
| Vorname: | Miso |
| Nachname: | Brecko |
| Nation: | Slowenien |
| Verein: | 1. FC Köln |
| Geboren am: | 01.05.1984 |
Podolski hat nach seiner unlängst wieder aufgebrochenen Bänderverletzung am Freitag auf dem Laufband mit ersten Comeback-Arbeiten begonnen - "im Großmuttertempo", wie Solbakken berichtet. Ob es so tatsächlich mit einer Rückkehr bis zum Leverkusen-Spiel am 25. Februar klappt, ist fraglich.
Podolskis Verletzung ist dennoch eines der angenehmeren Themen im Moment, nach einer Woche voller Turbulenzen. Losgegangen war alles mit "Poldis" unautorisiertem Frust-Interview, für das er spenden musste. Es folgte die Nacht nach der FC-Karnevalssitzung am Montag, in der Brecko seinen BMW X5 unter Alkoholeinfluss in ein Straßenbahngleis setzte und weitere Spieler unprofessionell lange weitergefeiert hatten. Zur "Krönung" zofften sich Sascha Riether und Co-Trainer Bard Wiggan am Mittwoch nach einem Trainingsspiel.
„Ich habe nach Messi gefragt, aber der war zu teuer.“Solbakken über sein Gespräch mit Barça-Coach Pep Guardiola am Dienstagabend
"Was Miso getan hat, das weiß er selbst am besten, ist schlecht - für den Verein, für alle und vielleicht am schlechtesten für ihn. Es wird eine hohe Geldstrafe geben", erklärte Solbakken. "Ich habe auch mit anderen Spielern gesprochen, die besser mit ihren Freiheiten umgehen müssen - es ist nicht nur Miso. Spieler haben mir ehrlich gesagt, dass sie zu lange in der Stadt gewesen sind."
Und weiter: "Ich bin nicht Trainer eines Kindergartens. Wenn die Spieler es wollen, kann ich künftig vorschreiben, wann sie zu Hause sein müssen, aber sie sind erwachsen." Jetzt muss Besserung her, die Geduld ist aufgebraucht. "Das ist eine weitere Chance - aber das ist die letzte! Jetzt müssen die Spieler mir beweisen, dass sie mit dieser Freiheit umgehen können."
Brecko wurde für das Spiel in Nürnberg nicht verbannt, reist nach abgesessener Rotsperre mit. Weil aber Henrique Sereno seine Adduktorenprobleme überwunden hat, ist ein Tausch auf der Rechtsverteidiger-Position trotz Serenos durchwachsenen Rückrunden-Leistungen (kicker-Notenschnitt 4,2) längst nicht abgemacht.
Zeigt der gescholtene Kölner Kindergarten eine Reaktion im Kellerduell? Die Stimmung ist Solbakken zufolge zumindest positiv und fokussiert: "Die Spieler wollen beweisen, dass wir gut vorbereitet sind, und die Antwort auf die unruhigen Tage auf dem Platz geben." Nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen ist das auch zwingend nötig, um nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel gezogen zu werden. Zwar sieht Solbakken noch "acht, neun andere Vereine" in einer ähnlichen Situation, weiß aber inzwischen nur allzu gut: "Der einzige Unterschied ist, dass der Druck in Köln größer ist."