"Ich habe im Moment keine Eile", antwortete der Peruaner auf die Frage nach seiner Zukunft. "Ich werde im März oder aber April eine Entscheidung treffen", führte Pizarro weiter aus. Einen Abgang noch in diesem Winter schließt der 33-Jährige aus, die Rückrunde wird er noch für das Team von Trainer Thomas Schaaf bestreiten.
Wohin ihn dann sein Weg führen wird, steht noch nicht fest. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2013, kann aber nach Ende dieser Saison von beiden Seiten aufgelöst werden, wie erst kürzlich bekannt wurde. Dass Werder daran kein Interesse hat, ist auch hinlänglich bekannt. Pizarro selbst will die Dinge auf sich zukommen lassen.
"Irgendwann wird bestimmt ein Angebot kommen, dann werde ich mir in aller Ruhe meine Gedanken machen", so der Peruaner. Und bei seinen Gedanken spielt auch Werder eine große Rolle. Denn seine besten und erfolgreichsten Zeiten hatte der Angreifer nicht beim FC Bayern in München oder gar in London beim FC Chelsea, sondern in Bremen. "Dies spielt bei meinen Überlegungen eine Rolle", gibt Pizarro offen zu.
Aber natürlich stellen auch die sportlichen Perspektiven einen nicht zu unterschätzenden Faktor dar. Sollte Werder das Niveau der Vorrunde halten oder sogar noch steigern, könnte Pizarro die Entscheidung erleichtern. Wobei der Peruaner die Teilnahme am internationalen Geschäft nicht unbedingt als Voraussetzung sieht. Zweifelsohne würde dies aber die Chancen eines Verbleibs Pizarros an der Weser nochmals erhöhen.
Einen Hoffnungsschimmer gibt es dagegen bei Naldo. Der Brasilianer, der eine Reizung am linken Knie hat, konnte am Freitag leichtes Lauftraining absolvieren. "Ich hoffe, dass ich am Samstag wieder am Mannschaftstraining teilnehmen kann", sagte der Verteidiger gegenüber kicker online.
Im Wechseltheater um Naldo soll dessen Berater Bremen eine Frist gesetzt haben. Für Klaus Allofs zählt aber alleine der 31. Januar als Stichtag, wenn das Transferfenster schließt. Das erste Angebot von Porto Alegre bezeichnete Allofs allerdings bereits als "nicht seriös". Spiegel online berichtete am Freitagabend von einem weiteren lukrativeren Angebot, das der Klub vorgelegt habe.
Definitiv fehlen in Belek wird dagegen Aaron Hunt, denn es ist ausgeschlossen, dass der Mittelfeldspieler noch nachreisen wird: "Hunt wird auf keinen Fall in die Türkei kommen", sagte Schaaf.
Der 25-jährige Hunt leidet an Adduktorenproblemen und wird in der Hansestadt weiterhin sein individuelles Programm fortsetzen. Damit fehlt ihm aber die Wintervorbereitung, was im Kampf um einen Stammplatz im Mittelfeld sicherlich nicht förderlich ist. Den Auftakt der Rückrunde verpasst er allerdings wegen seiner Roten Karte aus der Partie bei Bayern München (1:4) sowieso.
Aus Belek berichtet Hans-Günter Klemm
Welches Paar soll bei der EURO die Innenverteidigung bilden?(47694 Teilnehmer)
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