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14.02.2012, 09:49

Wolfsburg: Der VfL tastet sich an Rang sechs heran

Typisch Magath?!

Der VfL Wolfsburg ist einer der Gewinner des Spieltags, doch Felix Magath (58) schimpft. Und über Europa will er noch nicht sprechen.

Felix Magath
Zufrieden? Wolfsburg ist einer der Gewinner des Spieltags, doch Felix Magath schimpft.
© picture alliance

Leverkusen: verloren. Bremen: unentschieden. Hannover: unentschieden. Der VfL Wolfsburg hatte schon am Freitagabend vorgelegt. 3:2 gegen Freiburg. "Natürlich können wir uns nach diesem Wochenende als Sieger fühlen", sagt Felix Magath (58). Die Niedersachsen kommen den internationalen Plätzen langsam näher. Waren es zu Rückrundenbeginn noch sechs Punkte Rückstand auf Rang sechs, so sind es nun nur noch vier. Und das, obwohl der VfL bereits gegen zwei der Top-vier-Mannschaften der Liga, Bayern (0:2) und Mönchengladbach (0:0), gespielt hat. Also alle zufrieden in Wolfsburg? Natürlich nicht. Felix Magath tritt als Mahner auf.

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Typisch Magath! Es ist nicht das erste Mal, dass der Trainer nach einem Erfolg seiner Mannschaft warnend den Finger hebt. Bloß keine Zufriedenheit aufkommen lassen, die Sinne schärfen, dieses Ansinnen lässt sich vermuten hinter Magaths Worten, die härter waren als nach manch weitaus schlechteren Spiel in der Hinrunde. "Auf einen solchen Erfolg kann ich nicht stolz sein", zürnte der Coach, der auch in die Einzelkritik ging. Er nannte zum Beispiel Neuzugang Ricardo Rodriguez (19), dessen Leistungsschwankung aufgrund seines jungen Alters indes verständlich sei. "Es ist aber nicht verständlich, dass alte Hasen von der Rolle waren", sagte Magath und dürfte damit einen Routinier wie Josué (32) meinen, den er bereits zum vierten Mal in dieser Saison zur Halbzeit vom Feld nahm. Das passierte in dieser Bundesligasaison keinem anderen Spieler so häufig.

Auf einen solchen Erfolg kann ich nicht stolz sein.Felix Magath

Ein kleiner Rundumschlag des VfL-Bosses. Typisch Magath? Ihm bei seiner Kritik bloße Taktik zu unterstellen wäre freilich falsch. Denn tatsächlich tat sich seine Mannschaft schwer, hatte vor allem im ersten Durchgang ihre Probleme mit dem Tabellenletzten. Souverän sieht anders aus. Das ärgert Magath, der sich gerade durch die frühe Führung mehr Kontrolle gewünscht hätte. "Aber wir haben nach dem 1:0 zurückgeschaltet", beschreibt der Trainer, "das geht so nicht." Doch auch die positiven Dinge lässt der Boss nicht unerwähnt. Neuzugang Petr Jiracek (25) zum Beispiel, der Matchwinner, dem erstmals in seiner Profikarriere ein Doppelpack gelang, bekam warme Worte seines Trainers. "Er soll bei uns ein bestimmender Mittelfeldspieler werden. Wenn er dann auch noch Tore schießt, bin ich begeistert."

Magath unterstreicht Ambitionen

Verzückt das Team seinen Trainer nun auch im Kollektiv mit der Fortsetzung der Aufholjagd? "Wir haben immer gesagt, dass wir ins internationale Geschäft wollen", sagt Magath. Jetzt, so der Trainer, möchte er sich aber noch nicht wieder mit Europa beschäftigen. Das könne sich indes schnell ändern. "Wenn wir jetzt auf Schalke gewinnen, müssen wir vielleicht wieder darüber reden ..."

14.02.12
 
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weitere Infos zu Magath

Vorname:Felix
Nachname:Magath
Nation: Deutschland
Verein:VfL Wolfsburg

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