
| Vorname: | Thorsten |
| Nachname: | Fink |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Hamburger SV |
Thorsten Fink (43) hatte Offensivkraft und Leidenschaft versprochen. Beide Versprechen hielt sein Team. Nie zuvor in dieser Saison erspielte sich der HSV neun Chancen, antwortete zudem mit Herz auf den Schock-Start. Bereits nach 65 Sekunden lagen die Hanseaten durch ein Tor von Mandzukic zurück. Doch das Team zeigte Moral.
"Wir haben weitergespielt, als stünde es 0:0", sagte Mladen Petric. Und zwar über weite Strecken nach Finks Vorgabe: Beide Außenverteidiger schoben sich weit vor, die Sechser Tomas Rincon (23) und Gojko Kacar (24) ließen sich wechselweise immer wieder tief fallen, um Überzahl beim Spielaufbau von hintenheraus zu haben. "Kacar und Rincon sollen so für mehr Ballbesitz sorgen, einer muss immer eine Anspielstation sein", erklärt Fink. "Wir hatten deutlich mehr Ballbesitz als der Gegner", sagt Petric und hatte mit seinem Eindruck recht. 59 Prozent der Spielzeit war das Leder in den Reihen der Hamburger.
„Ich habe mich schon verbessert, wir sind nun Vorletzter - das ist meine Aura.“Fink über den Medienhype an der Elbe, der ihn an die aktiven Zeiten bei Bayern München erinnerte
Doch es gab auch Mängel beim Fink-Debüt. Mit Rajkovic patzte wieder ein Innenverteidiger. Fink reagierte und schickte Dennis Diekmeier zur Pause ins Rennen, der für Westermann auf die rechte Seite rückte. Der Kapitän ersetzte den Serben in der Innenverteidigung. Fink hat sich ohnehin ein Vierteljahr Zeit erbeten. Bis zu drei Monate, hat er eingeräumt, könne es dauern, bis die Mannschaft seine Philosophie verinnerlicht habe. Zeit, die das junge Team aber nicht hat.
Im Pokal geht es am Dienstag (20.30 Uhr) zu Eintracht Trier und in der Liga steht am Sonntag (17.30 Uhr) die wichtige Partie gegen Kaiserslautern an. Fink weiß: "Wir müssen beide Partien gewinnen." Sonst kehrt keine Ruhe ein.
Allerdings wird er im Pokal auf die angeschlagenen Mladen Petric, Gojko Kacar und Gökhan Töre verzichten. "Es gehört zu meiner Philosophie, Hochkarätern, die gegen Wolfsburg auf der Bank saßen und für die der HSV viel Geld bezahlt hat, eine Chance zu geben", sagte der Coach am Montag. "Trier ist gefährlich, hat immerhin St. Pauli rausgeworfen. Aber wir sind der Favorit, wollen uns Selbstvertrauen für Sonntag holen und das wichtige Spiel gegen einen Mitkonkurrenten gewinnen."