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30.10.2011, 13:32

Klopp kritisiert Gräfe - Bender angeschlagen

Subotic: "Das war das geilste Spiel der Saison"

Es war schon fast ein wenig paradox: Dortmund hatte in Stuttgart nur einen Punkt geholt, einen klaren Elfmeter nicht bekommen, die Bayern in der Tabelle auf fünf Punkte davonziehen und sogar Schalke passieren lassen müssen - und was sah man hinterher? Glückliche Gesichter allenthalben! Zu sehr hatte auch die Beteiligten in Schwarz und Gelb die rasante Begegnung in ihren Bann gezogen. Götze hin, Gräfe her.

Bruno Labbadia mit Jürgen Klopp
Nur ein 1:1? Von wegen! Bruno Labbadia und Jürgen Klopp freuten sich über ein Spektakel in Stuttgart.
© picture allianceZoomansicht

Von wegen, nur das nackte Ergebnis zählt: "Das war ein unglaublich schönes Spiel", schwärmte VfB-Trainer Bruno Labbadia nach dem 1:1. Irgendwie war die torärmste Bundesliga-Partie des Nachmittags die attraktivste. Hohe Intensität, mitunter mörderisches Tempo, viele Chancen - nicht nur neutrale Fans waren voll auf ihre Kosten gekommen. Auch der BVB.

Dabei hatte der Meister im Gegensatz zu den Stuttgartern (Labbadia: "Am Ende hatten wir sogar noch etwas Glück, und müssen zufrieden sein, einen Punkt geholt zu haben") nicht wenige Gründe, mit dem Schicksal zu hadern. Punkt eins: die Chancenverwertung. Ob Shinji Kagawa oder kurz vor Schluss Mario Götze und Neven Subotic - der Ball wollte nur einmal rein.

Punkt zwei: der verweigerte Elfmeter. Götze war in der 37. Minute einmal mehr nicht zu bremsen, zumindest nicht mit fairen Mitteln. Cristian Molinaro stellte sein Bein im Sechzehner in den Weg, Götze hob ab - klarer Fall. Nur nicht für Referee Manuel Gräfe. "Aus meiner Sicht ein ganz klarer Elfmeter, ohne Wenn und Aber", wurde BVB-Coach Jürgen Klopp bei "Sky" ernst. "Ich habe es schon einmal gesagt: Das ist so nicht in Ordnung."

Ich weiß nicht, ob man dem Mario Götze erst ein Bein wegtreten muss, damit er mal einen Elfmeter kriegt.BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke

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Und er legte nach: "Es ist nicht nur so, dass er ihm sozusagen eine Schwalbe unterstellt. Danach waren fünf Aktionen, in denen er ihm enge Zweikämpfe wegpfeift nach dem Motto: So, pass mal auf: Wenn du meinst, du kannst mich da vorne verarschen... Das ist das Problem. Das sind Fouls gegen Mario, die nicht gegeben werden. Er kriegt genauso so oft Foul gepfiffen wie gegen sich. Das ist sehr spaßig."

Klopp fand den VfB "brutal stark"

Ironie natürlich, so wie Punkt drei: der VfB. "Es ist komisch", unkte Klopp, "dass die Gegner immer gegen uns so stark spielen." Letztlich, so der Meistertrainer, sei das Unentschieden nämlich "schon okay": "Den VfB fand ich heute brutal stark. Die erste Viertelstunde gehörte noch uns, dann war der VfB richtig da. Es war beeindruckend, wie sie verschoben und uns unter Druck gesetzt haben. Das Spiel war super intensiv."

Kürzer fasste es Labbadia zusammen: "Das war sicherlich die beste Leistung meines Teams in dieser Saison." Er ist sich sicher: "Die 60.000 Zuschauer werden gerne wieder kommen." Und Subotic offenbar auch. Für den BVB-Innenverteidiger war es nämlich "das bislang geilste Spiel der gesamten Saison". Denn: "Es war offen, es hat Spaß gemacht und es hat bewiesen, dass wir in einer guten Verfassung sind."

Eine Feststellung, die Auftrieb gibt drei Tage vor dem Duell gegen Olympiakos Piräus am Dienstag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker online) in der Champions League. "Wir müssen dann idealerweise genauso gut spielen wie heute", fordert Klopp. Und so war das 1:1 von Stuttgart am Ende sogar das Vorbild für ein Spiel, in dem nur ein Sieg weiterhilft. Fast schon ein wenig paradox.

30.10.11
 

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