
Nach einem 2:1 in Stuttgart ist der FC Bayern auch in der kommenden Woche wohl nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen und damit de facto bereits Herbstmeister. Der VfB erwischte den besseren Start durch Gentners Führungstreffer (6.), doch der Ex-Stuttgarter Gomez (13.) brachte die Bayern schnell wieder ins Spiel zurück. In der 29. Minute einer bis dahin abwechselungsreichen Partie sah Molinaro nach Foul an Robben Gelb-Rot, in Überzahl machte Gomez nach der Pause den zweiten Treffer (57.). Zwar spielten die Bayern ihren Part zum Ende hin etwas zu nachlässig herunter, doch der Labbadia-Elf gelang keine Wende mehr.
Wenige Tage nach dem Aus aus der Champions League hat Borussia Dortmund auch in der Liga einen Rückschlag hinnehmen müssen: Mit einem 1:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern verpasste der BVB die Chance, sich im Kampf um die Herbstmeisterschaft eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Kagawa hatte das Team in der 27. Minute aus 16 Metern in Führung gebracht, doch Sahan gelang in der 60. Minute mit einem Kunstschuss der Ausgleich. Hummels (72.) und Götze (82.) setzten das Leder nur an die Latte, am Ende hatte Dortmund sogar noch Glück, dass Weidenfeller einen Kopfball von Shechter (77.) noch auf der Linie klärte. Mit dem 1:1 war klar, dass Bayern vor dem letzten Spieltag vor der Winterpause an der Spitze stehen würde.

Am Samstagnachmittag wollte Gladbach eigentlich vorübergehend auf Platz eins springen und die Konkurrenz aus München und Dortmund vor deren Sonntagsspielen beim VfB und FCK unter Druck setzen. Doch die Borussen fielen beim Tabellenletzten aus Augsburg auf die Nase. der Ex-Gladbacher Callsen-Bracker traf mit einem abgefälschten Freistoß zum siegbringenden 1:0 und führte den Aufsteiger weg vom letzten Tabellenplatz. Nach vier Siegen und einem Remis aus den letzten fünf Partien eine kleine Überraschung für Lucien Favres Fohlen, die erstmals die Klasse von Reus (Zehenbruch) schmerzlich vermissten. Die Gladbacher bleiben mit der vierten Saisonniederlage auf Platz vier stehen, die Elf von Trainer Jos Luhukay schöpft neue Hoffnung.

Im Nordduell zwischen Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg gab es einen klaren Sieger - die Schaaf-Elf. Die Hanseaten gewannen gegen die Wölfe souverän mit 4:1 und merzen damit die schmerzhafte 1:4-Niederlage beim FC Bayern aus. Die Wolfsburger lieferten eine ganz schwache erste Halbzeit ab und lagen durch Sokratis und Pizarro verdient in Rückstand. In der Halbzeit tauschte VfL-Trainer Felix Magath mit Salihamidzic und Josué zwei erfahrene Kräfte aus. Kurzfristig wurde das Spiel der Magath-Elf zielstrebiger, doch als Rosenberg einen Tempo-Gegenstoß ebenso energisch wie überlegt abschloss, war die Messe für die Niedersachsen gelesen. Der eingewechselte Arnautovic traf zum vierten Werder-Tor, VfL-Kapitän Schäfer sorgte spät für etwas Ergebniskosmetik. Die Wolfsburger sind dem Keller durch diese blutleere Vorstellung wieder einen Schritt näher.
In Mainz trennten sich sich die 05er und der HSV torlos. Beide Mannschaften waren in den vergangenen Wochen vor allem ergebnismäßig auf dem Vormarsch, doch spielerisch konnte das Duo nicht überzeugen. Dennoch war die Partie intensiv mit einem leichten Chancenplus für die Tuchel-Elf, doch zu Zählbarem reichte es nicht. Die Hamburger bleiben unter Trainer Torsten Fink weiterhin ohne Niederlage.
Das Duell zwischen Köln und Freiburg entschied der FC klar zu seinen Gunsten mit 4:0. Podolski traf nach wenigen Sekunden nur die Latte und bereitete dann die Führung durch Clemens indirekt mit vor. Den zweiten Treffer machte dann der Kölner Nationalspieler mit einem feinen Linksschuss selbst. Die Freiburger, die zuletzt dreimal in Folge remis spielten, spielten zwar einige Zeit munter mit, doch vor dem Tor wollte der Mannschaft von Trainer Marcus Sorg nichts gelingen. Ganz anders die Mannen von Trainer Stale Solbakken, die enorm effektiv agierten: Clemens mit einer direkt verwandelten Ecke und Podolski schraubten das Ergebnis in die Höhe. Durch die Niederlage rutschen die Breisgauer ans Tabellenende, Köln entfernt sich von der gefährdeten Zone.
Nürnberg musste im letzten Heimspiel des Jahres eine bittere 0:2-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim hinnehmen. Der Held des Nachmittags für die Kraichgauer hieß Ibisevic, der beide Treffer erzielte. Zunächst verlief das Spiel ausgeglichen, doch mit dem Führungstor der Gäste (39.) und der kurz darauffolgenden Roten Karte für Chandler (43.) kippte das Duell zugunsten der Stanislawski-Elf. In Unterzahl mühte sich der FCN redlich, doch in der Offensive ging bei der Hecking-Elf gar nichts zusammen. Mit dem dritten Sieg im fünften Bundesligaspiel (bei zwei weiteren Unentschieden) bleibt der Club für die TSG ein absoluter Lieblingsgegner. Die Franken bleiben im Keller hängen und können am Sonntag auf den Relegationsplatz abrutschen.
Mit Hannover und Leverkusen standen sich um 18.30 Uhr zwei Europacup-Überwinterer gegenüber. 96 erreichte erstmals in seiner Vereinsgeschichte die Zwischenrunde der Europa League, bayer steht m Achtelfinale der Königsklasse. In der Liga müssen aber beide Klubs aufpassen, nicht ins Mittelmaß abzurutschen. In einer durchschnittlichen Partie trennten sich die Niedersachsen und die Westdeutschen torlos. Bayer tat sich nach einer Champions-League-Woche einmal mehr schwer in die Gänge zu kommen. Allein, die 96er konnten dies nicht ausnutzen - Schlaudraff verpasste die beste Chance, als er Keeper Leno aus kurzer Distanz ins Gesicht schoss. Im zweiten Abschnitt zeigte dann auch Hannovers Schlussmann Zieler, dass mit ihm zu rechnen ist. Die Leverkusener, die zunächst mal wieder ohne Ballack in der Startelf begannen, verpassten durch den früheren DFB-Kapitän in der Nachspielzeit einen möglichen Dreier, als er per Freistoß scheiterte.
Schalke 04 siegte am Freitagabend mit 2:1 (2:1) bei Hertha BSC und legte durch den zweiten Sieg in Folge so im Rennen um die Herbstmeisterschaft gegenüber den Konkurrenten vor. Die Berliner warten seit fünf Begegnungen auf einen Dreier und konnten ihre Position im Mittelfeld nicht verbessern.
Schalke erwies sich im Berliner Olympiastadion als die reifere und abgeklärtere Mannschaft. Die Elf des Ex-Hertha-Trainers Huub Stevens kontrollierte weitgehend die Partie und erwies sich in der Offensive mit mehr Durchschlagskraft. Huntelaar (19.) und Pukki (44.) trafen für den Europa-League-Teilnehmer. Hertha zeigte sich vor 52.000 Zuschauern bemüht, die Aktionen der Hauptstädter waren allerdings zu harmlos. Das einzige Tor durch Ramos (25.) fiel folgerichtig aus einer Standardsituation.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Bayern München | 40:10 | 34 |
| 2 | ![]() | Borussia Dortmund | 31:11 | 31 |
| 3 | ![]() | FC Schalke 04 | 33:22 | 31 |
| 4 | ![]() | Borussia M'gladbach | 24:11 | 30 |
| 5 | ![]() | Werder Bremen | 30:26 | 29 |
| 6 | ![]() | Bayer Leverkusen | 22:19 | 26 |
| 7 | ![]() | VfB Stuttgart | 23:19 | 22 |
| 8 | ![]() | Hannover 96 | 19:23 | 22 |
| 9 | ![]() | 1899 Hoffenheim | 18:18 | 21 |
| 10 | ![]() | 1. FC Köln | 27:32 | 21 |
| 11 | ![]() | Hertha BSC | 23:25 | 19 |
| 12 | ![]() | 1. FSV Mainz 05 | 22:28 | 18 |
| 13 | ![]() | Hamburger SV | 20:26 | 18 |
| 14 | ![]() | VfL Wolfsburg | 22:34 | 17 |
| 15 | ![]() | 1. FC Kaiserslautern | 12:20 | 15 |
| 16 | ![]() | 1. FC Nürnberg | 14:28 | 15 |
| 17 | ![]() | FC Augsburg | 14:27 | 14 |
| 18 | ![]() | SC Freiburg | 20:35 | 13 |
| 1. Huntelaar, Klaas Jan | FC Schalke 04 | ![]() |
| Spiele: 32 | Tore: 29 | |
| 2. Gomez, Mario | Bayern München | ![]() |
| Spiele: 33 | Tore: 26 | |
| 3. Lewandowski, Robert | Borussia Dortmund | ![]() |
| Spiele: 34 | Tore: 22 | |
| 4. Pizarro, Claudio | Werder Bremen | ![]() |
| Spiele: 29 | Tore: 18 | |
| 5. Podolski, Lukas | 1. FC Köln | ![]() |
| Spiele: 29 | Tore: 18 | |