf Mladen Petric (re.) im Kopfballduell. An sich hatten die Schalker am Ende gegen den HSV die Nase vorn. Die Hamburger spielten zwar gut mit und waren zu Beginn sogar die bessere Mannschaft, offenbarten in der Defensive aber einmal mehr zu große Lücken und gingen am Ende mit 1:3 unter.
© Getty Images

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11.03.12
 
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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Borussia Dortmund52:1656
 
2Bayern München58:1751
 
3Bor. Mönchengladbach37:1548
 
4FC Schalke 0454:3347
 
5Bayer 04 Leverkusen38:3240
 
6Werder Bremen40:3839
 
7Hannover 9630:3535
 
8VfB Stuttgart41:3333
 
91. FC Nürnberg24:3431
 
10VfL Wolfsburg31:4631
 
111. FSV Mainz 0537:3930
 
12TSG Hoffenheim28:3530
 
131. FC Köln32:4628
 
14Hamburger SV29:4527
 
15FC Augsburg25:3923
 
16Hertha BSC26:4123
 
17SC Freiburg30:5222
 
181. FC Kaiserslautern16:3220
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