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22.01.2012, 19:20

Dortmund und Schalke schließen zu Bayern auf

Dortmund meisterlich - Spannung an der Spitze

Meister Dortmund düpierte den Hamburger SV mit einer Klasse-Leistung. Leverkusen setzte sich gegen Mainz durch. Am Samstagnachmittag nutzte der FC Schalke mit einem 3:1 gegen Stuttgart die Münchner Pleite zum Auftakt eiskalt aus. Nürnberg vermieste Michael Skibbes Einstand mit den Berlinern, Christian Streich jubelte mit Freiburg gegen den FCA. Die millionenschwer erneuerten Wolfsburger bezwangen Köln.

Meisterlicher Jubel: Dortmund schießt den HSV in dessen Stadion ab.
Meisterlicher Jubel: Dortmund schießt den HSV in dessen Stadion ab.
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Borussia Dortmund gelang zum Auftakt der Rückrunde ein Start nach Maß und ein überzeugender 5:1-Sieg in Hamburg. Der HSV war dem spielerischen und läuferischen Vermögen des Meisters nie gewachsen, hätte sogar noch höher verlieren können. Doch die Borussia ging mit ihren Chancen fast schon leichtfertig um. Bei der ersten Niederlage unter Trainer Thorsten Fink ließen die Hanseaten die Bundesligatauglichkeit vollends vermissen. Dagegen schließt Meister Dortmund mit einer tollen Vorstellung in der Tabelle zu Spitzenreiter Bayern München und Schalke 04 auf. Großkreutz eröffnete den Torreigen, danach schlugen Lewandowski und Blaszczykowski jeweils doppelt zu.

Mainzer Sturmlauf nicht belohnt

Bayer Leverkusen gewann in einem in der zweiten Hälfte spannenden Spiel gegen Mainz 05 mit 3:2. Kapitän Rolfes und Kießling mussten zunächst auf der Bank Platz nehmen, Ballack begann im Mittelfeld der Westdeutschen. Die erste Hälfte verschliefen die Rheinhessen komplett. Pospech mit einem Eigentor und Friedrich sorgten früh für scheinbar klare Verhältnisse. Doch die 05er kamen wie verwandelt aus der Kabine. Gerade acht Minuten benötigten die Gäste, um durch Polanski und Caligiuri auszugleichen. Bayer hatte komplett den Faden verloren. Anschließend reagierte Leverkusens Trainer Robin Dutt und nahm Ballack vom Feld. Prompt fanden die Gastgeber zurück ins Spiel und kamen durch Bender noch zu dem eminent wichtigen Dreier. Wichtig vor allem für den Trainer, um in Ruhe arbeiten zu können.

Die Bremer Bargfrede und Ekici im Duell mit dem Lauterer de Wit.
Die Bremer Bargfrede und Ekici im Duell mit dem Lauterer de Wit.
© Getty Images

Am Samstagabend reisten die Bremer nach mehr oder weniger verkorksten Vorbereitung (vier von fünf Tests verloren) in die Pfalz. Dort wartete das harmloseste Team der Liga, der 1. FC Kaiserslautern traf in der Hinserie nur 13-mal ins Schwarze. das Topspiel des Samstags war vom Anpfiff weg eine kampfbetonte Partie, die jedoch leider ohne Tore blieb. Dies hatte auch mit dem nicht vorhandenen Glück zu tun, denn die Kurz-Elf traf zweimal nur Aluminium, die Bremer immerhin auch einmal. Zudem hätte der SV Werder in der ersten Hälfte einen Elfmeter bekommen müssen, da Kouemaha mit einem Fallrückzieher gegen Prödl klärte und dabei den Bremer Abwehrmann voll im Gesicht traf. Der österreicher musste stark blutend vom Platz getragen werden. Durch das torlose remis verpasst es der FCK, vorübergehend den Relegationsplatz zu verlassen, die Bremer bleiben auf Platz fünf.

Matip stellt früh die Weichen für S04

Schalke jubelt über das 1:0 durch Matip.
Schalke jubelt über das 1:0 durch Matip.
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Durch die Auswärtsniederlage des FC Bayern bei Gladbach hatten die Schalker die Chance, mit dem Spitzenreiter nach Punkten gleichzuziehen. Und diese nutzten die Königsblauen eiskalt! Die Mannschaft von Huub Stevens bezwang den VfB Stuttgart verdient mit 3:1. Schon in der dritten Minute war Matip nach einem Eckball zur Stelle und staubte ab. Kurz darauf machte Huntelaar das zweite Schalker Tor, doch der Niederländer wurde fälschlicherweise wegen Abseits zurückgepfiffen. Erhöhen durfte für die Knappen schließlich Papadopoulos, der erneut nach einer Ecke die Stuttgarter Abwehrspieler übersprang und wuchtig einnickte. Den Schalker Schlusspunkt setzte Draxler, der gegen die pomadige VfB-Abwehr eine Staffette gekonnt zum 3:0 abschloss. Für die Stevens-Elf ein gelungener Start ins Pflichtspieljahr - mit 37 Zählern rücken sie den Münchnern auf die Pelle. Die viel zu harmlosen Stuttgarter indes konnten den Negativtrend in der Liga nicht stoppen und versinken weiter im Mittelmaß.

Drei Zähler für Streich

Ein Kellerduell gab es zum Einstieg für den neuen Freiburger Trainer Christian Streich. Der vereinsinterne Nachfolger des entlassenen Marcus Sorg traf in seinem ersten Pflichtspiel mit dem SC auf den Aufsteiger FC Augsburg. Ein Sieg wäre für den Tabellenletzten lebensnotwendig gewesen, doch obwohl die Breisgauer klar überlegen waren, mussten sie bis in die Schlussphase hinein anrennen, ehe das 1:0 unter Dach und Fach war. Der Hauptgrund hierfür: Die laufstarken Freiburger spielten flott und geradlinig bis zum Strafraum, doch dann wurde der SC zu umständlich. Der zurückgekehrte FCA-Keeper Jentzsch verlebte einen einigermaßen ruhigen Nachmittag, der erst mit der Einwechslung von Joker Reisinger arbeistreicher wurde. In der 88. Minute wurde die Moral der Streich-Elf belohnt, als Ginters Kopfball unhaltbar für Jentzsch ins lange Eck flutschte.

Nürnberg: Hecking jubelt beim 1000. Bundesligaspiel

Esswein jubelt, Didavi und Wollscheid gratulieren
kaum zu glauben: Esswein (Mi.) jubelt, Didavi und Wollscheid gratulieren.
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Zurück in der Bundesliga ist Michael Skibbe. Mit Hertha BSC kreuzte der ehemalige Leverkusener, Frankfurter und Dortmunder Übungsleiter beim 1. FC Nürnberg auf, der gegen die Berliner sein exakt 1000. Bundesligaspiel absolvierte. Trotz größter Personalsorgen durften die Franken beim Jubiläum jubeln - Esswein versenkte einen Schuss aus 20 Metern, der leicht abgefälscht wurde und somit schwer zu halten für Berlins Keeper Kraft. Im zweiten Abschnitt hatten beide Teams die Möglichkeit, den Ball zu versenken, doch dies gelang erst in der Schlussphase: Nürnbergs Innenverteidiger Maroh hielt nach einem Freistoß am zweiten Pfosten den Fuß zum 2:0-Endstand hin. Für die Hecking-Elf war es letztlich ein verdienter Erfolg, der die Sorgen der Franken etwas lindert.

Polter erlöst Magath

Die Wolfsburger empfingen zum Wiederbeginn den 1. FC Köln, bei dem der lange Zeit fragliche Podolski wieder auflaufen konnte. Das Spiel der runderneuerten Magath-Elf brauchte lange Zeit, um auf Touren zu kommen. Der FC stand in der defensive kompakt und hätte durch Novakovic in er ersten Halbzeit in Führung gehen können, aber der Slowene scheiterte an Keeper Benaglio. Mit zunehmender Spieldauer wurde der VfL dominanter - der 20-jährige Polter erlöste schließlich die Magath-Elf in der 78. Minute mit einem schulmäßigen Kopfball zum 1:0-Heimsieg.

Keine Tore fielen im Duell zwischen Hoffenheim und Hannover. Insgesamt waren die Kraichgauer einen Tick überlegen, doch die Chancenverwertung der Mannschaft von Trainer Holger Stanislawski blieb mangelhaft.

Bayern düpiert: Gladbach siegt auch im Rückspiel

Matchwinner für Gladbach: Patrick Herrmann und Marco Reus waren an allen drei Toren beteiligt.
Matchwinner für Gladbach: Patrick Herrmann und Marco Reus waren an allen drei Toren beteiligt.
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Eröffnet wurde die Rückrunde am Freitagabend mit dem Klassiker und Topspiel Borussia Mönchengladbach gegen den Tabellenführer FC Bayern München. Und die Favre-Elf wiederholte prompt ihren Coup aus dem Hinspiel und schickte den Rekordmeister mit 3:1 nach Hause. Schon nach elf Minuten leistete sich Nationaltorhüter Manuel Neuer einen Fauxpas und klärte unglücklich ausgerechnet auf Reus, der sich bedankte und mit einem langen Ball ins Netz traf. Die Bayern reagierten zunächst mit wütenden Gegenangriffen, spielten sich jedoch schon bald gegen die auch ohne Dante (Gelbsperre) gut aufgelegte Borussen-Defensive fest. Eine Art Vorentscheidung fiel dann vor der Pause: Nach schönem Pass von Hanke erhöhte Herrmann kaltblütig auf 2:0 (41.).

Auch nach der Pause war von den Bayern, die ohne Ribery (Gelb-Rot) antreten mussten, im Spiel nach vorne nicht zu viel zu sehen. Vielmehr setzten die Gladbacher Torschützen des ersten Durchgangs noch einen drauf: Reus schickte Herrmann mit einem Zuckerpass in den Strafraum. Der zeigte erneut vor Neuer keine Nerven und vollendete zum 3:0 (71.). Damit war endgültig alles klar. Schweinsteiger nutzte zwar eine Unachtsamkeit der Borussen-Abwehr zum Ehrentreffer (76.), doch es sollte der einzige Fehler der Gladbacher Hintermannschaft bleiben. In der Tabelle verkürzte die Borussia damit den Rückstand auf nur noch einen Zähler.

Bilder zum 18. Spieltag
BVB überrollt HSV, Bender-Schlusspunkt in Leverkusen
Neven Subotic gegen Paolo Guerrero (hinten)
Abschirmen

Meister Dortmund zu Gast in Hamburg. Und die Westfalen zeigten dem selbstbewusst aus dem Winter gekommenen Gastgeber von Beginn an, wer die Punkte mitnehmen würde. Hier schirmt Subotic den Ball gegen Guerrero ab.
© imago

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Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München44:1337
 
2Borussia Dortmund40:1337
 
3FC Schalke 0441:2337
 
4Bor. Mönchengladbach28:1236
 
5Werder Bremen30:3130
 
6Bayer 04 Leverkusen25:2429
 
7Hannover 9620:2424
 
8TSG Hoffenheim19:1923
 
9VfL Wolfsburg24:3423
 
10VfB Stuttgart24:2322
 
111. FC Köln27:3621
 
121. FC Nürnberg19:2821
 
13Hertha BSC24:2820
 
14Hamburger SV22:3219
 
151. FSV Mainz 0524:3218
 
161. FC Kaiserslautern13:2117
 
17SC Freiburg22:3916
 
18FC Augsburg15:2915

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