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29.12.2011, 13:05

Freiburg: Co-Trainer wird zum Chef-Coach

Streich übernimmt für Sorg

Paukenschlag beim SC Freiburg. Beim einst so gemütlichen Sportclub aus dem Breisgau wird der Umgangston rauer. Erst wollte Trainer Marcus Sorg nach missglückter Hinrunde ein Zeichen setzen und beförderte sechs Spieler aufs Abstellgleis. Nun griff der Verein durch und beurlaubte den Coach selbst, der mannschaftsintern bereits mehr und mehr an Rückendeckung verloren hatte. Der bisherige Co-Trainer Christian Streich erhält die Verantwortung.

Christian Streich und Marcus Sorg
Der Co-Trainer rückt auf: Christian Streich (links) führt künftig Regie beim SC Freiburg.
© picture allianceZoomansicht

Dem SC Freiburg droht der erste Bundesliga-Abstieg in der Nach-Finke-Ära, der von 1991 bis 2007 im Breisgau wirkte. Sportdirektor Dirk Dufner zog nun die Reißleine und gab seinem Trainer den Laufpass. Sorg hatte die Mannschaft im Sommer von Robin Dutt, der nach Leverkusen wechselte, übernommen. Zuvor hatte der 46-Jährige die Regionalligamannschaft des SC Freiburg betreut.

"Wir sind nicht als Klub bekannt, der sich leichttut, was Trainer-Demissionen angeht. Aber wir wollen auch auf der Trainerposition einen Impuls setzen", begründete Dufner die Entscheidung. Die Freiburger trennten sich zum ersten Mal in ihrer Bundesliga-Geschichte vorzeitig von einem Trainer. Volker Finke verließ den Verein 2007 nach 16 Jahren, Dutt wechselte im Sommer nach vier Jahren zu Bayer Leverkusen.

Neuer Chef-Coach wird der bisherige Assistent Streich, der die Freiburger A-Jugend 2008 zur deutschen Meisterschaft geführt hatte. "Wir haben uns für Christian Streich entschieden und nicht für eine externe Lösung. Er kennt die Mannschaft", meinte Dufner.

Die Mannschaft lebt. Wenn wir an ein paar kleinen Schrauben drehen, in ein paar Sachen anders zusammenrücken, dann können wir unser Ziel erreichen, nicht abzusteigen.Christian Streich

Sorg muss sich ankreiden lassen, dass unter seiner Leitung der Verein erheblich an Boden auf die Konkurrenz verloren hat. Während das Team in der Vorsaison mit nahezu identischem Kader noch auf Platz neun einlief, hängt die Rote Laterne nach nur drei Siegen und vier Remis nun im Breisgau.

Zuletzt hatte Sorg noch für einen personellen Paukenschlag gesorgt und fünf Spielern mitgeteilt, dass sie den Verein verlassen können. Darunter auch Kapitän Heiko Butscher und Stammspieler Felix Bastians. Yacine Abdessadki erhielt sogar die fristlose Kündigung.

Dass mannschaftsintern an seinen Fähigkeiten gezweifelt wurde, machte die Lage für Sorg in den letzten Wochen sicherlich noch schwieriger. Offenbar hat die große Mehrheit des Kaders erhebliche Zweifel, ob er die fachlichen Qualitäten hat, das Ruder herumzureißen. Die Kritik wurde an Trainingsinhalten, der Art der Videoanalyse und taktischen Defizite festgemacht.

Die Vorbereitungen auf die Rückrunde starten am 2. Januar. Zwei Tage später fliegt das Team ins Trainingslager nach Rota/Andalusien. Zum Start in die Rückrunde ist am Samstag, 21. Januar der FC Augsburg zu Gast.

 
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weitere Infos zu Sorg

Vorname:Marcus
Nachname:Sorg
Nation: Deutschland