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28.11.2011, 17:17

Gladbach: Tiefstapeln nach Lobeshymnen

Eberl: "Wir denken nicht an das große Ganze"

Das haben sich die Gladbacher selbst zuzuschreiben: Von allen Seiten werden Lobeshymnen auf den Tabellenzweiten gesungen, die "Fohlen" rocken die Bundesliga. Immer schwieriger wird es für die Verantwortlichen, das Understatement beizubehalten - selbst Uli Hoeneß traut den Gladbachern sehr viel zu. Kein Wunder: Der Auftritt beim 3:0 in Köln war eines Tabellenzweiten würdig.

Die Spieler von Borussia Mönchengladbach feiern in Köln
Sie spielen einfach: Den Gladbacher "Fohlen" erschließen sich neue Horizonte.
© Getty ImagesZoomansicht

Neben den Bayern und Meister Dortmund stellt die Borussia die dritte Kraft der Bundesliga, deutlich vor den Bremern, Schalkern und Leverkusenern, die im Kollektiv nicht so ausgereift wirken wie die Schützlinge von Lucien Favre. Der Punkteschnitt des Trainers, in der Rückrunde der Vorsaison mit 1,66 bereits Europa-League-reif, hat inzwischen die Zweier-Marke geknackt - ein inoffizieller Maßstab für Champions-League-Sphären.

All das ist der Konkurrenz nicht entgangen. Bayern-Präsident Hoeneß verglich die Gladbacher bereits mit Überraschungsmeistern wie Lautern (1998) oder Wolfsburg (2009), Kölns Trainer Stale Solbakken nannte den VfL nach der Derby-Demütigung am Freitag die "aktuell vielleicht beste Mannschaft der Liga".

Beste Mannschaft der Liga? Eberl nennt es "übertrieben"

"Es ist schön, ein solches Lob zu bekommen", sagte Sportdirektor Max Eberl auf der Klubwebsite dazu geschmeichelt. "Aber ich denke, dass es in der Bundesliga derzeit mehrere Mannschaften gibt, die auf sehr hohem Niveau spielen. Dazu gehören wir auch, und darüber freuen wir uns. Uns als beste Mannschaft zu bezeichnen, halte ich aber für übertrieben."

Zur Frage der Woche

Auch Hoeneß' Lob wollte er nicht überbewerten; man dürfe nicht vergessen, dass erst 14 Partien absolviert wurden. Man stehe zwar zu Recht so weit oben in der Tabelle, "dennoch lassen wir uns durch solche Äußerungen nicht von unserem Weg abbringen. Wir bleiben dabei, dass wir nur von Spiel zu Spiel und nicht an das große Ganze denken. Damit sind wir bislang gut gefahren und so werden wir es auch fortsetzen."

Grundlage dieses Weges ist die Philosophie von Erfolgscoach Favre, die Kombination aus begeisterndem Offensivfußball und einer kompakten defensiven Grundordnung - die Vorrang genießt. Oder in Favres Worten: "Wir verteidigen sehr, sehr gut, bauen sehr gut auf und spielen einfach."

Das hätte Jürgen Klopp über seine Elf nicht besser sagen können - beim Topspiel zwischen Spitzenreiter Dortmund und Überflieger Gladbach kommt es am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker online) zu einem echten Showdown.

28.11.11
 
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