
| Vorname: | Klaas Jan |
| Nachname: | Huntelaar |
| Nation: | Niederlande |
| Verein: | FC Schalke 04 |
| Geboren am: | 12.08.1983 |
Nach dem Dienstagstraining soll es ein Wortgefecht zwischen Babbel und Preetz gegeben haben, das Klima in Berlin wurde frostiger - weil die Zukunft von Babbel weiter offen ist. Doch von einem gestörten Verhältnis zwischen ihm und seinem Manager will der Aufstiegscoach nichts wissen. "Das ist erstunken und erlogen", echauffierte sich Babbel am Freitagabend.
Mögliche negative Auswirkungen auf die Mannschaft lassen sich zwar statistisch vermuten - seit fünf Spielen ist Hertha bereits sieglos -, gegen Schalke zeigte der Bundesliga-Rückkehrer aber eine durchaus engagierte Leistung. Nur in Sachen Effizienz waren die Berliner klar unterlegen, "die gewisse hundertprozentige Konzentriertheit" habe gefehlt, bemängelte Keeper Thomas Kraft. "Vom Aufwand her war das absolut klasse", hob Babbel das Positive hervor, "die Jungs haben bis zum Schluss alles gegeben, da fehlt auch das Quäntchen Glück."
Die Schalker dagegen zeigten sich eiskalt vor dem Tor, Klaas Jan Huntelaar markierte sein 14. Saisontor, Teemu Pukki bewies mit dem Siegtreffer, dass er in einer Zwei-Stürmer-Lösung eine gute Rolle spielen kann. Unabhängig davon beschäftigt sich S04 weiter mit Lukas Podolski, das bestätigte auch Horst Heldt am Freitagabend. Aber: Kontakt zum Nationalspieler und dem 1. FC Köln habe es noch nicht gegeben, beteuerte der Sportlicher Leiter.
„ Wir wissen, dass wir da ganz oben am Ende nicht mitmischen. “ Huub Stevens
Pukki indes durfte nach dem Spiel prompt mit Kapitän und Rückkehrer Benedikt Höwedes ans Megaphon - wie damals bei seinem Doppelpack in Hannover (2:2). "Ich bin eigentlich ein sehr schüchterner Mensch", verriet der Finne nun auf der S04-Website, "deshalb wusste ich vor einigen Wochen in Hannover nach dem Spiel gar nicht so genau, was jetzt kommt." Diesmal war er schlauer und ließ sich mit Genuss vom königsblauen Anhang feiern. Er schoss Schalke zumindest vorübergehend auf Platz zwei!
Die Verantwortlichen ließ das jedoch, zumindest nach außen, völlig kalt: "Dass wir gleichgezogen haben mit den Bayern, finde ich nicht wichtig", wollte sich Trainer Huub Stevens nicht an Gelsenkirchener Träumereien beteiligen. "Wichtig ist, dass wir das Spiel heute gewonnen haben. Wir hatten die Chance für ein drittes Tor. Weil wir sie ausgelassen haben, blieben wir bis zum Ende unter Druck." Und so findet der Niederländer gar: "Wir wissen, dass wir da ganz oben am Ende nicht mitmischen, dafür fehlt die Stabilität."
Auch Höwedes reagierte mit Bedacht auf die neue, vielversprechende Tabellensituation. Bayern-Jäger? "Wir bleiben realistisch", beteuerte der Abwehrchef. "Wir haben einen wichtigen Arbeitssieg aus Berlin mitgenommen. Darauf können wir aufbauen. Schauen wir mal, wohin der Weg führt."