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12.02.2012, 19:25

Gladbach überholt S04

HSV siegt in Köln - BVB bleibt Spitzenreiter

Borussia Dortmund hat die Tabellenführung gegen harmlose Gäste aus Leverkusen erfolgreich verteidigt und die Bayern auf Distanz gehalten. Der Rekordmeister spazierte gegen Lautern zum Sieg. Gladbach bleibt dran und hat Schalke überholt. Beim Krisengipfel in Stuttgart hat der VfB zehn Berliner regelrecht zerlegt. Babbels Debüt wurde von einem Last-Minute-Tor getrübt. Und auch Hannover jubelte erst in der Schlussphase über einen Punkt in Mainz. Am Sonntag trennten sich Augsburg und Nürnberg torlos, der HSV gewann in Köln.

HSV-Torschütze Guerrero ist vor Kölns Riether am Ball.
HSV-Torschütze Guerrero ist vor Kölns Riether am Ball.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Sonntagabend dauerte es in Köln bis in die Schlussphase, ehe Guerrero einen verdienten Hamburger Auswärtssieg sicherte. In der Tabelle können sich die Hanseaten nun tatsächlich nach oben orientieren. Die Elf von Trainer Thorsten Fink agierte überlegen, konnte die Dominanz aber lange nicht in Tore ummünzen. Erst in der 88. Spielminute wurde der HSV für seine Bemühungen belohnt. Rang zehn in der Tabelle ist der ein Erfolg für Westermann & Co.

Kein Sieger in Augsburg

Abstiegskampf pur erlebten die Zuschauer am Nachmittag in Augsburg. Der FCA und der 1. FC Nürnberg trennten sich nach einem über weite Strecken schwachen schwäbisch-fränkischen Derby 0:0. Viel Kampf, aber auch viel Krampf waren lange Zeit an der Tagesordnung - erst gegen Ende des Duells wurde es besser. Ein Treffer sollte jedoch nicht fallen. Der Club blieb damit auch im vierten Spiel in Folge ohne Torerfolg. Allerdings festigte der Club seinen Vier-Punkte-Vorsprung auf den Aufsteiger. Das dritte Unentschieden in Folge bringt Augsburg in der Tabelle nicht nach vorne.

Der BVB bleibt an der Spitze

Dortmund hat seine Tabellenführung auch im Spitzenspiel verteidigt. Der BVB war in der Partie gegen Leverkusen zwar vom Start weg das aktivere Team, allerdings fehlten bis auf wenige Ausnahmen anfangs die zwingenden Aktionen. Leverkusen stand sehr tief. Doch ein individueller Fehler leitete Dortmunds Führung ein. Bayer verlor im Spielaufbau den Ball, und der BVB schaltete wie gewohnt blitzartig um und es stand 1:0. Ohnehin wirbelte Torschütze Kagawa kräftig über den Platz, während Leverkusen in der Offensive schlichtweg nicht stattfand und eben nicht der erwartet schwere Gegner war, den Coach Jürgen Klopp angekündigt hatte. Kießling hätte hingegen fast ein Eigentor erzielt. Und Ballack? Lief sich vergeblich warm. Während Leverkusen mit 31 Punkten den Anschluss verliert und weiter abrutscht, bleibt dem BVB (46) der Platz an der Sonne.

Müller "lebt" noch

Der FC Bayern hatte - mit Alaba für den verletzten Schweinsteiger (Außenbandriss) - eine vermeintlich leichte Aufgabe vor der Brust, denn seit 1997 hat der Rekordmeister daheim gegen den FCK nicht mehr verloren. Und dabei blieb es, was letztlich schon nach sechs Minuten feststand, als Gomez nach Vorlage von Ribery mit seinem 18. Saisontor für die Führung sorgte. Die Pfälzer hatten nicht die Mittel, um Paroli zu bieten, dafür durfte Müller zeigen, dass er auch noch lebt. Seit dem 7. Spieltag (3:0 gegen Leverkusen) hatte er nicht mehr getroffen, Lautern gestattete ihm das Ende dieser Negativserie, als er aus kurzer Distanz zum 2:0 einköpfen durfte. Die Gäste hatten überhaupt keinen Bezug zum Spiel und den Ball zudem nur recht selten in den eigenen Reihen. Durch den ungefährdeten Erfolg bleiben die Bayern mit zwei Punkten Rückstand auf den BVB auf dem zweiten Platz.

Shinji Kagawa
Treffsicher: Dortmunds Shinji Kagawa erzielte kurz vor der Oause das Tor zum 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Arnautovic schlägt bei Babbels Debüt spät zu

Das Debüt von Markus Babbel als neuer Coach von 1899 Hoffenheim hätte nicht besser starten können. Nach einer Ecke schraubte sich Vestergaard unbedrängt in die Höhe und ließ den Stanislawski-Nachfolger bereits nach vier Minuten jubeln. Babbel hatte die Mannschaft auf vier Positionen umgestellt - auch weil Babel und Salihovic gesperrt fehlten. Bremen hatte keine Antwort parat, weil die Kraichgauer hinten sicher standen. Der gesperrte Pizarro wurde schmerzlich vermisst. Auch wenn Werder die Bemühungen erhöhte, wollte ohne den Goalgetter, der auf der Tribüne das Geschehen verfolgte, die Wende nicht so recht gelingen. Einzig Füllkrug hatte eine gute Gelegenheit. Doch Werder gab nicht auf und Arnautovic belohnte das junge Team mit dem späten Ausgleich.

Stuttgart explodiert gegen Hertha

Partystimmmung in Stuttgart: Der VfB hatte die Hertha schon zur Pause am Boden.

Im Krisengipfel zwischen dem VfB Stuttgart und Hertha BSC war der VfB zwar bemüht, aber zunächst noch recht harmlos. Erst nach einem Freistoß war Ibisevic zur Stelle und staubte aus kurzer Distanz ab. Für den Bosnier war es der erste Treffer im neuen Trikot und der Auftakt für eine turbulente Phase. Nur acht Minuten später führten die Schwaben mit 3:0 und die Berliner hatten nach einem üblen Foul von Ottl nur noch zehn Mann auf dem Platz. Harnik, wieder zurück in der Startformation, erhöhte mit seinem zweiten sehr sehenswerten Treffer noch vor der Pause auf 4:0. Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Berlin hatte sich längst in sein Schicksal ergeben und "rettete" sich mit einem 5:0 über die Ziellinie. Für Skibbe geht eine rabenschwarze Serie damit in die nächste Runde. Nach vier Spielen und dem Pokal-Aus gegen Gladbach stehen null Punkte zu Buche. Dagegen feierte der VfB Stuttgart erstmals nach dem 20. November (2:1 gegen Augsburg) wieder einen Sieg.

Zidan macht's schon wieder, aber es reicht nicht

Hannovers Zieler war, bis er in Mainz auflief, der einzige Keeper in der Bundesliga, der 2012 noch keinen Treffer kassiert hatte. Das war schnell vorbei, denn Zidan war bei seinem zweiten Auftritt an alter Wirkungsstätte der Spielverderber und schob nach schöner Vorarbeit von Polanski zur frühen Führung ein. Der vielversprechende Auftakt sollte nicht enttäuschen. Beide Teams boten ein temporeiches Spiel, das hin und her wogte. Während Hannover bis zur Pause noch gute Chancen hatte, taten sich die Niedersachsen danach sichtbar schwerer, sich Möglichkeiten herauszuarbeiten. Erst in letzter Minute war Sobiech doch noch zur Stelle und bescherte den Gästen einen verdienten Punkt.

Reus bringt die Fohlen im Eiltempo auf Trab

Das Tor-Trio: Die Gladbacher Arango, Hanke und Reus schossen die Schalker ab.
Das Tor-Trio: Die Gladbacher Arango, Hanke und Reus schossen die Schalker ab.
© Getty Images

Beim Topspiel am Samstagabend stellte sich die Frage, wer am Führungsduo dran bleibt. Die Antwort darauf lieferte Gladbach im Duell mit Schalke sofort. Die Partie war noch keine zwei Minuten alt, als Reus die halbe Schalker Defensive austanzte und zum 1:0 einschoss. Doch damit nicht genug, die "Königsblauen" waren völlig von der Rolle und waren wenig später nur mehr bessere Statisten, als Hanke auf 2:0 erhöhte. Und da Gladbach offensichtlich einen Sahnetag erwischt hatte, glückte halt alles. Arango schlenzte einen Freistoß unter die Latte: 3:0. Nach dem Wechsel gestaltete sich die Partie ausgeglichener, allerdings war die Messe dann auch schon gelesen. Gladbach brachte die Führung sicher über die Zeit und überholte Schalke in der Tabelle.

Freitag: Drei Punkte für den VfL, Lob für die Breisgau-Bubis

Wolfsburgs Schäfer grätscht den Ball zum 2:1 über die Linie.
Wolfsburgs Schäfer grätscht den Ball zum 2:1 über die Linie.
© Getty ImagesZoomansicht

Der 21. Spieltag wurde am Freitagabend mit dem Duell zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SC Freiburg eröffnet. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, den der VfL mit 3:2 für sich entscheiden konnte. Matchwinner gegen das Schlusslicht der Liga war der Tscheche Jiracek, der das Führungstor und den Siegtreffer für die Magath-Elf erzielte. Besonders im ersten Abschnitt war es ein packendes Spiel, in dem die stark ersatzgeschwächten Breisgauer wie zuletzt gegen Bremen nach Rückstand zweimal zurückkamen.

Doch gegen die Wölfe reichte es nicht zu einem Punkt für die SC-Youngster (Durchschnittsalter Startelf: 23,9 Jahre), obwohl die Mannschaft von Trainer Christian Streich bis zuletzt auf den Ausgleich drängte. Wolfsburg kann sich aufgrund der Konstellation im DFB-Pokal (Platz 7 in der Liga reicht wohl für die Europa League, wenn Zweitligist Fürth nicht ins Finale vorstößt) wieder näher an den internationalen Plätzen wähnen, die Freiburger wurden für eine couragierte Leistung nicht belohnt und zieren weiterhin das Tabellenende.

Fotos zum 21. Spieltag
Bilder: BVB bleibt Spitze - HSV marschiert
Die Kölner Novakovic (re.) und Peszko raufen sich ob der 0:1-Heimniederlage gegen den Hamburger SV die Haare.
Unfassbar

Die Kölner Novakovic (re.) und Peszko raufen sich ob der 0:1-Heimniederlage gegen den Hamburger SV die Haare.
© Getty Images

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Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Borussia Dortmund46:1446
 
2Bayern München49:1444
 
3Bor. Mönchengladbach34:1243
 
4FC Schalke 0446:2841
 
5Werder Bremen34:3533
 
6Bayer 04 Leverkusen28:2831
 
7Hannover 9623:2531
 
8VfL Wolfsburg27:3827
 
9VfB Stuttgart31:2826
 
10Hamburger SV26:3426
 
11TSG Hoffenheim23:2525
 
121. FC Köln29:4124
 
131. FSV Mainz 0529:3523
 
141. FC Nürnberg19:3122
 
15Hertha BSC25:3620
 
161. FC Kaiserslautern15:2618
 
17FC Augsburg19:3318
 
18SC Freiburg27:4717

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