
| Vorname: | Cristian |
| Nachname: | Molinaro |
| Nation: | Italien |
| Verein: | VfB Stuttgart |
| Geboren am: | 30.07.1983 |
Eine erste vereinsinterne Konsequenz hatten die beiden unvorsichtigen Attacken gegen Arjen Robben bereits für den 28-Jährigen: Er musste am Montag zum Training antreten - wie alle Spieler, die gegen die Bayern nicht von Anfang an gespielt hatten. Logisch: Molinaro stand am Sonntag auch nur eine knappe halbe Stunde auf dem Rasen.
Dann war seine Partie beendet, übermotiviert hatte er Robben auf Höhe der Mittellinie von den Beinen geholt, obwohl dieser mit dem Rücken zum VfB-Tor stand. Referee Manuel Gräfe, der von Beginn an mit schnellen Gelben Karten gegen Christian Gentner und eben Molinaro klargemacht hatte, dass er an diesem Tag eine (durchaus diskussionswürdige) kleinliche Linie fahren würde, zückte umgehend Gelb-Rot - und brachte damit Sportdirektor Bobic auf die Palme.
Auch Molinaro teilte Bobics Meinung, wonach er bei der zweiten Verwarnung Robben "zwar berühre, aber auch den Ball spiele. In dieser Situation nach 30 Minuten gleich die zweite Gelbe Karte zu zeigen, ist eine harte Entscheidung", so der Außenverteidiger auf der VfB-Website. Es sei "ein normaler Zweikampf" gewesen - eine Ansicht, die man nicht zwingend teilen muss, traf Molinaro doch eindeutig erst Robbens Beine und dann den Ball. Auch Teamkollege Martin Harnik kritisierte, Molinaro sei in der Szene "vielleicht etwas übermotiviert" gewesen.
„Robben ist einer, den ich nicht spielen sehen mag.“Martin Harnik
Einig waren sie sich beim VfB allerdings darin, dass Robben mit seiner Theatralik und der ausgedehnten Behandlungspause den Platzverweis mit provozierte. "Robben ist einer, den ich nicht spielen sehen mag", sagte Harnik gar, "weil er ziemlich leicht fällt und schon vor dem Kontakt in der Luft steht."
Molinaro fand ebenfalls, dass Robben "sehr theatralisch" gefallen sei: "Vielleicht hat das den Schiedsrichter beeindruckt." Trotzdem wusste er auch um seine eigene Schuld: "Ich bin sauer und traurig über die Gelb-Rote Karte, und es tut mir sehr leid für die Mannschaft. Es ist ohnehin schwer gegen die Bayern und dann habe ich uns auch noch geschwächt." Ärger über eine "klare Fehlentscheidung" (Trainer Bruno Labbadia) klingt anders.