
| Vorname: | Jupp |
| Nachname: | Heynckes |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Bayern München |
Mit kühlem Kopf hat Heynckes auf die heißen Tage an der Säbener Straße nach der blamablen Nullnummer bei Abstiegskandidat Freiburg in der Liga und dem vermeidbaren 0:1 in der Königsklasse in Basel reagiert. "Ich weiß, was zu tun ist", hatte der Fußballlehrer bereits nach der Niederlage bei den Eidgenossen unaufgeregt von sich gegeben und auch am Freitag blieb der FCB-Coach souverän. "Ich fürchte nicht um die Saisonziele", meinte Heynckes.
"Das 0:1 in Basel war ein Spiel, wo der Letzte aufgerüttelt ist, dass wir jetzt nur noch in eine Richtung gehen können - alle gemeinsam", unterstrich Heynckes, der seinen Spielern zwei Tage vor dem Spiel gegen die "Königsblauen" frei gab, damit "wir uns einen Tag nicht sehen". So könnten alle die Köpfe für Schalke frei bekommen, glaubt der Trainer, um dann gemeinsam aus der sportlichen Talsohle zu klettern.
"Der Teamgeist steht über allem, wir müssen schnellstmöglich zu einer Einheit werden. Wir müssen so agieren, dass wir als Team herausragen und über den Teamgeist zum Erfolg finden." Diese Worte von Heynckes deuten die derzeit angespannte Atmosphäre innerhalb seines Personals an. Teamgeist ja, Schmusekurs untereinander nein - einen Kabinenstreit wie nach der Partie in Basel hält Heynckes vielmehr als Lebenszeichen: "Eine gesunde Streitkultur ist ganz wichtig für eine Mannschaft."
Seine Mannschaft kam für ihn "etwas sorglos" aus der Winterpause, nachdem nach außen von der "besten Vorbereitung aller Zeiten" gesprochen worden sei. Intern, so Heynckes, gab es vielleicht zu wenig Reizpunkte. Die hat sein Team gesetzt. Wenn auch negativ. "Wir spielen nicht mehr so homogen und selbstverständlich Fußball", beklagte der FCB-Coach, der seine Elf gegen Schalke nicht groß umbauen wird. Über den Teamgeist zum Erfolg, lautet die Parole, ein Dreier ist Pflicht. Eine Heimniederlage würde wohl eine ganz neue Streitkultur heraufbeschwören.