"Das war heute der Tiefpunkt, seit ich hier arbeite und auch in dieser Saison. Die Art und Weise, wie wir hier im Derby aufgetreten sind, das geht nicht." Kurz hielt sich nicht lange damit auf, um den heißen Brei zu reden, nachdem sein Team vor allem in der ersten halben Stunde nur ein Sparringspartner für den FSV war. Da hieß es schon 0:3. Angesichts der anhaltenden Sturmflaute (nur 16 Tore bislang) war auch dem letzten FCK-Fan zu diesem Zeitpunkt klar, dass in Mainz nichts zu holen sei.
Ein Freistoß von de Wit, ein Kopfball von Abel, ein Lattenknaller von Kapitän Tiffert - mehr war nicht drin für die Gäste. "Wir waren heute in keiner Phase in der Lage, die Partie offen zu gestalten. Nach dem schnellen Rückstand arbeitet dann der Kopf und die Beine werden schwer", versuchte Kurz das Spiel einzuordnen. Die lange Negativserie lässt die Alarmglocken auf dem Betzenberg schrillen - wackelt gar der Stuhl des FCK-Trainers? "Was das für mich bedeutet, kann ich nicht beurteilen", wollte sich Kurz auf keine Diskussion einlassen. Die "Trainer raus"-Rufe wollte er nicht überbewerten. "Wenn die Leistung nicht stimmt, kann man sich auch mal beschimpfen lassen."
„ Das ist der Kader, von dem wir überzeugt sind, dass er den Klassenverbleib schafft, inklusive Trainerteam. Und von dem sind wir auch weiter überzeugt.
“ FCK-Vereinsboss Stefan Kuntz
Fakt ist für den Coach, dass sein Team im nächsten Spiel gegen die auswärtsschwachen Wolfsburger "ein anderes Bild abgeben muss, um seriös eine Chance zu haben." Der 42-Jährige kündigte an, das Spiel mit der Mannschaft aufzuarbeiten: "Die nächsten Tage werden unangenehm. Das Endziel bleibt klar: Drei Mannschaften sollen hinter uns stehen." Derzeit ist es mit dem SC Freiburg aber nur noch eine.