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27.02.2012, 15:52

Kaiserslautern: Vorfälle sollen verfolgt werden

FCK verurteilt rechtsradikale Beleidigungen beim Training

Rechtsradikale Gesten und antisemitische Beleidigungen haben das Training des 1. FC Kaiserslautern am Sonntag überschattet. Nach dem 0:4-Debakel in Mainz begleiteten rund 300 FCK-Anhänger die Einheit - eine knapp zehnköpfige Gruppe fiel dabei besonders negativ auf. Der Klub lässt die Vorfälle jetzt strafrechtlich auswerten.

Gesprächsbedarf nach dem Mainz-Debakel: Marco Kurz diskutiert mit FCK-Fans.
Gesprächsbedarf nach dem Mainz-Debakel: Marco Kurz diskutiert mit FCK-Fans.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Hitlergruß-Gesten und antisemitischen Schmähungen richteten sich gegen den israelischen Stürmer Itay Shechter, die Lauterer Verantwortlichen verurteilten die schlimmen Szenen aufs schärfste. "Rassismus und Diskriminierung haben beim FCK keinen Platz", stellte Klubchef Stefan Kuntz klar. Trainer Marco Kurz fand die Vorfälle "beängstigend": "Von so etwas distanzieren wir uns ganz, ganz kräftig."

Die Polizeibeamten, die am Sonntag vor Ort waren, entfernten die Radikalen nicht vom Stadiongelände - aus "deeskalierenden Gründen", wie FCK-Sprecher Christian Gruber gegenüber dem sid erklärte. Gleichzeitig kündigte er an: "Wir haben die Ordnungsbehörden und die Polizei gebeten, den Vorfällen mit aller Schärfe nachzugehen und sie strafrechtlich auszuwerten. Möglicherweise ist der Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt."

Die verantwortlichen Personen gehören laut Gruber einer alten Hooliganszene an und hätten seit Jahren Stadionverbot. Inzwischen rief der Klub in einer Mitteilung ("Rassismus hat beim FCK keinen Platz!") auch dazu auf, dass sich Zeugen des Vorfalls mit der Polizei in Verbindung setzen.

Fan-Aussprache - "heftigst und sehr emotional"

Die Mehrzahl der rund 300 Zuschauer brachte ihren Frust gesitteter zum Ausdruck, dennoch sei das Sonntagstraining eine "Stress-Situation" gewesen, bekannte Kurz in der "Rheinpfalz". Hinterher hatten sich die Spieler den Anhänger gestellt. Kuntz nannte die Aussprache, bei der sich die anwesenden Fans von den Beleidigungen gegen Shechter distanzierten, "heftigst - sehr emotional".

Er betonte: "Die Spieler haben aber auch die Meinung und Gefühle, die Ängste der Fans wahrgenommen. Als Fazit möchte ich das Positive sehen - nicht das nicht zu entschuldigende Auftreten von Radikalen."

Lautern ist aktuell seit 13 Spielen sieglos, verlor viermal in Folge und ist Tabellenvorletzter mit drei Punkten Rückstand zum rettenden Ufer.

 
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Vereinsdaten

Vereinsname:1. FC Kaiserslautern
Gründungsdatum:02.06.1900
Mitglieder:18.500 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:Fritz-Walter-Straße 1
67663 Kaiserslautern
Telefon: (0631) 31 88 0
Telefax: (06 31) 31 88 29 0
E-Mail: info@fck.de
Internet:http://www.fck.de


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