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01.02.2012, 16:25

Kältewelle rollt über Deutschland

Eiszeit in der Bundesliga

Die Kältewelle hat längst ganz Deutschland im Griff. Im Osten herrschen bereits zweistellige Minusgrade, und es wird auch im Westen immer kälter. Spätestens am Freitagfrüh wird das Thermometer im ganzen Land zweistellige Minuswerte anzeigen. Freitagabend muss Dortmund in Nürnberg ran. Eine Herausforderung für Spieler wie Fans gleichermaßen. Bei Anpfiff erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) minus zwölf Grad in Nürnberg, dazu kommt ein eisiger Wind.

Perisic, Gündogan, Bakalorz und Kagawa
Schwarzer Block: Perisic, Gündogan, Bakalorz und Kagawa haben sich im Training schon vermummt.
© imagoZoomansicht

"Das ist eine grenzwertige Situation", sagte Mannschaftsarzt Tim Meyer von der Nationalmannschaft dem Sport-Informations-Dienst (SID). Bei minus 15 Grad sei bezüglich der Verletzungsgefahr "ein leicht erhöhtes Risiko vorhanden", betonte der Sportmediziner aus dem Saarland. Die Rasenheizungen laufen bereits auf Hochtouren. Für warme Füße werden sie in den Stadien jedoch nicht sorgen können. Dortmunds Keeper Roman Weidenfeller hat bereits im Training "blaue Füße" gesehen, die durch die Kälte entstanden seien. "Weil wir extrem enge Schuhe tragen, gibt es dort kaum Reibung", erklärte der Torwart. Und für dicke Socken ist wohl auch kein Platz.

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Nationalmannschafts-Arzt Meyer wies darauf hin, dass Muskulatur und Durchblutung bei der Eiseskälte nur langsam auf Touren kämen. Ein weiteres Problem: Die Spieler atmen permanent die trocken-kalte Luft ein. Das führt zur Reizung der Atemwege und kann bei anfälligen Profis schnell zu Asthma-typischen Reaktionen führen.

Weidenfeller hat bereits angekündigt, den Schrank zu durchstöbern, um zu schauen, was er alles unter seinem Trikot anziehen kann. Auf Handschuhe, Langarmtrikots und Thermounterwäsche wird wohl kein Spieler verzichten. Aber auch für die Fans sind die sibirschen Temperaturen und der steife Wind aus dem Osten eine echte Herausforderung. Im Osten der Republik sollen die gefühlten Temperaturen durch den eisigen Wind sogar bei minus 40 Grad liegen.

Klopp und Hecking bleiben gelassen

Schneetreiben: In der letzten Saison schneite es beim Spiel zwischen Nürnberg und Dortmund zwar, es war aber deutlich wärmer.
© imago

Eine Temperatur-Grenze im Frostbereich, die eine Spielabsage nach sich zieht, gibt es nicht. "Die UEFA soll mal festgelegt haben, dass bei minus 15 Grad nicht gespielt wird. Ich kann mich aber an keine Absage erinnern, die sich auf diesen Beschluss beruft", sagte Meyer, der beim DFB der Kommission Sportmedizin angehört. Von der Kälte ist nicht nur die Bundesliga betroffen. In der Serie A wurden die ersten Spiele in dieser Woche bereits abgesagt.

Und was sagen die Trainer? Bisher geben sich beide Seiten betont entspannt. "Auf die Wetterbedingungen haben wir keinen Einfluss. Es ist mir egal, ob es minus zehn, minus zwölf oder minus 14 Grad sein werden." Die Kälte dürfe keinesfalls als Ausrede herhalten, mahnte er seine Spieler am Mittwoch. Auch BVB-Coach Jürgen Klopp mag das Wetter nicht dramatisieren. "Minusgrade gehören wie Regen zum normalen Geschäft. Wir sind vorbereitet", erklärte Klopp. Beim Hamburger SV, der am Samstagabend die Bayern empfängt, hat man derweil die Trainingsmethoden umgestellt und die Spieler aufs Eis geschickt - zum Curling.

01.02.12
 

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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Borussia Dortmund45:1443
 
2Bayern München47:1441
 
3FC Schalke 0446:2541
 
4Bor. Mönchengladbach31:1240
 
5Werder Bremen33:3432
 
6Bayer 04 Leverkusen28:2731
 
7Hannover 9622:2430
 
81899 Hoffenheim22:2424
 
91. FC Köln29:4024
 
10VfL Wolfsburg24:3624
 
11VfB Stuttgart26:2823
 
12Hamburger SV25:3423
 
131. FSV Mainz 0528:3422
 
141. FC Nürnberg19:3121
 
15Hertha BSC25:3120
 
161. FC Kaiserslautern15:2418
 
17FC Augsburg19:3317
 
18SC Freiburg25:4417
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