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22.11.2011, 11:06

Nürnberg: Hecking verärgert, nicht enttäuscht

Bader trotzig: "Wir haben eine Mannschaft, die es kann"

Das Vorbild heißt Mainz: Nach neun sieglosen Spielen am Stück hatte der FSV jüngst gegen Stuttgart (3:1) den Sinkflug gestoppt - weil man die Ruhe bewahrte. Ähnliches strebt auch der 1. FC Nürnberg an, der am Samstag auf Schalke mit 0:4 unterging und seinerseits seit nunmehr acht Partien auf einen Dreier wartet. "Wir wehren uns dagegen, dass jetzt alles furchtbar ist", sagt Sportvorstand Martin Bader. Personelle Korrekturen schließt er trotzdem nicht aus.

Dieter Hecking auf Schalke
"...was dann passiert, ist nicht bundesligareif": FCN-Coach Dieter Hecking.
© picture allianceZoomansicht

Ein nasskalter Sonntagmorgen im November, vom Nürnberger Himmel nieselt es, passender hätte der Kommentar von Club-Trainer Dieter Hecking "am Tag danach" also nicht sein können: "Wer vier solche Tore fängt, der steht zu Recht im Regen." Er sei nicht enttäuscht, hatte er am Vortag deshalb betont: "Ich bin verärgert." Verärgert darüber, "dass wir von der optischen Wahrnehmung her nicht schlecht waren, aber die letzte Konsequenz gefehlt hat".

"Naiv" nannte er die Seinen bei "Sky" und fragte: "Was hilft es, wenn wir gut mitspielen? Bis zum Sechzehnmeterraum ist das alles hübsch. Was dann passiert, ist nicht bundesligareif. Das muss man heute wieder ganz klar formulieren. Auch im Abwehrverhalten. In beiden Strafräume fehlt uns die Konsequenz."

Fehlt die Bundesliga-Reife? 13 Treffer in 13 Partien sind jedenfalls mau, nur Augsburg und Lautern haben weniger. Und 24 Gegentore sind der Beweis, dass die einstige Stabilität komplett verloren gegangen ist. Dem Gegner wird das Toreschießen leicht, viel zu leicht gemacht. "Es kann nicht sein, dass wir in so viele Konter laufen. Gerade auswärts dürfen wir nicht so offen stehen, das darf uns nicht passieren", moniert Christian Eigler.

Das wird ein Muss-Spiel.Raphael Schäfer über das anstehende Heimspiel gegen Kaiserslautern

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Trist wie die Jahreszeit präsentiert sich seine Mannschaft seit Wochen, ohne jegliche Führung auf dem Spielfeld taumelt sie den Abstiegsplätzen entgegen, ein Ende des Negativtrends ist nach den jüngsten Eindrücken schwer vorstellbar. Und: Die Statistik gibt berechtigten Anlass zur Besorgnis. Acht Spiele ohne Sieg gab es zuletzt vom 17. bis zum 26. Spieltag 2007/08, damals sogar zehn. Müßig zu erwähnen, dass am Saisonende der Abstieg stand. Vier Auswärtsniederlagen in Serie sind ein Novum für Hecking in Nürnberg, zuletzt präsentierte sich der Club von September bis November 2009 unter Vorgänger Michael Oenning ähnlich desolat.

"Es wird schwer, die Wende zu schaffen, aber andere Mannschaften haben das auch hinbekommen", sagt Raphael Schäfer am Sonntag und blickte bereits auf die nächste Partie gegen Kaiserslautern am kommenden Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker online) voraus: "Das wird ein Muss-Spiel."

Absturz auf Platz 16

Hoffnung macht dabei der Saisonbeginn, als das Team neun Zähler in den ersten fünf Partien sammelte. "Wir wehren uns dagegen, dass jetzt alles furchtbar ist und die Mannschaft nichts taugt. Wir haben eine Mannschaft, die es kann, die Qualität ist vorhanden", sagt Sportvorstand Martin Bader. Dennoch weiß er: "Die Situation ist nicht einfach. Wir brauchen dringend ein gutes Ergebnis, um die Brust wieder breiter werden zu lassen." Mit personellen Korrekturen in der Winterpause? Diese schließt Bader generell nicht aus, geplant sei aber nichts.

22.11.11
 
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