
| Vorname: | Bastian |
| Nachname: | Schweinsteiger |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Bayern München |
| Geboren am: | 01.08.1984 |
"Die Dortmunder haben in der vergangenen Saison in München gewonnen, sie werden dort wieder frech auftreten", sagte Löw nach dem 3:0 der DFB-Auswahl gegen die Niederlande in Hamburg. Gleich sieben der dort Beteiligten werden auch in der Allianz-Arena wieder vorspielen. Neuer, Boateng, Badstuber, Kroos und Müller auf der Bayern-, die eingewechselten Hummels und Götze auf der BVB-Seite.
Hinzu kommen der geschonte Bayern-Knipser Gomez, Kapitän Lahm, möglicherweise der zuletzt angeschlagene Dortmunder Außenverteidiger Schmelzer - und Arjen Robben.
Der Niederländer wird nach seiner Leistenoperation und uneingeschränktem Training in den vergangenen Tagen wieder in Jupp Heynckes' Aufgebot zurückkehren, wenngleich er wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen wird.
Somit fehlt eigentlich nur Bastian Schweinsteiger. Der Taktgeber im Bayern-Mittelfeld muss sich nach seinem Schlüsselbeinbruch noch gedulden, plagt sich immerhin schmerzfrei im Alltag mit Dingen wie Socken anziehen gehörig herum und vertreibt sich die Zeit mit den Basketballern des Vereins.
"Es wird ein enges Spiel, aber haben wir viel Selbstvertrauen und werden die Partie gewinnen", zeigte sich Schweinsteiger am Mittwoch bei einer Pressekonferenz optimistisch. Der 27-Jährige sieht die Bayern als "qualitativ stärker besetzt" an. Dass Heynckes mit Robben noch ein weiteres Pfund auf der Bank sitzen habe, würde zudem für die Hausherren sprechen.
Schweinsteiger gesteht, dass es "schon sehr weh" tut, am Samstag auf der Tribüne sitzen zu müssen. Nur zu gern hätte er sich sicherlich für das 1:3 im Februar an gleicher Stelle revanchiert. Wenngleich der Nationalspieler abwiegelt. "Das Spiel ist vergessen", sagte Schweinsteiger. Die Bayern blicken vielmehr nach vorn, wollen ihren Vorsprung gegenüber dem BVB am Samstag auf acht Punkte ausbauen.
Da hat der BVB natürlich etwas dagegen. Und Kapitän Sebastian Kehl will vorangehen. Der Routinier nutzte die Länderspielpause, "um noch einmal zuzulegen". Die Vorfreude wächst auf München. Und die Liga drückt dem BVB der Spannung halber die Daumen - womöglich sogar die Schalker Erzrivalen?
"Ob uns die Blauen am Wochenende wirklich die Daumen drücken, wage ich zu bezweifeln", sagte Kehl gegenüber dem SID. Der 31-Jährige weiß, dass derzeit schon ein Sahnetag nötig ist, um die Bayern zu stoppen. Aber: "Wir haben in der vergangenen Saison gezeigt, dass wir sie an einem guten Tag schlagen können." Der jüngste Zwischenspurt mit 16 von 18 möglichen Punkten sollte für das nötige Selbstvertrauen sorgen.
Mut und maximale Laufbereitschaft sieht Kehl als Schlüsselfaktoren an. Selbst kann er beides wieder verstärkt einbringen, nachdem er auf Grund zahlreicher Verletzungen nachhaltig aus der Bahn geworfen worden war. "Ich finde wieder meinen Rhythmus, und die Einsatzzeiten helfen wahnsinnig dabei. Ich würde sagen, dass meine Kurve nach oben zeigt, aber ich bin noch nicht da, wo ich sein kann", beschreibt er den aktuellen Stand.
Genügend weitere Spielminuten werden wohl noch vor dem Winter hinzukommen. Denn Bayern ist nicht das Ende der Fahnenstange für den BVB. Es folgen das Champions-League-"Endspiel" beim FC Arsenal und das Revierderby gegen Schalke.