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03.10.2011, 17:50

Kaiserslautern: Umbruch ist noch nicht gelungen

Kurz: "Ein beschissenes Gefühl"

Weder gelingt es Kaiserslautern derzeit zu null zu spielen, noch ist die Mannschaft in der Lage, selbst Tore zu schießen. In den letzten fünf Spielen blieben die Pfälzer vier Mal ohne eignen Treffer. Die Quittung nach dem achten Spieltag ist der 16. Tabellenplatz und Abstiegsangst inklusive. Stefan Kuntz überrascht das nicht: "Wir haben nicht gesagt, dass wir gegen den Abstieg spielen, weil uns nichts anderes eingefallen ist." Doch bald sollte den Verantwortlichen etwas einfallen.

Itay Shechter
Am Boden? Itay Shechter erlitt mit dem 1. FCK gegen den VfB die nächste Bruchlandung.
© picture allianceZoomansicht

In das bereits drohende Schicksal des dritten Abstiegs nach 1996 und 2006 will sich Kuntz aber nicht ergeben. "Wir sind in einem Tal. Aber wir wussten, dass es unsere schwerste Saison wird. Umso mehr wir arbeiten, umso schneller kommen wir da raus. Das Blatt wird sich sicher wieder wenden", erklärte der Boss des viermaligen deutschen Meisters, der mit lediglich fünf Punkten sowie fünf mageren Toren im Tabellenkeller vor sich hin dümpelt.

Auf der Suche nach dem Grundproblem kann beispielhaft die 74. Minute der 0:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart herangezogen werden. Itay Shechter und der Grieche Kostas Fortounis hatten den Stuttgarter Torwart Sven Ulreich bereits ausgespielt und vergaben dennoch so stümperhaft, dass das ganze Stadion verzweifelte und sich Unmut auf dem sonst so stimmungsvollen Betzenberg breit machte.

Erklären kann man solche Szenen kaum, auch der redegewandte Kapitän Christian Tiffert suchte nach Worten. "So eine Aktion ist in unserer Situation natürlich tödlich", schimpfte Tiffert: "Am Ende habe ich wieder keine Argumente, denn wir haben wieder verloren." Tiffert hatte ebenfalls eine gute Chance liegengelassen.

Was sollen wir machen? Wir können uns ja keinen neuen Spieler zaubern und das Transferfenster ist auch geschlossen.Kapitän Christian Tiffert

Beim 1. FCK wurde der Umbruch bisher nicht geschafft. Leistungsträger wie Moravek, Ilicevic oder Lakic haben den Verein verlassen und wurden nicht gleichwertig ersetzt. Etablierte Kräfte wie Dick, Kirch, Rodnei oder eben Tiffert sind selbst noch auf der Suche nach ihrer Form.

"Wenn wir weiter keine Tore schießen, dann steigen wir ab - das ist doch klar", sagt Martin Amedick. "Die mangelhafte Effektivität ist ein Kritikpunkt, ganz klar. Ich würde mir aber sehr viel größere Sorgen machen, wenn wir uns keine Chancen erarbeiten würden", äußerte sich Trainer Marco Kurz vorsichtig optimistisch: "Wir haben kein schlechtes Gefühl, weil wir schlecht gespielt haben. Es ist ein beschissenes Gefühl, weil wir wieder keine Tore und keine Punkte haben."

Am Tag der deutschen Einheit stand bei den Pfälzern jedenfalls eine Trainingseinheit auf dem Programm. Passspiel und Laufwege wurden eintrainiert. Bis es am Samstag 15.10. (18.30 Uhr) auf Schalke weitergeht, bleibt auch noch reichlich Zeit für das eine oder andere Torschusstraining, denn eines ist klar: "Diejenigen, die da sind, müssen treffen. Wir können uns ja keinen neuen Spieler zaubern und das Transferfenster ist auch geschlossen" (Tiffert).

 
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