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04.10.2011, 20:42

Mainz: Polanski und die "schwierige Phase"

Bungert widerlegt die Experten

Als Abwehrspieler bei einem 3:3 zu überzeugen, ist nicht leicht, Niko Bungert (24) hat es am Samstag in Nürnberg trotzdem geschafft. Einmal mehr bestätigte der Innenverteidiger, dass man sich in Mainz in dieser Saison auf ihn verlassen kann - ganz im Gegensatz zu manch vermeintlicher Experten-Meinung vor Saisonbeginn.

Niko Bungert (1. FSV Mainz 05)
Sammelte auch in Nürnberg Pluspunkte: Niko Bungert.
© picture allianceZoomansicht

Nicht wenige hatten dem einstigen U-21-Nationalspieler im Sommer einen Bankplatz prophezeit angesichts der im Vorjahr gesetzten Innenverteidiger Bo Svensson (32) und Nikolce Noveski (32) sowie der Verpflichtung von Rechtsverteidiger Zdenek Pospech (32).

Nach acht Spieltagen ist Bungert jedoch nicht nur der stabilste Mainzer Abwehrspieler (kicker-Notenschnitt 3,43), er ist auch der einzige, dem ein Tor gelang. Ein eminent wichtiges obendrein zum 1:2 in Nürnberg nach dem "kleinen Schock" des frühen und deutlichen Rückstandes.

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"Von der 20. Minute an war das endlich mal wieder eine ansehnliche Leistung von uns", analysierte Bungert. "Wir haben Nürnberg unter Druck gesetzt und zu vielen Ballverlusten gezwungen. Das hat uns vorher in letzter Konsequenz gefehlt." Trotz der Aneinanderreihung von sechs sieglosen Spielen "können wir auf den letzten beiden Spielen aufbauen", meint Bungert, "das sah wie der Fußball aus, den wir uns vorstellen".

Punkte verschenkt? Bei Tuchel überwiegt das Positive

Auch bei Trainer Thomas Tuchel, der momentan stets auf den Ex-Offenbacher und -Schalker setzt, überwog trotz des späten Ausgleichs und nunmehr 18 Gegentoren (in den vergangenen vier Spielen waren es jeweils mindestens zwei) "das positive Gefühl, weil die Mannschaft ab der 20. Minute viel Vertrauen in sich als Gruppe gezeigt hat". Die Rückkehr der Ballsicherheit hob er ebenso hervor wie den Umstand, "dass die Mannschaft extrem auf den vierten Treffer gespielt hat und die Führung nicht verwalten wollte".

Eugen macht eine schwierige Phase durch.Thomas Tuchel über Eugen Polanski

Belohnt wurde der Trainer auch für seinen Entschluss, erstmals in der Saison im Mittelfeld auf sein bewährtes Defensivpärchen Elkin Soto (32) und Eugen Polanski (25) zu verzichten. Tuchel entschied sich für ein 4-1-4-1-System mit dem aggressiven und kopfballstarken Zweikämpfer Jan Kirchhoff (20) zentral vor der Abwehr.

Bereits vor dem Dortmund-Spiel hatte Tuchel bemerkt, "dass es beide deutlich besser können". Nun bekamen sie eine Auszeit. "Eugen macht eine schwierige Phase durch, aber die Nichtnominierung war keine Bestrafung", betonte Tuchel. "Wir wollten eine offensivere Variante, um bei einem Rückstand reagieren zu können." Dieser Plan ging auf - auch weil Bungert traf.

04.10.11
 
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weitere Infos zu Bungert

Vorname:Niko
Nachname:Bungert
Nation: Deutschland
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:24.10.1986

weitere Infos zu Polanski

Vorname:Eugen
Nachname:Polanski
Nation: Deutschland
  Polen
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:17.03.1986

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